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Verkehrsplanung

10.10.2017

Es geht rund auf der Staatsstraße

Zwischen Pfuhl und Burlafingen kracht es an der Einmündung nach Elchingen immer wieder. Dort kann nun ein Kreisverkehr gebaut werden.

Zwischen Pfuhl und Burlafingen soll nun doch ein Kreisverkehr für mehr Sicherheit sorgen. Das liegt wohl an einer Charmeoffensive aus dem Rathaus

Eigentlich war das Projekt schon gescheitert, so sah es zumindest das Staatliche Bauamt in Krumbach. Das wollte in die Staatsstraße zwischen Pfuhl und Burlafingen einen Kreisverkehr setzen, um die Abzweigung in Richtung Elchingen sicherer zu machen. Die gilt als Unfallschwerpunkt. Allein in den vergangenen fünf Jahren hat es dort 32 Mal geknallt. Doch um den Kreisel bauen zu können, mussten die nötigen Grundstücke her – allein die Landwirte verkauften nicht. Jetzt haben sie sich durch einen persönlichen Brief von Landrat Thorsten Freudenberger und Oberbürgermeister Gerold Noerenberg erweichen lassen. Rosl Schäufele ( SPD) sprach gestern im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss gar von einer „Charmeoffensive“.

Dabei stand es noch im März nicht gut für das Vorhaben. Da hatte sich der Ausschuss bereits mit dem Kreisel befasst und musste zur Kenntnis nehmen, dass die Bauern nichts von ihren Äckern abtreten wollten. Deshalb wurden Landrat und OB gebeten, nochmals ihr Gewicht in die Waagschale zu werfen. Das hat gefruchtet, weshalb Sonja Baumberger vom Bauamt gelöst sagte, dies sei für sie ein erfreulicher Tagsordnungspunkt: „Bei uns ist die Freude riesengroß, dass es mit dem Grunderwerb geklappt hat.“ Deshalb solle das Projekt so schnell wie möglich umgesetzt werden.

Doch ganz so rasch geht es nicht, denn im Ausschuss wurde noch leicht auf die Bremse getreten. Franz Schmid von den Grünen hatte Bedenken wegen der Radfahrer. So wie der Kreisel jetzt geplant ist, müssten sie auf dieser „wichtigen Pendlerstrecke“ wohl öfters warten, weil etwa ein Lkw den Überweg blockiere. Deshalb regte er an, den Zweiradverkehr noch vor den wartenden Autos und Lastwagen vorbeizuführen. Dem konnte Wolfgang Schrapp nur beipflichten. Er fragte sich, ob das wirklich die beste Lösung sei.

Das brachte die Frau vom Bauamt sichtlich in Verlegenheit, denn den Erfahrungen nach sei die jetzt gefundene Lösung allgemein die sicherste und beste. Sie glaube nicht, „dass wir hier riesige Stauungen haben“. Auf Wunsch von Vize-Landrat Roland Bürzle will das Amt noch einmal prüfen, ob möglicherweise die von Schmid vorgeschlagene Verkehrsführung günstiger wäre. Allerdings: „Ich sehe nicht, dass wir zu einem anderen Ergebnis kommen“, kündigte Sonja Baumberger an. Dennoch wird nun in Krumbach noch mal getüftelt werden.

Während ein Verkehrskreisel an dieser Stelle kein Problem darstellt, lässt er sich andernorts nicht verwirklichen, etwa auf der Tavernenkreuzung in Pfaffenhofen. Ludwig Daikeler (SPD) hatte das im Ausschuss angeregt. Daraus wird nichts, wie Hildegard Mack (CSU) versicherte. Als Pfaffenhoferin ist sie ortskundig und weiß deshalb, „dass das Problem der fehlende Platz ist“. Die Taverne dürfe als denkmalgeschütztes Gebäude nicht abgerissen werden.

Und so wird denn dort eine Ampelanlage installiert. Die war bereits vor zehn Jahren beschlossen worden, doch damals stand noch die geplante Ortsumfahrung im Raum. Die ist mittlerweile vom Tisch. Weil sich die Kreuzung zum Unfallschwerpunkt entwickelt hat, muss gehandelt werden. So kommt denn jetzt eine Ampel, wie der Ausschuss einstimmig entschieden hat.

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