Tischtennispokal

15.01.2017

Borussen im Konfettihagel

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Jubel mit Bierdusche im Konfettihagel: Gleich nach dem Titelgewinn feierten die Tischtennisspieler von Borussia Düsseldorf in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena ihren 25. Pokalerfolg. Es war gleichzeitig der fünfte in Folge.
Bild: Felix Oechsler

Düsseldorfer sichern sich in Neu-Ulm zum insgesamt 25. Mal den deutschen Pokal. Timo Boll zaubert und seine Kollegen stehen ihm kaum nach. Nur einmal heißt es etwas zittern.

Von Willi Bauer

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Zum 25. Mal deutscher Pokalsieger und nun der fünfte Titel in Folge: Borussia Düsseldorf ist bei der Endrunde um den nationalen Tischtennis-Pokal am Sonntag in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Zweitligist TV Hilpoltstein hatte im Halbfinale ebenso wenig eine Chance wie der 1. FC Saarbrücken im Endspiel. Der Pokalsieger von 2012 hatte in seinem Halbfinale den thüringischen Bundeslisten Post SV Mühlhausen ebenfalls klar mit 3:0 ausgeschaltet.

Da half auch der stimmgewaltige Fan-Klub aus Mittelfranken nicht mehr. Mehr als 200 in vier Bussen angereiste Schlachtenbummler unter den insgesamt 3100 Besuchern bejubelten zwar frenetisch jeden Punktgewinn des „TV Hip“, aber letztlich hielt sich deren Zahl in Grenzen. Nur Hilpoltsteins Spitzenmann Alexander Flemming gewann gegen Schwedens Nationalspieler Kristian Karlsson zwei Sätze und ließ die Borussen zittern. „Hier hatte ich sogar anfangs noch ein paar Chancen, aber wenn man die vergibt, wird es eben schwierig“, kommentierte der Unterlegene den Entscheidungssatz. Der Widerstand des krassen Außenseiters war geknackt, der österreichische Nationalspieler Stefan Fegerl und Deutschlands Tischtennis-Ikone Timo Boll konnten sich entspannt für das Finale warm spielen. „Wir waren seit Wochen auf dieses Turnier fokussiert und haben schon das Halbfinale ernst genommen“, so Boll.

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Richtig zaubern konnte der Rekord-Europameister erst im Auftakt-Match des Endspiels gegen seinen früheren Nationalmannschaftskollegen Patrick Baum. Und das musste er auch. „Patti hat sehr variabel gespielt und es mir schwer gemacht“, anerkannte Timo Boll, der aber gegen den zweifachen EM-Zweiten noch nie verloren hat. Der trauerte einer 8:5-Führung im zweiten Satz nach, die Boll noch drehte. Gleiches galt für seinen portugiesischen Team-Kollegen Tiago Apolonia gegen Karlsson, beschränkte sich allerdings zunächst nur auf den ersten Satz. Im vierten begeisterten beide dann mit zahlreichen Weltklasse-Ballwechseln, doch da war der Schwede nicht mehr zu stoppen. Wie Stefan Fegerl gegen Bojan Tokic. Beide spielten top – erfolgreicher war der Österreicher.

Düsseldorf hat verdient gewonnen“, sagte Saarbrückens Trainer Slobodan Grujic, „aber wir sind nicht enttäuscht.“ Der neuerlichen Verletzung Patrick Franziskas wegen habe er „bei der Aufstellung nicht viele Optionen“ besessen. Genügend jedenfalls, um seinen Düsseldorfer Kollegen zu überraschen. Mit dieser Aufstellung habe er nicht gerechnet, räumte Danny Heister ein. Bundestrainer Jörg Roßkopf pflichtete ihm bei und freute sich besonders über den Auftritt Timo Bolls, nicht zuletzt mit Blick auf die bevorstehende WM in Düsseldorf: „Seine Form ist schon gut, aber sicher noch steigerungsfähig.“

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