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Senden

20.09.2019

CSU-Vorstand setzt auf Claudia Schäfer-Rudolf als Bürgermeisterkandidatin

Claudia Schäfer-Rudolf bei einer Diskussionsveranstaltung zum Bahnübergang in Senden. Die 49-Jährige will ihren früheren Parteifreund Raphael Bögge an der Verwaltungsspitze ablösen.
Bild: Archivfoto Felix Oechsler

Die Führungsspitze des Ortsverbands und die Fraktionskollegen sprechen sich für die 49-Jährige als Kandidatin bei der Kommunalwahl 2020 aus.

In der zweitgrößten Stadt des Landkreises Neu-Ulm geht eine weitere Frau als Kandidatin für den Bürgermeisterposten ins Rennen: Neben Maren Bachmann von der SPD will auch Claudia Schäfer-Rudolf, Fraktionsvorsitzende der CSU, 2020 Rathauschefin in Senden werden. Vor sechs Jahren hatte sie den Amtsinhaber Raphael Bögge noch selbst im Kommunalwahlkampf unterstützt. Bögge trat bekanntlich aus der CSU aus und kandidiert nun für die Wählergruppierung „Gemeinsam für Senden“.

Schon seit geraumer Zeit sei klar gewesen, dass für die Sendener Christsozialen eine Nominierung des Amtsinhabers nicht mehr in Frage komme, sagte der CSU-Ortsvorsitzende Theo Walder am Donnerstag bei einem Pressegespräch. Fraktionsmitglieder und der Vorstand des Ortsverbands hatten sich am Vorabend einstimmig für Schäfer-Rudolf ausgesprochen. Die 49-Jährige bezeichnet sich selbst als „Sendenerin mit Leib und Seele“, sitzt seit fast zwölf Jahren im Stadtrat und engagiert sich auch ehrenamtlich in Vereinen in der Illerstadt.

Ihr Großvater schrieb ein Buch über die Geschichte von Senden

Anders als Bögge, den die CSU bei der Kommunalwahl 2014 nominiert hatte, ist Schäfer-Rudolf den Parteimitgliedern bereits gut bekannt. „Es ist immer ein Risiko, wenn man jemanden holt, den man nicht kennt“, sagte Walder. „Das mussten wir in den letzten Jahren leidvoll erfahren.“ Neben Bekanntheit und kommunalpolitischer Erfahrenheit bringt Schäfer-Rudolf aus Sicht des Vorstands noch weitere Qualitäten mit: Sie könne führen und Leute zusammenführen, sei kommunikativ und ein Teamplayer und stoße andere Menschen nicht durch ihr Verhalten vor den Kopf.

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Die Kandidatin selbst betonte: „Nach sechs schwierigen Jahren muss die Stadt nach vorne schauen.“ Es müsse gelingen, nicht nur im Stadtrat weiterhin gut zusammenzuarbeiten, sondern auch den Brückenschlag in die Verwaltung zu schaffen. Senden sei momentan isoliert, die interkommunale Zusammenarbeit schwierig. „Doch die Themen, die uns in den nächsten Jahren begegnen, enden nicht an der Stadtgrenze“, sagte Schäfer-Rudolf und nannte als Beispiele Mobilität, Bildung sowie eine solide und nachhaltige Stadtentwicklung.

Auch Walter Wörtz, neben Schäfer-Rudolf in einer Doppelspitze Fraktionschef, räumte ein: „Bei der letzten Kommunalwahl sind wir auf die Nase gefallen.“ Doch bei der jetzigen Kandidatin sei das Miteinander das Wichtigste. Um Schäfer-Rudolfs Verwurzelung in Senden zu verdeutlichen, brachte Wörtz ein Büchlein mit, in dem ihr Großvater Friedrich Schäfer 1954 als Erster die Ortsgeschichte zusammengefasst hatte. Darin schrieb er bereits über Herausforderungen durch die Lage Sendens an Bahnstrecke und Bundesstraße. Weil er schon von ihrer Geburt gestorben war, lernte Schäfer-Rudolf ihren Opa nie kennen.

Am 20. Oktober soll sie offiziell nominiert werden

Zweiter Bürgermeister Josef Ölberger zeigte sich ebenso wie Wörtz erfreut darüber, dass die CSU mit einer Frau den Bürgermeisterposten holen will: Er sei überzeugt, dass Schäfer-Rudolf auch ohne Verwaltungshintergrund – sie ist ausgebildete Redakteurin – die Funktion gut ausüben könne, sagte Ölberger. „Weil sie es mit den Leuten kann.“

Auch die Vorsitzenden von Senioren-Union, Eva Simon, und Junger Union, Johannes Friedel, kündigten bereits an, die Kandidatin zu unterstützen. Offiziell nominiert werden soll sie von den CSU-Mitgliedern am Sonntag, 20. Oktober, um 16 Uhr im Paul-Gerhardt-Haus. Bei dem Termin soll es aber nicht allein um die reinen Formalitäten gehen, sagte Schäfer-Rudolf. „Das soll ein Nachmittag sein, an dem die Leute zusammenkommen können.“

Ein ausführliches Porträt über Claudia Schäfer-Rudolf lesen Sie hier:

Die CSU-Fraktionschefin fordert den Bürgermeister heraus

Weitere Artikel zum Kommunalwahlkampf in Senden finden Sie hier:

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