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Ingolstadt

30.08.2020

Barthelmarkt in Oberstimm wurde 2020 nur zu Hause gefeiert

Mit Bauzäunen dicht gemacht wurde nicht nur das Barthelmarkt-Gelände.
Bild: Andreas Dengler

Plus Es war das erste Mal nach dem Zweiten Weltkrieg, dass so ein traditionsreiches Volksfest in Oberstimm abgesagt wurde. Bislang gab es keinerlei Vorfälle rund um das Gelände, wie die Polizei berichtet.

Der betriebene Aufwand war groß. Doch letztlich haben sich die getroffenen Schutzvorkehrungen rund um das Barthelmarktgelände in Oberstimm (Gemeinde Manching) gelohnt – und möglicherweise trug auch das schlechte Wetter seinen Teil dazu bei, dass die zuständige Polizei in Ingolstadt bislang keinen einzigen Zwischenfall gemeldet hat. Auch Johann Froschmeier kamen keinerlei Vorfälle zu Ohren.

Zu hören sei seit Freitag dennoch einiges gewesen. „Es wurden zahlreiche zünftige Barthelmarkt-Parties zu Hause gefeiert“, weiß der zweite Bürgermeister der Gemeinde Manching, der als gebürtiger Oberstimmer ein waschechtes „Barthelmarkt-Kind“ ist. Doch dabei sei alles im Rahmen des Erlaubten geblieben. „Die Leute haben es so gemacht, wie Polizei und Gemeinde es vorgeschlagen haben, sind daheim und dort Gott sei Dank auch vernünftig geblieben“, berichtet ein erleichterter Johann Froschmeier.

Im Vorfeld des Barthelmarkts gab es Hinweise, dass auf dem Gelände gefeiert wird

Im Vorfeld hatte es Hinweise gegeben, dass trotz des abgesagten Barthelmarkts auf dem Gelände gefeiert werden sollte. Daraufhin gingen Polizei und Gemeinde nicht nur mit deutlichen Worten an die Öffentlichkeit, sondern riegelten auch das Gelände und Teile von Oberstimm mit Bauzäunen ab. Kein Zutritt heißt es somit seit Donnerstag, 17 Uhr, und noch bis heute, Montag, 24 Uhr. Zudem überwachen Sicherheitskräfte das Areal in Oberstimm.

Es war das überhaupt erste Mal nach dem Zweiten Weltkrieg, dass das so traditionsreiche Volksfest abgesagt wurde. Ganz bitter, so 2. Bürgermeister Froschmeier, sei das nicht zuletzt für die Schausteller. Fallen auch noch die Weihnachtsmärkte aus, hätten diese rund ein Jahr lang keine Einnahmen. „Und wir wissen ja noch gar nicht, wie lange das noch geht mit der Corona-Pandemie und ob es dann wenigstens 2021 wieder einen Barthelmarkt geben kann.“ Froschmeier hofft auf ein wirkungsvolles Medikament, das schneller auf dem Markt sein sollte wie ein Impfstoff. Und er wünscht sich, dass auch noch der heutige, in virusfreien Jahren jeweils letzte Barthelmarkttag – der im Normalfall schon im Morgengrauen startende, berüchtigte Barthelmarktmontag – ohne Zwischenfälle vergeht.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar "Schausteller sind zu bedauern" von Manfred Rinke

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