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Regionalliga Südwest

28.03.2019

Fehlt es dem SSV Ulm 1846 Fußball an Selbstvertrauen?

Freude bei den Spatzen über das 1:0 durch Lennart Stoll (Mitte) gegen Mainz II. Bei ihm: Albano Gashi (links) und Nicolas Jann (rechts).
Bild: Horst Hörger

Ulms Trainer Holger Bachthaler relativiert die Aussagen zweier Spieler, die über mangelndes Selbstvertrauen und Unsicherheit im Team sprachen.

Thomas Rathgeber hat es gesagt, Johannes Reichert hat es gesagt – den Spielern des SSV Ulm 1846 Fußball scheint gerade einiges durch den Kopf zu schwirren. Ihnen fehle das „Selbstvertrauen“ (Rathgeber) und obendrein seien sie „verunsichert“ (Reichert). Der Stürmer Rathgeber begründete das nach dem 1:0-Sieg gegen Mainz II damit, dass seiner Mannschaft derzeit ein torreiches Erfolgserlebnis fehlt und der Verteidiger Reichert haderte nach der 1:2-Niederlage gegen Astoria Walldorf mit dem Umstand, dass die Spatzen es eigentlich besser können, ihre Überlegenheit aber oft nicht konsequent genug ausspielen. Bisher hat es meist trotzdem geklappt, am Ende ein gutes Ergebnis einzufahren. Deshalb findet ihr Trainer Holger Bachthaler auch nicht, dass seine Mannschaft verunsichert ist oder unter mangelndem Selbstvertrauen leidet. Die Aussagen seiner Spieler seien viel mehr Erklärungsversuche gewesen, um einzelne Leistungen zu bewerten, sagte er gestern auf einer Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den kriselnden VfB Stuttgart II am Sonntag (15 Uhr).

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„Was zutrifft ist aber, dass wir uns im letzten Drittel vielleicht zu viele Gedanken machen.“ Das zeigte sich beim Sieg gegen Mainz II in einigen Situationen daran, dass die Zielstrebigkeit in Richtung Tor fehlte. Gleiches meinte auch Thomas Rathgeber nach dem Abpfiff. Dennoch zeigt Ulm sehr gute Ansätze. Gegen Mainz waren Spielzüge dabei, die Bachthaler gefallen haben. Ein „ordentliches bis gutes Spiel“ attestiert er seinem Team. Nur die Konsequenz, die hat wieder gefehlt.

Fehlt es dem SSV Ulm 1846 Fußball an Selbstvertrauen?

SSV Ulm 1846 Fußball trifft auf den VfB Stuttgart II

„Wir haben bisher eine gute Saison gespielt“, sagt der Ulmer Trainer. Zuhause stimmt das, auswärts waren die Ergebnisse allerdings nicht so, wie man das an der Donau gerne hätte. Bachthaler: „Wir waren aufgrund unserer Leistung aber immer in der Situation, gewinnen zu können.“ Deshalb hat er auch keine Angst vor den nächsten drei Partien in der Regionalliga Südwest und im WFV-Pokal. Diese finden nämlich allesamt in der Fremde statt: Zuerst beim VfB II, dann bei der Hoffenheimer Reserve und schließlich im Pokal bei Calcio Leinfelden-Echterdingen. Die Statistik spricht in dem Fall gegen die Spatzen (vier der letzten fünf Auswärtsspiele haben sie verloren), doch was sind schon Statistiken? „Wir gehen in jedes Spiel, weil wir es gewinnen möchten“, sagt Holger Bachthaler, der am Mittwoch 44 Jahre alt geworden war.

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Personell werden sich ein paar Dinge ändern im Vergleich zum Mainz-Spiel. Torwart Christian Ortag wird wegen eines Muskelbündelrisses im Oberschenkel mehrere Wochen ausfallen, Florian Krebs und Luigi Campagna fehlen gelb-gesperrt und Ardian Morina klagte zuletzt über muskuläre Probleme, während Vitalij Lux unter der Woche krank war. Die beiden werden in Stuttgart aber wohl auflaufen können. Für Krebs könnte Michael Schindele spielen, Albano Gashi könnte für Campagna auflaufen und im Tor wird David Hundertmark stehen. Eine weitere Option ist Vinko Sapina, der zuletzt krank fehlte.

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