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Jahresbericht

09.03.2012

Landkreiswehren mussten fast 3000-mal ausrücken

In Anerkennung seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als hoch qualifizierte Führungskraft in verschiedenen Funktionen wurde der aus dem Amt scheidende Kreisbrandmeister Matthäus Schütz aus Illertissen-Au (Mitte) bei der Jahresdienstversammlung der Kommandanten des Landkreises Neu-Ulm zum Ehren-Kreisbrandmeister ernannt. Landrat Erich Josef Geßner (links) und Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt (rechts) überreichten die Ehrenurkunde und gratulierten.
Bild: Wilhelm Schmid

Neue Ära mit Integrierter Leitstelle und neuem Kreisbrandrat. Besondere Ehrung für Matthäus Schütz

Senden/Landkreis Die Feuerwehren im Landkreis Neu-Ulm sind buchstäblich lebenswichtig. „Ohne sie geht es nicht“, sagte Sendens Bürgermeister Kurt Baiker im Rahmen der Frühjahrsdienstversammlung der Kommandanten und ihrer Stellvertreter im Bürgerhaus. Senden allein hat fünf Wehren mit 210 Aktiven und bedient einen der wichtigen Stützpunkte im Kreis.

Wie berichtet wollte der neue Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt mit der Tagung in der Illerstadt ein Zeichen setzen.

Lange Zeit hatte es Ärger zwischen dem Ortskommandanten und dem früheren Kreisbrandrat Alfred Raible gegeben, weswegen Senden spürbar gemieden wurde. Doch beide haben sich inzwischen wieder versöhnt – das Feuer ist sozusagen gelöscht.

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Landrat Erich Josef Geßner betonte, welch Kraftakt es gewesen sei, als die neue Integrierte Leitstelle Donau-Iller in Krumbach ihren Dienst aufnahm. Auch im Landkreis Neu-Ulm musste dafür die Alarmierungsplanung von Grund auf überarbeitet werden. „Dazu waren Hunderttausende von feuerwehrrelevanten Daten in eine Computerdatenbank einzupflegen.“ Damit endete die Ära der Feuerwehreinsatzzentrale Neu-Ulm am 8. November 2011.

Ein weiterer Meilenstein war die Neuwahl des Kreisbrandrates. Dr. Bernhard Schmidt aus Altenstadt folgte auf Alfred Raible (Illertissen), der altershalber nach zehn Jahren Amtszeit ausschied und nun Ehrenkreisbrandrat ist. Landrat Geßner bezeichnete Bernhard Schmidt als „Glücksfall“.

Landkreis investierte 200000 Euro in das Löschwesen

Der Landkreis Neu-Ulm hat im Jahr 2011 für das Feuerwehrwesen knapp 200000 Euro ausgegeben. Der größte Posten war die Beteiligung am Betrieb der Feuerwehreinsatzzentrale der Stadt Neu-Ulm in Höhe von rund 92000 Euro. Aus dem Topf des Freistaates erhielt die Feuerwehr Pfuhl 211000 Euro. Nach Kadeltshofen gingen außerdem knapp 54000 Euro. Für neue Fahrzeuge erhielten die Wehren im Kreis insgesamt 104000 Euro Förderung; Vöhringen extra 6000 Euro für Geräte.

Mehr als die Hälfte technische Hilfe

Was die Einsätze 2011 betrifft, waren mehr als die Hälfte davon technische Hilfe, berichtete Kreisbrandrat Bernhard Schmidt. Zugenommen hätten die Kleinbrände. Auch viele Alarme durch technische Defekte waren zu verzeichnen.

An die 3000 Einsätze hatten die Feuerwehren im Landkreis Neu-Ulm im vergangenen Jahr zu leisten. Zu den Größten gehörte zum Beispiel der Großbrand eines Lebensmittelmarktes in Altenstadt im Juni, der Unfall mit einem ICE-Zug, welcher im September am Nersinger Bahnübergang in ein Auto gerast war, oder der Brand eines Hackschnitzellagers in Finningen. Im Mai war es in Neu-Ulm zu einem Feuer in einen Drogeriemarkt gekommen, in einem Recyclingbetrieb in Weißenhorn wurde bei einem Großfeuer eine Lagerhalle völlig zerstört. Insgesamt retteten die Feuerwehrmänner 89 Menschenleben.

Im Landkreis Neu-Ulm tun derzeit rund 3300 Aktive bei den Feuerwehren Dienst, 281 Frauen sind darunter und fast 500 Jugendliche. Die meisten Aktiven hat die Feuerwehr Illertissen mit 88 Rettern, darunter 16 Jugendliche und vier Frauen. Kreisbrandrat Schmidt sprach in diesem Zusammenhang auch die bayernweite Imagekampagne an, um neue Mitglieder zu gewinnen. Auch regte er an, in Sachen Feuerwehr noch mehr auf interkommunaler Ebene zu kooperieren.

Ehrungen: Kommandant a. D. Peter März-Kohn aus Straß erhielt die Ehrennadel in Gold des Kreisfeuerwehrverbandes.

Eine besondere Auszeichnung wurde Matthäus Schütz aus Illertissen-Au zuteil. Der Kreisbrandmeister a.D. wurde zum Ehren-Kreisbrandmeister ernannt.

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