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Neu-Ulm

18.01.2018

Frische Farbe und neue Balkone für 44 Wohnungen

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Die Baugenossenschaft Neu-Ulm hat 44 Wohnungen in der Silcherstraße modernisiert. Geschäftsführer Uwe Fliegner zeigt das Ergebnis.
Bild: Andreas Brücken

In der Silcherstraße hat die Baugenossenschaft Neu-Ulm 44 Wohnungen renoviert. Das nächste größere Projekt steht in Ludwigsfeld an.

Ein gutes halbes Jahr waren Bauarbeiter in der Silcherstraße nahe der Donauklinik beschäftigt. Jetzt ist die Modernisierung von insgesamt 44 Wohnungen weitgehend abgeschlossen. An den in den 50er Jahren erbauten Mehrfamilienhäusern ließ die Baugenossenschaft Neu-Ulm (BGNU) die Fassaden und die Balkone erneuern, neue Fenster einbauen, brachte die Wärmedämmung auf Vordermann und installierte ein komplett neues Belüftungssystem. Teilweise wurde auch das Dach saniert. Nun stehen nur noch Restarbeiten an, etwa im Innenhof. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,4 Millionen Euro.

Die Mieterhöhungen nach dem Umbau seien moderat ausgefallen, sagt BGNU-Geschäftsführer Uwe Fliegner. Mit im Schnitt sieben Euro pro Quadratmeter lägen die Mieten in der Silcherstraße immer noch unter den Preisen im Mietspiegel. Dies sei auch wichtig: „Wir haben überwiegend Mieter, die einen kleinen Geldbeutel haben und auf günstigen Wohnraum angewiesen sind.“ Die gesetzlichen Rahmenbedingungen machten es den Wohnungsbaugesellschaften jedoch immer schwerer, solche preiswerten Immobilien zu errichten. Ob Lärm- oder Brandschutz: „Da wird immer mehr verlangt“, so Fliegner.

Dennoch sei der Bedarf nach günstigem Wohnraum unvermindert hoch. „Wir haben nach wie vor einen enorm angespannten Mietwohnungsmarkt“, sagt der Geschäftsführer. Mit Stuttgart 21 werde sich die Situation möglicherweise noch verschärfen. Wenn die Landeshauptstadt nur noch eine halbe Stunde von Ulm und Neu-Ulm entfernt sei, würden viele Stuttgarter hierher ziehen. Auch bei erschwinglichen Wohnungen für Studenten gebe es in der Region Nachholbedarf. Denn es seien zwar neue Wohnheime entstanden, aber nicht jeder könne sich ein Appartement für 500 Euro leisten.

Die BGNU will jedenfalls weiterhin dazu beitragen, dass Menschen mit wenig Geld ein Dach überm Kopf finden. „Wir werden uns im Ulmer Hofgut in Ludwigsfeld engagieren“, kündigte Fliegner an. „Dort entstehen 14 Wohnungen.“ Eventuell könne bereits im Sommer mit dem Bau begonnen werden. Allerdings stehe der genaue Kaufpreis der Grundstücke noch nicht fest. In der Planung sei außerdem die Renovierung des denkmalgeschützen Gebäudes in der Silcherstraße 45. Diese werde voraussichtlich mindestens zwei Millionen Euro kosten. Der Umbau werde wohl 2019/2020 erfolgen. Die BGNU mit ihren 1250 Mitgliedern besitzt derzeit 460 Wohnungen und verwaltet noch mal so viele für verschiedene Wohneigentümergesellschaften. Die Bilanzsumme für das Jahr 2016 belief sich auf 23 Millionen Euro, der Jahresüberschuss auf 250000 Euro.

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