Newsticker

Merkel betont Notwendigkeit weiterer Corona-Beschränkungen
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Arbeitsmarkt im Landkreis auf Rekordniveau

Landkreis Neu-Ulm

03.11.2017

Arbeitsmarkt im Landkreis auf Rekordniveau

Die Agentur für Arbeit meldet Rekordzahlen. Die Arbeitslosenquote ist so niedrig wie seit Jahren nicht.
Bild: Alexander Kaya (Archivbild)

Im Kreis Neu-Ulm sinkt die Quote auf 2,1 Prozent. Fachkräfte und Helfer werden in vielen Bereichen gesucht.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr waren im Oktober im Landkreis Neu-Ulm 144 Menschen weniger arbeitslos. 2052 waren bei der Agentur für Arbeit gemeldet. „Das letzte Mal, als wir im Oktober im Landkreis Neu-Ulm so wenige Arbeitslose zählten, war 1991. Die Arbeitslosenquote betrug damals 2,8 Prozent. Aufgrund der gestiegen Beschäftigtenzahl beträgt die aktuelle Arbeitslosenquote nunmehr sensationelle 2,1 Prozent“, freut sich Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth, die für Neu-Ulm zuständig ist. „Damit ist ein Wert erreicht, den es im Landkreis Neu-Ulm in den letzten Jahrzehnten nicht mehr gab.“

Die Arbeit gehe der Agentur dennoch nicht aus. „Rund 870 Menschen haben sich im letzten Monat arbeitslos gemeldet, über 1030 meldeten sich wieder ab“, sagte Paul. „Unsere Firmen suchen händeringend nach Arbeitskräften. Doch mittlerweile passen kaum noch die Anforderungen des Arbeitsplatzes mit den Fähigkeiten der Arbeitslosen zusammen.“ 560 der arbeitsuchenden Personen seien älter als 55 Jahre. „Sehr viele unserer Kunden haben gesundheitliche Einschränkungen oder besitzen schlicht die beruflichen Kenntnisse nicht“, erläuterte Paul. „Deshalb fördern wir jeden weiterbildungswilligen Arbeitslosen, um den Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“

Im Oktober gab es 1722 offene Stellen zur Besetzung (plus acht zum Vormonat). Neu wurden in diesem Monat 494 Stellen gemeldet, 118 mehr als im September. Unverändert werden laut Agentur für Arbeit fast in allen Bereichen Fachkräfte oder Helfer gesucht, unter anderem in der Kunststoff- und Kautschukherstellung, in der Metallbearbeitung, im Metallbau, in der Schweißtechnik und im Maschinenbau. Auch Mechatroniker, Köche, Berufskraftfahrer, Kranführer, Altenpfleger und Friseure sind gefragt.

Auch in der Region Donau-Iller ist die Zahl der Arbeitslosen im Oktober weiter zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 2,6 Prozent. Unter den Agenturbezirken in Baden-Württemberg ist das die niedrigste Quote, für den Ulmer Agenturbezirk die niedrigste seit 1998. „Die Herbstbelebung sorgt auf dem Arbeitsmarkt für reichlich Schwung – und es profitieren alle Personengruppen davon“, sagt Mathias auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm.

Besonders habe die Belebung den Jüngeren genutzt. Die Zahl der arbeitslosen Unter 25-Jährigen sei zum Vormonat um 17,2 Prozent zurückgegangen. „Viele fanden nach der Urlaubs- oder Ferienzeit wieder eine Arbeit oder begannen eine Ausbildung“, schildert Auch. Insgesamt sieht der Geschäftsführer den regionalen Arbeitsmarkt in einer sehr guten Verfassung. Entsprechend hoch sei die Arbeitskräftenachfrage. Regionale Arbeitgeber meldeten gut 1600 neue Stellen. Der Bestand an offenen Stellen lag bei 5890.

Im Stadtgebiet Ulm waren 2460 arbeitslose Menschen über die Arbeitsagentur (1140) und das Jobcenter (1330) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Zum September sind das gut 120 Frauen und Männer weniger. Nimmt man den Vorjahresmonat zum Vergleich, nahm die Zahl der Arbeitslosen um 290 ab. Die Arbeitslosenquote liegt im Oktober bei 3,5 Prozent ( minus 0,2), im Vorjahr betrug sie 4,0 Prozent. (az)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren