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Illertissen

14.05.2019

Ein Glücksgriff für den Landkreis Neu-Ulm

Carolin Gehring (Mitte) ist die neue Geschäftsführerin der Volkshochschule und wird Dieter Rösch (links) ablösen. Bürgermeister Jürgen Eisen (rechts) ist überzeugt, dass sie die Vhs weiterentwickeln wird.
Bild: Wilhelm Schmid

Dieter Rösch, der Geschäftsführer der Volkshochschule im Landkreis Neu-Ulm, wird mit einer Party in den Ruhestand verabschiedet. Was er alles geleistet hat.

Angeblich hatte er bis eine halbe Stunde vor dem Beginn noch keine Ahnung, dass ihn eine große letzte Würdigung erwartet. Doch das konnte Dieter Rösch nicht wirklich aus der Fassung bringen, und so wurde der einstige Leiter der Volkshochschule im Landkreis Neu-Ulm im „Projekt Gastraum“ vor zahlreichen Gästen mit einer Überraschungsfeier in den Ruhestand verabschiedet. Zahlreiche Bürgermeister waren gekommen, um dabei zu sein, denn Rösch war immerhin drei Jahrzehnte lang ihr Ansprechpartner für die Erwachsenenbildung im Kreis.

Vhs Neu-Ulm: Rösch war 30 Jahre lang am Start

Ein Wort fiel dabei mehrfach, das die Anerkennung auf den Punkt brachte, die der Vhs-Leiter im weiten Umkreis genoss: „Glücksgriff“. Es stammte von Altlandrat Franz-Josef Schick. Der hatte Rösch bei dessen 25-jährigem Jubiläum als „Glücksgriff für die Vhs Neu-Ulm“ bezeichnet. Darauf berief sich auch Vize-Landrat Herbert Pressl in seiner Rede. Er erinnerte daran, dass die Volkshochschule einst einen echten Macher gesucht und in Rösch gefunden hatte. Dass der gebürtige Sonthofer organisieren konnte, hatte er beispielsweise 1987 bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft bewiesen, in deren Organisationskomitee er berufen worden war. Pressl: „Neue Loipenführungen, Verkehrsplanung und der Aufbau eines Medienzentrums – als hauptamtlicher Sportmanager bewegten Sie eine Menge.“ Noch heute werden professionelle Rennen auf Strecken ausgetragen, die Rösch einst vermessen hatte.

Im übertragenen Sinne ließe sich sagen, dass er auch die Volkshochschule im Landkreis auf die richtige Spur gebracht und in drei Jahrzehnten Kurs gehalten hat. Pressl nannte Rösch „kompetent, offen für Neues, unkompliziert und entscheidungsfreudig“. Mit diesen Eigenschaften habe er das passende Bildungsangebot sowohl für Menschen in der Stadt als auch auf dem Land geschaffen. Unter seiner Regie wurde die Vhs im Kreis Neu-Ulm zur viertgrößten Volkshochschule in Bayerisch-Schwaben.

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Der Illertisser Bürgermeister Jürgen Eisen, Vorsitzender der Vhs, berief sich ebenfalls auf Schick und sein Wort vom „Glücksgriff“. Rösch habe 1988 die große Aufgabe übernommen, die beiden verschmolzenen Volkshochschulen von Illertissen und Senden zu einer zentralen Bildungseinrichtung für Erwachsene im Landkreis zu formen. „Keine leichte Aufgabe“, sagte Eisen, „denn die Kurs-Wünsche unterschieden sich stark und Sie mussten die Ideen für alle Ansprüche entwerfen.“ Das sei ihm gelungen, davon zeuge die stetig wachsende Teilnehmerzahl. Eisen sprach von einem „unglaublichen Erfolg“. Er lobte Rösch für seinen „großen Einsatz, die Flexibilität, die Neugier, die Kreativität und die Ideen“, die er in drei Jahrzehnten entfaltet habe: „Sie haben in Ihrer Zeit hier im Landkreis eine Kultur des Lernens maßgeblich mit entwickelt. Eine Kultur, die wir brauchen, um unsere Gesellschaft weiter zu entwickeln, die aber auch jedem Einzelnen mehr Lebensqualität verspricht.“

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Röschs Wunsch: Frieden für die Zukunft

Dieter Rösch erinnerte an den Stellenwert der Erwachsenenbildung. Die wurde vor 100 Jahren in der Weimarer Verfassung verankert, auch in der 1946 verabschiedeten Verfassung Bayerns nimmt sie einen besonderen Rang ein und wurde zur Pflichtaufgabe der Kommunen. In seinem Rückblick sagte Rösch, dass zu seinen Hauptanliegen stets Frieden und Toleranz eine herausragende Rolle spielten.

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