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Pfaffenhofen

17.06.2020

Der Schwesternweg in Pfaffenhofen wird zum Dauerthema

Die Einfahrt von der Hauptstraße in den Schwesternweg in Pfaffenhofen bleibt gesperrt.
Bild: Alexander Kaya

Plus Nachdem die Einfahrt in den Schwesternweg weiterhin gesperrt ist, stellt eine Rätin einen Antrag zur Aufhebung, doch der wird abgelehnt. Wie es jetzt weitergehen soll.

Die Stimmung in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Montagabend in Pfaffenhofen war ein bisschen wie das Wetter, das man aus den Fenstern des Sitzungssaals beobachten konnte: irgendwie ungemütlich.

Thema Schwesternweg stand wieder auf dem Plan

Das lag unter anderem am Thema, das bereits der alte Rat einige Male diskutierte: die Einfahrtsperre in den Schwesternweg. In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am 30. März war von der Verwaltung und dem ehemaligen Bürgermeister Josef Walz vorgeschlagen worden, die Einfahrt von der Hauptstraße in den Schwesternweg dauerhaft zu sperren
(Artikel dazu:Einfahrtsverbot in den Schwesternweg bleibt vorerst und hier: Einfahrt von Hauptstraße in Schwesternweg ist gesperrt).

Zu der Zeit bestand eine Sperrung auf Probe wegen der Staus an der Taverne-Kreuzung und der rege Bring- und Abholverkehr vor dem Kindergarten St. Martin. Im März hatten die damaligen Bauausschussmitglieder gegen den Beschlussvorschlag gestimmt. Walz hatte danach gesagt: Die probeweise Sperrung bleibt und wenn man diese aufheben wolle, müsse man einen Antrag stellen.

Der Schwesternweg in Pfaffenhofen wird zum Dauerthema

Antrag von SPD-Rätin: Sperre soll aufgehoben werden

Hildegard Feurich-Kähn ( SPD) nahm Walz nun beim Wort und trug einen Antrag in der vergangenen Sitzung am Montag vor. Sie bat darum, das derzeitige Einfahrtsverbot komplett aufzuheben, „da die Ampelschaltung neu geregelt wurde und diese Maßnahme neu zu überdenken ist“. Doch die Räte waren sich bei diesem Thema wieder nicht einig. Der Verkehr fließe doch, sagte Feurich-Kähn. Einige Zuschauer, die gekommen waren, schüttelten mit dem Kopf. „Das wäre die erste Straße, die wir sperren würden,“ sagte Feurich-Kähn. „Und das in Pfaffenhofen.“

Susanne Schmid (Grüne) hakte nach: Sie dachte, die Sperrung wäre zur Entschärfung der Verkehrssituation vor dem Kindergarten gedacht. Feurich-Kähns Wissen nach hätten jedoch weder Kindergartenleitung noch der Pfarrer das Anliegen geäußert, die Straße zu sperren. „Man muss auch den Willen der Bevölkerung sehen“, sagte Max Spleiß (FWG) und verwies auf die Online-Petition, bei der 147 Unterschriften gegen das Einfahrtsverbot eingingen, wobei einige davon gar nicht von Pfaffenhofern kamen.

Wegen Corona konnte man keine Erfahrungswerte sammeln

Ob sich die Situation vor dem Kindergarten verbessert hat, könne man wegen der Corona-bedingten Schließzeit ja noch gar nicht absehen, sagte Bürgermeister Sebastian Sparwasser. Erst jetzt gehe der Betrieb wieder los und man könne Erfahrungswerte sammeln.

„Warum kein ’Anlieger frei’-Schild anbringen?“, schlug Andreas Wöhrle (FWG) vor. Das würde die Autos etwas ausbremsen. Dazu bräuchte man aber ein Hauptverkehrsschild, zum Beispiel „Durchfahrt verboten“, entgegnete Bauamtsleiter Alexander Gehr. Ein weiterer Vorschlag von Josef Schweiggart (WG Roth/Berg) war ein verkehrsberuhigter Bereich.

Feurich-Kähns Antrag wurde abgelehnt, Spleiß’ Antrag, die Situation bei einer Verkehrsschau zu prüfen, mit sieben zu eins Stimmen angenommen. Bald wollen die Ausschussmitglieder mit Mitarbeitern des Landratsamtes über die Sperre am Schwesternweg und über ein Verkehrsschild sprechen.

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