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Neu-Ulm

20.10.2019

Die neue Brücke über die B10 kommt per Lastwagen

Jeder der Brückenträger, die am Wochenende über der B10 eingesetzt wurden, ist etwa 36 Meter lang und wiegt um die 53 Tonnen. Sie wurden mit einem großen Autokran eingesetzt – der mit 140 Tonnen schweren Gegengewichten ausgestattet war.
Bild: Thomas Heckmann

Die fünf tonnenschweren Teile des neuen Bauwerks über die B10 zwischen Nersingen und Neu-Ulm sind am Wochenende eingesetzt worden.

Der kommende vierspurige Ausbau der B10 zwischen Neu-Ulm und der Autobahn 7 ist seit Samstag noch deutlicher sichtbar als bislang: Kurz vor Neu-Ulm wurde eine neue Feldwegbrücke über der Straße aufgebaut. Nach viel Vorplanung wurde die Bundesstraße am Freitagabend gesperrt, der Verkehr zwischen der Kreuzung am Breitenhof und der Abfahrt Burlafingen umgeleitet (wir berichteten). In den vergangenen Wochen waren bereits Fundamente und Hilfsträger erstellt worden, um die neue Brücke aufbauen zu können. In der Nacht zu Samstag brachten dann fünf Schwertransporter fünf Brückenelemente, die zukünftig nebeneinander als Feldweg- und Radwegüberführung über die Bundesstraße dienen.

Von den fünf Elementen sind nur zwei identisch, die drei anderen unterscheiden sich, weil sie die Außenseiten der Brücke bilden oder die Entwässerungsleitung tragen. Jeder der Stahlverbundträger besteht aus einem gewölbten Stahlhohlkasten, der 37 Meter ohne Zwischenpfeiler überspannt. Die Elemente wurden in Niederbayern gefertigt und in einem Betonwerk bereits mit einer Betonschicht versehen.

Lesen Sie auch: Das ist der Fahrplan zum vierspurigen Ausbau der B10

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Mit einem großen Mobilkran wurde bei Tagesanbruch das erste Brückenelement vom Lkw gehoben und nach einer 90-Grad-Drehung in die vorbereiteten Verschraubungen an den Brückenfundamenten eingesetzt. Um die jeweils über 53 Tonnen schweren Brückenteile bewegen zu können, musste der Mobilkran mit 140 Tonnen schweren Gegengewichten ausgestattet werden. Eine weitere Reihe von Schwertransportern stand deswegen zusätzlich zu den Brücken-Transportern auf der Bundesstraße aufgereiht, nachdem sie die Gegengewichte angeliefert hatten.

Zweimal musste der Mobilkran versetzt werden, damit er für alle fünf Brückenteile richtig stand. Am Spätnachmittag konnten die Kranarbeiten trotz zwischenzeitlichem Regen planmäßig abgeschlossen werden. Bis zum Samstagabend wurden die Brückenteile noch miteinander verbunden, damit sie sicher über der B10 schweben.

B10-Ausbau zwischen Neu-Ulm und Nersingen kostet um die 50 Millionen Euro

In den kommenden Monaten werden die Brückenlager an die Stahlelemente heranbetoniert, außerdem kommt der gut 25 Zentimeter starke Fahrbahnaufbau oben auf die Brücke.

Der knapp sechs Kilometer lange vierspurige Ausbau zwischen der Einmündung Breitenhof an der östlichen Stadtgrenze von Neu-Ulm und der Autobahnausfahrt Nersingen an der A7 kostet nach derzeitiger Planung rund 50 Millionen Euro. Die Strecke soll Ende 2022 fertig sein. Mehr als 23.000 Autos fahren täglich auf der B10 zwischen Neu-Ulm und der Autobahnanschlussstelle Nersingen. Laut Prognose sollen es bis 2030 sogar 34.000 sein.

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