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Ulm/Dornstadt

12.03.2020

Sondereinsatzkommando sorgt für Aufsehen

Ein Sondereinsatzkommando SEK übt mit zahlreichen Fahrzeugen in der Region – und wird Unfallzeuge.
Bild: Thomas Heckmann

Polizeihubschrauber und gepanzerte SEK-Fahrzeuge lösen Unruhe aus. Der Hintergrund ist allerdings harmlos.

„Keine Gefahr“ war die klare Aussage des Pressesprechers des Göppinger Spezialeinsatzkommandos (SEK), das am Mittwoch mit zahlreichen Fahrzeugen und auch einem Hubschrauber zwischen Ulm und Göppingen übt. Gerade in den sozialen Medien kursierten viele besorgte Fragen, warum ein Polizeihubschrauber über Ulm-Jungingen kreist oder ein Dutzend Fahrzeuge mit maskierten Insassen im Dornstadter Ortsteil Tomerdingen parkt. In der Mittagszeit kam es dann auf der Bundesstraße 10 zu einem Verkehrsunfall, bei dem die Polizisten des SEK zu Augenzeugen und Ersthelfern wurden.

SEK macht Bewegungs- und Orientierungsübungen

Roland Fleischer, der Pressesprecher des zuständigen Polizeipräsidium Einsatz, war deutlich an Beruhigung gelegen, denn ihm ist klar, dass die auffällig unauffälligen Fahrzeuge des SEK sofort Unruhe auslösen. Zahlreiche Fahrzeuge, die teilweise auch gepanzert waren, waren im nördlichen Alb-Donau-Kreis unterwegs, um dort Bewegungs- und Orientierungsübungen durchzuführen. Über Funk wurden die Spezialkräfte zu verschiedenen Orten gelotst. Der Abschluss des Übungstages findet mit einem Einsatz auf dem Gelände des Polizeipräsidium Einsatz in Göppingen statt, sodass die Bevölkerung nicht von Übungseinsätzen in der Öffentlichkeit betroffen ist. Auch wenn sich Fleischer bedeckt hielt, um was es bei dem Übungsszenario geht, so betonte er, dass es sich nicht um Übungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus handelt.

SEK als Unfallzeuge

Indirekt mit dem Übungstag hängt dann ein Verkehrsunfall zusammen, der sich kurz nach zwölf Uhr auf der Bundesstraße 10 ereignete. Eine Kolonne von SEK-Fahrzeugen war mit Blaulicht in Richtung Geislingen unterwegs. Zwischen Urspring und Amstetten begegnete dem blau blinkenden Konvoi ein Kleintransporter mit Anhänger. Der Fahrer bremste ab und fuhr an den rechten Fahrbahnrand heran, um den bevorrechtigten Polizeifahrzeugen Platz zu machen, zwei Pkw-Fahrer dahinter machten es ebenso. Die Fahrerin eines vierten Fahrzeuges bemerkte die vor sich bremsenden Fahrzeuge zu spät und schob alle Fahrzeuge aufeinander. Der mittlere Pkw wurde dabei so unglücklich getroffen, dass er sich um 90 Grad nach links drehte und quer zur Fahrtrichtung zwischen den anderen beiden Autos eingeklemmt.

Zwei Fahrerinnen wurde so schwer verletzt, dass sie mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht wurden. Die SEK-Kräfte hatten die Unfallstelle abgesichert und sich um die Erstversorgung der Verletzten gekümmert. Nachdem die Streifenpolizei und der Unfallaufnahmedienst der Verkehrspolizei die Einsatzstelle von ihren Kollegen übernommen hatten, konnten das SEK seine Übung fortsetzen und in Göppingen abschließen. Angaben zur Schadenhöhe beim Verkehrsunfall konnte die Polizei noch nicht machen.

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