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17.10.2009

Engelen-Kefer: Nur keine Resignation

Ingolstadt (nr) - Im SPD-Haus in Ingolstadt traf sich der Bundeswahl-kreisvorstand der SPD zum ersten Mal nach der Bundestagswahl, um Wahlnachlese zu halten und die nächsten Termine abzustimmen. Dabei entwickelte sich eine lebhafte und sachliche Diskussion über die starken Verluste der SPD in allen Regionen und Bundesländern, auch im Wahlkreis Ingolstadt.

Dr. Ursula Engelen-Kefer als Bundestagskandidatin wünschte sich keine Resignation, sondern verstärktes Engagement. Dies habe sie während des Wahlkampfes an verschiedenen Stellen vermisst.

Engelen-Kefer zeigte sich auch überzeugt, dass es nicht am Wahlprogramm gelegen habe, vielmehr seien dessen Inhalte weitgehend unbekannt geblieben. Probleme gab es wegen der mangelnden Mobilisierung, denn 2,8 Millionen SPD-Wähler von 2005 seien zu Hause geblieben, hätten sie gewählt, wäre "Schwarz-Gelb" nicht möglich gewesen, so Engelen-Kefer. Das größte Problem für eine Mobilisierung der Wähler sah sie allerdings in der fehlenden Macht-Option für die SPD, nachdem die FDP kategorisch eine entsprechende Koalition abgelehnt habe.

Bundeswahlkreisvorsitzender Michael Kettner stimmte Engelen-Kefer zu. Die fehlende Macht-Option zeige sich auch daran, dass ungefähr je eine Million ehemalige SPD-Wähler jeweils zur CDU und FDP und auf der anderen Seite zur "Linke" gewechselt hätten. Daraus ergebe sich auch eine schwierige künftige Positionsbestimmung, so Kettner. Er dankte Ursula Engelen-Kefer für ihren täglichen unermüdlichen Einsatz. Sie habe ja den Europawahlkampf bereits voller Engagement mitgetragen.

Engelen-Kefer: Nur keine Resignation

Kassier Robert Ismaier ( Ingolstadt) konnte letztlich einen ausgeglichenen Finanzplan vermelden, sodass in der Wahlkampfkasse wie geplant noch etwas Geld übrig sei. Im Frühjahr wird ein größeres Strategie-Seminar einberufen, um die nächsten wahlfreien Jahre zu nutzen.

Die Kandidatensuche für 2013 beginnt jetzt

In diesem Zusammenhang nannten die Vorstandsmitglieder ausdrücklich die Kandidatensuche für die nächsten Wahlen und die Absicherung eines Bundestagsmandats 2013. Kettner und Engelen-Kefer waren sich einig: Es sei nicht zu begreifen, warum Bewerber der SPD in Oberbayern mit den niedrigsten Stimmenzahlen - schon 2005 und jetzt wieder - die guten, abgesicherten Listenplätze bekommen und der Bundestagsabgeordnete Axel Berg (München) mit dem besten Erststimmenergebnis deshalb nicht mehr im Bundestag vertreten sei.

Am Samstag, 24. Oktober, lädt der SPD-Bundeswahlkreisvorstand alle Ortsvereine und Arbeitsgemeinschaften mit ihren Wahlhelfern als kleines "Dankeschön" zu Kaffee und Kuchen ins Sportheim Gaimersheim. Beginn ist um 14.30 Uhr. Auch Dr. Ursula Engelen-Kefer wird anwesend sein.

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