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Ulm

17.11.2017

Kostenlos Surfen im Stadtbus

Die ersten beiden SWU-Fahrzeuge mit Internet sind ab heute unterwegs, der Rest der Flotte wird bald umgerüstet. Was für Handy-Nutzer außerdem bequemer wird.

Wer heute mit einem Bus der Linie 3 oder der Linie 5 in Ulm oder Neu-Ulm unterwegs ist, sitzt mit etwas Glück in einem nagelneuen Fahrzeug. Denn an diesem Freitag nehmen die ersten beiden neuen Linienbusse der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) den Betrieb auf. Sie kosten jeweils rund 350000 Euro und sind von außen durch ein neues Symbol und durch modernere Anzeigentafeln zu erkennen.

Das Symbol weist auf ein zusätzliches Angebot hin. Es ist das Zeichen, mit dem W–Lan und sogenannte Hotspots gekennzeichnet werden – also Orte, an denen ein öffentlicher Internetzugang bereitgestellt wird. Den gibt es in Zukunft auch unterwegs. Zunächst nur in den beiden neuen Fahrzeugen, bald auch in einem dritten, der in der kommenden Woche in Betrieb genommen wird und genauso ausgestattet ist.

Neu sind auch die blau leuchtenden USB-Ladebuchsen. Fahrgäste können die Akkus ihrer Mobiltelefone unterwegs aufladen. Das nötige Kabel muss jeder selbst mitbringen. „Wenn wir schon W-Lan anbieten, brauchen wir auch die Möglichkeit, ein Tablet oder iPhone anzuschließen“, sagt André Dillmann, technischer Geschäftsführer der SWU.

Auch die alten Busse fahren bald mit W-Lan

Die übrigen Busse und die Straßenbahnwagen der SWU werden ebenfalls mit einem W-Lan-Zugang ausgestattet, voraussichtlich bis Ende des Jahres. Es soll nur wenige Ausnahmen geben. Im kommenden Jahr schaffen die Stadtwerke vier neue Fahrzeuge an, für die ebensoviele alte weichen. Diese werden nicht umgerüstet. Der Aufwand rechne sich für die kurze Zeit nicht, sagt SWU-Geschäftsführer Dillmann. Aus Kostengründen werden auch die USB-Ladebuchsen in keins der älteren Fahrzeuge eingebaut.

Von außen zu sehen ist eine weitere Neuerung der frisch angeschafften Gelenkbusse. Die digitalen Anzeigen an den älteren Modellen leuchten in Orange und zeigen die Nummer der jeweiligen Linie an. An den neuen Bussen ist eine dunkle Schrift auf weißem Hintergrund zu sehen. Das soll Sehbehinderten die Orientierung erleichtern. Außerdem steht neben der Liniennummer die Endstation auf der digitalen Anzeige. „Wenn ich dem Bus hinterherrenne, weiß ich, dass er das richtige Ziel hat“, scherzt Dillmann.

Elektrobusse wird es in Ulm vorerst nicht geben

Neben W-Lan, digitaler Außenanzeige und Ladebuchsen verfügen die Neuanschaffungen über weitere kleinere Ergänzungen. Die Glasscheibe zum Schutz des Fahrers ist größer als bisher, eine zweite Multifunktionsfläche bietet mehr Platz für Rollstuhl- und Rollatorfahrer sowie Kinderwagen und das Schließen der Türen wird nun nicht mehr nur durch einen Warnton, sondern auch durch ein rot blinkendes Licht angezeigt. Außerdem bestehen die Haltestangen für stehende Fahrgäste jetzt aus Stahl und sind nicht mehr wie bisher blau lackiert. Dillmann findet das optisch einladender. Zudem sparen die Stadtwerke Geld, weil die Stangen nicht mehr regelmäßig nachlackiert werden müssen.

Das Unternehmen will seine Flotte nach und nach verjüngen. Das liegt am Wunsch des Gemeinderats, nachdem die Fahrzeuge im Durchschnitt nicht älter als acht Jahre sein dürfen. Bis ein SWU-Bus von der Straße genommen wird, fährt er in der Regel zwischen zehn und zwölf Jahren und bringt dabei etwa 900000 Kilometer Strecke hinter sich.

Was sich bis auf Weiteres nicht ändert, ist der Antrieb: Diesel. Die Reichweite von Elektrobussen sei noch zu gering. „Damit können wir im Betrieb nichts anfangen“, sagt Dillmann. Die SWU wolle aber die Batterietechnik und Brennstoffzellen als mögliche zukünftige Antriebssysteme im Blick behalten.

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