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Tischtennis

23.10.2020

Die Bundesliga kommt aufs Dorf

Worüber redet Emmanuel Lebesson (rechts) da gerade mit seinem Trainer Dimitrij Mazunov? Über Tischtennis oder übers Essen?
Bild: imago-images/Eibner

Neu-Ulmer Heimspielpremiere in Pfaffenhofen. Vorab wurde die Mannschaft von einem Spieler bekocht

Am Freitag um 19 Uhr das Heimspiel gegen den amtierenden Meister 1. FC Saarbrücken, am Sonntag (Spielbeginn 15 Uhr) die Reise zum letztjährigen Fast-Absteiger TTC Grenzau – Tischtennis-Bundesligist TTC Neu-Ulm steht an diesem Wochenende vor einem spannenden Kontrastprogramm. Und vor schwierigen Aufgaben dazu.

„Saarbrücken will nach den Niederlagen gegen Ochsenhausen und Grünwettersbach einen weiteren Ausrutscher unbedingt vermeiden und wird gegen uns sicher in Bestbesetzung antreten“, vermutet TTC-Trainer Dimitrij Mazunov vor der Heimspielpremiere in der Pfaffenhofener Sporthalle. Von den Ambitionen des Meisters konnten er und seine Spieler sich schon beim Mannschaftsabend am Dienstag eindrucksvoll überzeugen: Zu Raclette und französischen Pfannkuchen, zubereitet von Neuzugang Emmanuel Lebesson, gab es auch schwerer verdauliche Kost: eine Live-Übertragung der FC-Partie gegen Bergneustadt. Binnen zwei Stunden gelang Patrick Franziska und Co. eine erfolgreiche Revanche für das Pokal-Aus in der zweiten Runde.

In der ersten war bekanntlich der TTC Neu-Ulm an Saarbrücken gescheitert. „Aber nur knapp“, verweist Mazunov auf viele denkbar enge Sätze. Ohnehin steht für ihn außer Frage: „Von den ersten zehn Mannschaften kann jede gegen jede gewinnen.“ Selbst Aufsteiger und Schlusslicht Bad Homburg fehlten am Dienstag in Bremen nur ein paar wenige Bälle zu einer faustdicken Überraschung.

Trotzdem glaubt der TTC-Trainer: „Der große Druck liegt bei Saarbrücken. Wir müssen einfach clever spielen und im richtigen Moment unsere Chancen nutzen.“ Seine Hoffnungen stützen sich indes noch auf weitere Faktoren: „Wir können in dieser Woche täglich gemeinsam trainieren und uns schon ab Mittwoch an die Halle gewöhnen.“ Auch die wenigen Zuschauer seien nicht unwichtig: „Wenn die Leute heißlaufen, tut das auch den Spielern gut.“ Managerin Nadine Berti zufolge dürfen nur rund 50 Plätze besetzt werden. „Jammerschade für ein so attraktives Spiel“, bedauert sie: „Es tut mir leid für unsere Spieler wie für unsere Fans.“ Im freien Verkauf wird es damit keine Tickets geben.

Ohne Fans im Rücken soll es dann am Sonntag beim bislang sieglosen Tabellenzehnten Grenzau den dritten Auswärtssieg der Saison geben. „Natürlich sind wir auf dem Papier favorisiert, wir dürfen das Spiel jedoch nicht auf die leichte Schulter nehmen“, warnt Dimitrij Mazunov. Als Konsequenz fordert er von seinen Schützlingen „hundertprozentige Konzentration vom ersten Ball an“. (pth)

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