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Riedensheim

01.05.2020

Am Polder in Riedensheim gibt es noch einige Arbeiten

Das Treibgut am Gitter des Auslassbauwerks wurde inzwischen entfernt.
Bild: Manfred Dittenhofer

Plus Am Auslassbauwerk am Finkenstein müffelte es. Dreck und Schlamm sorgten mitunter für üble Gerüche. Jetzt wurde die Geruchsbelästigung beseitigt.

Viele Menschen waren in den vergangenen sonnigen Tagen an der Donau unterwegs. Spaziergänger und Radlfahrer tummelten sich auch am Polder Riedensheim. Sogar Autos wurden immer wieder auf dem Damm und am Einlassbauwerk gesichtet. Das allerdings ist verboten. Am Auslassbauwerk am Finkenstein rümpften viele die Nase. Dreck und Schlamm und gar einige tote Tiere stauten sich dort und sorgten für üble Gerüche. Inzwischen haben Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes Ingolstadt den Bereich vom Unrat befreit.

Der Polder könnte im Ernstfall eingesetzt werden

Genau an der Stelle sei zum Räumen des Treibgutes ein Schwenkkran geplant, berichtete Michael Waldinger vom Wasserwirtschaftsamt. „Leider blieben, scheinbar konjunkturbedingt, unsere Ausschreibungen in den letzten beiden Jahren dazu ohne jedes Angebot. Aktuell beseitigen unsere Mitarbeiter der Flussmeisterstelle das anfallende Material in regelmäßigen Abständen von Hand und mit dem Boot.“ Trotzdem soll natürlich der Schwenkkran noch eingebaut werden. Der Polder sei technisch flutungsbereit, so Michael Waldinger, und könne im Ernstfall eingesetzt werden.

Da jedoch unter anderem die Fischaufstiegsanlage der Firma Uniper noch fehle, seien nicht alle Umweltauflagen aus der Planfeststellung erfüllt. Ein Normalbetrieb sei somit noch nicht möglich. „Aus diesem Grund kann auch die ökologische Flutung noch nicht durchgeführt werden. Für eine ökologische Flutung benötigen wir ein kleineres Hochwasser mit einem Donauabfluss von mindestens 850 Kubikmeter pro Sekunde.“ Zum Vergleich: Ein jährlich auftretendes Hochwasserereignis, auch HQ 1 genannt, liegt ab 1000 Kubikmeter Durchfluss pro Sekunde vor.

Polder Riedensheim: Das Befahren des Damms ist verboten

Zu den Autos, die manchmal gar auf dem Einlassbauwerk parken, sagte Waldinger: „Das Befahren des Stauhaltungsdamms, unserer Bauwerke und der Deichhinterwege ist nicht erlaubt. Von uns wurden an allen Zufahrtsstellen Verbotsschilder aufgestellt. Das Befahren erfolgt daher illegal.“ Das Wasserwirtschaftsamt habe außerdem für den gesamten Polderbereich zusammen mit dem Kraftwerksbetreiber uniper ein Absperrkonzept mit Schranken erarbeitet.

Da jedoch heuer noch der Neubau der landwirtschaftlichen Wirtschaftswege durch das Amt für ländliche Entwicklung anstehe, seien die Schranken bis zur Fertigstellung der Bauarbeiten zurückgestellt worden.

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