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Ulm

14.04.2015

Alles Bio oder was?

Was steckt hinter „Bio“, „Öko“ und anderen Siegeln und Zertifikaten? Die Uni und die Hochschulen Ulm und Neu-Ulm starten dazu eine neue Reihe.
Bild: David Ebener, dpa

Orientierung im Dschungel der Siegel und Zertifikate wollen die Universität und die Hochschulen Ulm und Neu-Ulm Verbrauchern mit einer Veranstaltungsreihe bieten.

Zahlreiche Produkte und Dienstleistungen schmücken sich mit „Bio-“, „Öko-“ und sonstigen Siegeln und Zertifikaten. Doch was steckt dahinter, und wie können Verbraucher beim Einkauf tatsächlich einen Beitrag zu mehr Umweltschutz und Gerechtigkeit leisten? Antworten darauf wollen die Universität Ulm sowie die Hochschulen Ulm und Neu-Ulm in einer gemeinsamen Vorlesungsreihe zum Thema „Nachhaltigkeit“ geben. Start ist am Donnerstag, 16. April. Die Reihe dauert bis Anfang Juli und soll nicht nur Studenten, sondern auch allen anderen Interessierten Orientierung im Dschungel der Siegel und Zertifikate bieten.

„Das Leitbild nachhaltige Entwicklung ist aus unserer Sicht die Basis für ein gutes Leben“, sagt Professor Achim Bubenzer, der Rektor der Hochschule Ulm. Den Hochschulen sei das Thema sozusagen auf den Leib geschnitten. Deshalb haben sich die Einrichtungen zum zweiten Mal für eine Ringvorlesung zusammengetan. Diese trägt den Titel: „Zertifizierung und Klassifizierung von Produkten und Dienstleistungen – Unternehmen und Hochschulen für nachhaltige Entwicklung“ und soll aufzeigen, was jeder Einzelne tun kann, um die Umwelt und die Ressourcen auf der Welt zu schonen.

Drei Themenbereiche stehen dabei im Mittelpunkt: Textilwirtschaft, Energie sowie Ernährung und Landwirtschaft. Die insgesamt neun wöchentlichen Vorträge sind kostenlos und finden im Wechsel an den unterschiedlichen Hochschulen statt. Die Veranstaltung ist sowohl für Studierende und Hochschulmitglieder als auch für die interessierte Öffentlichkeit gedacht.

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Behandelt werden beispielsweise Herstellungsstandards und Zertifikate in der Bekleidungsindustrie. Woran erkennt der Kunde, ob Kleidung fair und umweltfreundlich produziert wird? Im Bereich Energie beschäftigen sich die Vorträge unter anderem mit Fragen der Biogas-Gewinnung, Energieeffizienz-Zertifikaten und Gütesiegeln zum Ökostrom. Denn nicht selten bezahlen Verbraucher für „grünen“ Strom, bekommen aber „grauen“. Und noch dichter ist der Dschungel der Siegel im Bereich Ernährung und Landwirtschaft. „Da ist der Einzelne beim Einkauf oft etwas ratlos“, sagt Achim Bubenzer. Die Hochschulen wollen dazu beitragen, dass sich die Bürger auf diesem Gebiet etwas sicherer fühlen können und erfahren, welche sozialen und ökologischen Standards hinter den Siegeln stecken.

Referenten sind sowohl Dozenten der Hochschulen als auch Vertreter der Wirtschaft. Der Ulmer Initiativkreis nachhaltige Wirtschaftsentwicklung (unw) ist ebenfalls mit im Boot. Es ist die zweite gemeinsame Ringvorlesung der drei Hochschulen. Die Premiere zum Thema „Energieeffizienz“ im vorigen Jahr war aus Sicht der Veranstalter ein großer Erfolg und kam bei den Zuhörern gut an. Das ist ein wichtiger Aspekt dieser Reihe: Dass sich die Hochschulen öffnen und ein Dialog mit den Bürgern entsteht. Sollte das gelingen, könnte die Veranstaltung auch unter diesem Gesichtspunkt nachhaltig wirken.

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