Newsticker

Biontech und Pfizer: Großbritannien lässt Corona-Impfstoff zu
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Das sind die Sieger aus Neuburg

Wettbewerb

24.02.2018

Das sind die Sieger aus Neuburg

20 junge Erfinder nehmen an den Regionalentscheiden von „Jugend forscht“ in Augsburg und Ingolstadt teil. Die Preisträger qualifizieren sich für die Landesebene

August Horch hätte sicherlich seine Freude daran gehabt: An zwei Tagen wetteiferten knapp 150 Nachwuchswissenschaftler beim Regionalentscheid von „ Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ im Bildungszentrum von Audi in Ingolstadt. Auch Neuburger Schüler versuchten sich als Nachfolger des berühmten Maschinenbauingenieurs – und zwar mit Erfolg.

In der Kategorie Technik räumte das Trio um Enrico Stemmer, Fynn Stroot und Marius Reinsch vom Neuburger Descartes-Gymnasium ab. Ihre Erfindung, eine Legosortiermaschine, war bereits ein Jahr zuvor ausgezeichnet worden. Mit neuem Teamkollegen haben die beiden Schüler Enrico und Fynn das Modell ein Jahr lang weiterentwickelt. Das hat die Jury überzeugt. So gab es zum zweiten Platz einen Plus-Mint-Sonderpreis für interdisziplinäre Projekte obendrauf.

Einen Sonderpreis für Umwelttechnik der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ergatterten Chiara Kriegl und Anna Ermer von der Staatlichen Fachoberschule in Neuburg. Die jungen Frauen arbeiteten an einer Idee, wie sich hormonbelastetes Abwasser umweltfreundlich reinigen lässt. Während ihrer Forschung stießen sie auf Laccase – ein Enzym, das mitunter in Baumpilzen vorkommt und Östrogen abbauen kann. Ihre Recherche führte sie weiter zu Kaffeesatz. Er verfügt ebenfalls über Laccase und kann Östrogen sogar noch effektiver abbauen.

Gut 85 Kilometer weiter südlich präsentierten etwa 100 Schüler ihre Innovationen aus den Disziplinen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik und Information, Physik und Technik im MAN-Museum in Augsburg. Hier setzte sich die Maria-Ward-Realschule gegen viel Konkurrenz durch: Drei Gruppen erzielten jeweils einen dritten Platz in ihrer Kategorie.

Pia Wehrmann etwa durfte im Bereich Arbeitswelt aufs Treppchen. Zu diesem Erfolg verholfen hat der Fünftklässlerin ihre Leidenschaft zu Teigwaren. So ging Pia der Frage nach, welche Nudelsorte die beste Soßenhaftung hat. Ihre Erkenntnis: Schmetterlingsnudeln oder Farfalle.

Ebenfalls den dritten Platz machten Tamina Quaiser und Anika Koller in der Kategorie Physik. Die beiden Schülerinnen widmeten sich der Isolation von Transportkisten. Fünf Mal wiederholten die Mädchen ihren Versuchsaufbau. Mit Styroporchips braucht man im Sommer übrigens keine Angst mehr um schnell schmelzendes Eis haben.

Das Team um Cassandra Huß und Lisa Böhm holte sich den „Dritten“ im Bereich der Technik. Im Fokus ihrer Forschung stand der Gedanke um eine Treppe, die Strom erzeugen soll, der dann für die Energieversorgung des restlichen Gebäudes gespeichert werden kann. Die Jury belohnte diese Arbeit zudem mit einem Sonderpreis für erneuerbare Energien.

Der Contest „Jugend forscht“ findet seit 1966 jährlich für Jugendliche statt, die einzeln oder als Gruppe von bis zu drei Personen antreten können. Vielen Nachwuchswissenschaftlern dient er als Sprungbrett in eine aussichtsreiche Karriere. Die Idee dafür gab der damalige Stern-Chefredakteur Henri Nannen. Heute gliedert sich der Wettbewerb in die Stufen Regional-, Landes- und Bundeswettbewerb. Zum Regionalwettbewerb wird jede eingereichte Arbeit zugelassen, die nicht gegen die Regeln verstößt.

Die von einer Jury gekürten Gewinner in Augsburg und Ingolstadt qualifizieren sich für den Landeswettbewerb im März in München. Der Bundeswettbewerb findet vom 24. bis 27. Mai in Darmstadt statt. Insgesamt haben sich in diesem Jahr rund 12000 Teilnehmer deutschlandweit für den Nachwuchswettbewerb angemeldet. Die Neuburger Schulen schickten 20 Kinder und Jugendliche ins Rennen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren