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Fußball

25.10.2020

Ein Pflichtsieg des SSV Ulm 1846 Fußball - mit einem kleinen Makel

Nicolas Jann (rechts) steuerte gegen die TSG Balingen zwei Tore bei. Burak Coban (vorne) traf ebenfalls und zusammen bescherten sie ihrem Team drei Punkte.
Bild: Horst Hörger

Plus Auch dank zweier Tore von Nicolas Jann besiegen die Ulmer Spatzen die TSG Balingen souverän. Es ist ein erlösender Sieg, doch es folgen zwei richtig schwierige Spiele.

Es geht doch: Hatte der SSV Ulm 1846 Fußball die TSG Balingen im WFV-Pokalfinale der vergangenen Saison 3:0 bezwungen, so lieferte er am Samstag im Regionalligaspiel gegen diesen Kontrahenten vor der corona-bedingten dürftigen Heimkulisse (434 Zuschauer) das gleiche Ergebnis ab. Wird das zum Standardergebnis gegen Balingen? „Wenn wir gegen die TSG jedes Mal 3:0 gewinnen, nehmen wir das sehr gerne mit“, meinte SSV-Außenspieler Nicolas Jann, dem am Samstag zwei der drei Treffer in einer Partie gelangen, in der die Gastgeber klar Oberwasser hatten, teils mit wunderbaren Spielzügen glänzten und zumindest drei Treffer erzielten, obwohl es leicht zwei oder drei mehr hätten sein können, wie auch Trainer Holger Bachthaler seinem Team als einziges leicht ankreidete.

Aber der Sieg gegen Balingen war schließlich Pflicht, wenn die Ulmer sich die Chance bewahren wollen, unter die Top-Drei vorzustoßen – oder gar mehr. Nachdem Tabellenführer TSV Steinbach-Haiger (3:1 in Alzenau) ebenso wie der Zweitplatzierte, SV Elversberg, (4:1 gegen Walldorf) und der FC Homburg als Dritter (6:1 gegen Aalen) ebenfalls ihre Partien sicher gewannen, hat das überlegen herausgespielte 3:0 der Spatzen sie in Hinblick aufs Spitzentrio nicht weitergebracht. Das kann sich am kommenden Wochenende stark ändern, denn dann treten die Ulmer in Steinbach an. Verlieren die SSV-Kicker, muss man sie bei dann zehn Punkten Rückstand auf Steinbach zumindest zunächst ins bedeutungslose Mittelfeld einordnen. Bisher hat Ulm auswärts noch wenig zustande gebracht, sodass ein Erfolg beim Spitzenreiter eine Überraschung wäre. Treten sie freilich wie gegen Offenbach oder Balingen auf, ist manches möglich. Nach dem Spiel in Steinbach folgt der SC Freiburg II, der auch oben mitmischt.

Regionalliga Südwest: SSV Ulm 1846 Fußball besiegt Balingen

Gegen Balingen hatte Bachthaler gegenüber der Partie in Hoffenheim seine Mannschaft auf fünf Positionen verändert. Dies kam der linken Seite zugute. Verteidiger Jonas Kehl spielte oft gescheit hinten raus, Nicolas Jann nutzte auf der Außenbahn die guten Pässe Kehls zu gefährlichen Vorstößen und zwei Treffern (12./45. Minute). Das 2:0 fiel in einer Drangphase der Ulmer mit drei weiteren Topchancen, nachdem es gegen kämpfende Balinger zunächst etwas zäh gelaufen war und TSG-Spieler Kaan Akkaya die eigentlich einzige echte Torchance der Gäste nicht verwertet hatte (32.). Schon da, vor allem aber in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit, spielten die Spatzen druckvoll und selbst noch im Strafraum des Gegners kombinationssicher wie selten. Da ging es über die Flügel, da gab es schnelles Kurzpassspiel, das die gegnerische Abwehr verwirrte und woraus sich dicke Chancen ergaben. Burak Coban nutzte in der 57. Minute auch ein tolles Zuspiel von Tobias Rühle zum 3:0, Felix Higl (60.) und Adrian Beck (61.) ließen weitere beste Möglichkeiten aus. Balingen fing sich wieder, ohne gefährlich zu werden, die Ulmer nahmen etwas den Fuß vom Gas und so blieb es beim völlig ungefährdeten 3:0.

„Wir hätten mehr Tore schießen müssen“, zeigte sich Nicolas Jann bei aller Freude über den Erfolg selbstkritisch. „Wir waren bissiger und sicherer am Ball. Wir kennen die Balinger anders. Heute kam von ihnen nicht viel. Nun müssen wir auch mal auswärts gewinnen.“ Wie sein Kollege von der TSG sah auch Holger Bachthaler den Sieg seiner Elf als „völlig verdient“ an. „Weil wir auswärts hinter den Erwartungen sind, hatten wir Druck. Von Anfang an haben wir vermittelt, dass wir mit Dynamik auftreten und die Spieler, die neu im Team waren, gleich präsent sind. Beim Abschluss müssen wir effizienter werden. Jetzt haben die Spieler zwei Tage frei, dann beginnt die Vorbereitung aufs Steinbach-Spiel.“ Ob Johannes Reichert dann dabei sein wird, ist unklar. Er zog sich am Samstag eine Verletzung an der Schulter zu und musste in der 63. Minute vom Feld.

SSV Ulm 1846 Fußball: Ortag – Stoll, Reichert (63. Schmidts), Geyer, Kehl – Coban, Sapina, Beck, Jann (75. Gashi) – Rühle (63. Kienle), Higl.

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