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Leichtathletik

29.07.2019

Ein Krimi im Diskusring

Antonia Kinzel erlebte im Diskus-Wettbewerb alle Höhen und Tiefen. Die führte am Anfang und sie führte noch kurz vor Schluss. Aber mit dem letzten Wurf der Konkurrenz wurde die Ulmerin auf den Silberrang verwiesen.
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Antonia Kinzel erlebte im Diskus-Wettbewerb alle Höhen und Tiefen. Die führte am Anfang und sie führte noch kurz vor Schluss. Aber mit dem letzten Wurf der Konkurrenz wurde die Ulmerin auf den Silberrang verwiesen.

Die Ulmerin Antonia Kinzel führt zwei Mal und wird mit dem letzten Wurf noch abgefangen. Ähnlich läuft es für sie beim Kugelstoßen. Die zweite Medaillenkandidatin aus der Region muss doch passen

Bestnoten für die Organisation, Bestmarken für die Starterinnen und Starter aus der Region – die deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten im Donaustadion waren ein voller Erfolg. Dass das turbulente Wetter samstags wie sonntags den Zeitplan durcheinanderbrachte und Antonia Kinzel vom SSV Ulm 1846 im Kampf um Diskus-Gold wieder im allerletzten Wurf ausgekontert wurde, sind bestenfalls kleine Schönheitsfehler.

Die 19-jährige Kinzel war die einzige Medaillenkandidatin der Region, nachdem Sprinterin Svenja Pfetsch vom SC Vöhringen ihren Start über 200 Meter doch verletzungsbedingt absagen musste. Kinzel ging gleich mit dem ersten Wurf auf 48,76 Meter in Führung, die sie dann aber an Michelle Santer (Preußen Berlin) abgeben musste. Bei besseren Windbedingungen ging es dann im letzten Durchgang noch einmal rund. Zunächst verlor die Ulmerin ihren zweiten Rang an Selina Dantzler ( München), ehe sie nach einem starken Wurf auf 50,90 Meter und der Führung in Freudenschreie und -tränen ausbrach. Doch es sollte wieder mal nicht sein, denn Santer setzte den allerletzten Wurf der Konkurrenz auf 51,39 Meter und verdrängte Kinzel wieder auf den Silberrang. Ähnlich lief es am Sonntag beim Kugelstoßen. Mit neuem Kreisrekord von 14,95 Meter war Kinzel erst Zweite, dann Dritte, ehe sie im letzten Durchgang noch um fünf Zentimeter auf den vierten Rang verwiesen wurde.

Glücklich mit ihrem vierten Platz war dagegen Speerwerferin Franca Arnold. Die 15-Jährige war zunächst etwas geschockt von den 50-Meter-Würfen von Josefa Schepp (Leverkusen) und Lilly Urban (Frankfurt), die direkt vor ihr ihre persönlichen Rekorde pulverisierten. Doch dann gelang auch ihr mit 47 Meter eine tolle neue Bestleistung. Jule Tiltscher ( Ulm ) erreichte mit neuer Bestleistung von 14,44 Sekunden das Finale über 100 Meter Hürden der U20. Dort schaffte sie es bei schlechteren Windbedingungen mit 14,66 Sekunden auf den kaum für möglich gehaltenen sechsten Platz.

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Die beiden Ulmer Sprintstaffeln verpassten jeweils um einen Rangdas Finale. Das U18-Quartett mit Carolin Bender, Kim Gaupp, Marie Jung und Johanna Haas verbesserte sich enorm auf 48,07 Sekunden, die U20 mit Kathrin Baur, Anne Kotzan, Jule Tiltscher und ebenfalls Johanna Haas auf 48,67. Für die Hürdensprinterinnen Kim Gaupp (U18) und Kathrin Baur (U20) reichte es trotz Bestzeiten nicht zum Weiterkommen.

Den Schlusspunkt setzte die Ulmer 800-Meter-Staffel mit Marlene Gomez Islinger, Miriam Thies und Lena Humburger mit einem neuen Kreisrekord von 6:54,75 Minuten, der sie auf Platz elf unter 17 Staffeln brachte. Einen Rang besser platzierten sich Aimen Haboubi, Fabian Konrad und Korbinian Völkl, die mit 7:34,62 Minuten um eine Zehntel an ihrer alten Bestmarke vorbeirannten.

Der Ulmer Abteilungsleiter Wolfgang Beck konnte ein positives Fazit der Mammutveranstaltung ziehen: „Trotz Hitze, Gewitter und Regenmassen lief alles wie am Schnürchen“. Sogar der vollgelaufenen Kabelschächte wurde man am Sonntagmorgen mit Hilfe der Feuerwehr schnell Herr. Die Anerkennung in Form der Anfrage für die nächste Ausrichtung dieser Meisterschaften folgte umgehend.

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