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Freisprechung

21.04.2015

Handwerk hat platinierten Boden

Innungsobermeister Peter Appel übergab die Gesellenbriefe.
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Innungsobermeister Peter Appel übergab die Gesellenbriefe.

70 Nachwuchskräfte in Energie- und Gebäudetechnik. Viele kommen aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Ein Mann aus Oberhausen wurde besonders geehrt

Freudestrahlende junge Menschen wohin man schaute, dazu viele stolze Eltern, Meister und Lehrer: bei der Freisprechungsfeier der Elektroninnung erhielten rund 70 Junghandwerker der Fachrichtung Energie-und Gebäudetechnik ihre Gesellenbriefe.

21 Prüflinge kamen aus Ingolstadt, 30 aus dem Landkreis Eichstätt, 13 aus Pfaffenhofen und 17 weitere aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Rund 80 Prozent der Kandidaten bestanden schließlich die Prüfung, die sich in einen theoretischen und praktischen Teil aufteilt. Ingolstadts Bürgermeister Sepp Mißlbeck, der die Festansprache hielt und zur bestandenen Prüfung gratulierte, erklärte, dass die jungen Handwerker im Laufe ihrer Ausbildung nicht nur fachliche Kompetenz erworben, sondern sich auch als Persönlichkeiten weiterentwickelt hätten. Mit ihrem Berufsabschluss seien sie „ endgültig aus den Kinderschuhen herausgewachsen“ und könnten nun „auf eigenen Beinen stehen“, zumal sie nun finanziell unabhängiger von ihren Eltern seien, die sie während der Ausbildung unterstützt hätten. „Handwerk hat goldenen Boden“, sagte Mißlbeck und wies auf die zahlreichen Berufschancen hin.

Die Ausbildungssituation in der Region sei hervorragend, da jeder Schulabsolvent einen Ausbildungsplatz erhalten könne, auch wenn es nicht immer der Wunschberuf sei, erklärte der Ingolstädter Bürgermeister weiter.

Ein besonderer Gast an diesem Abend ging sogar noch einen Schritt weiter. Handwerk habe nicht nur goldenen, sondern „platinierten“ Boden, erklärte Michael Schilhaneck aus Oberhausen. Der gelernte Rundfunkmechaniker wurde mit dem goldenen Meisterbrief ausgezeichnet, den man Handwerkern aushändigt, die 50 Jahre einen Betrieb selbstständig führen. Schilhaneck, der sich mit 18 Jahren mit einem Elektrogeschäft selbstständig machte, hat neben dem Meisterbrief auch noch seine Abschlüsse als Diplomingenieur und Diplompädagoge in der Tasche. „Es führen viele Wege zum Erfolg und einer davon ist das Handwerk. Ihr habt richtig gewählt“, sagte er zu den frisch gebackenen Gesellen.

Auch Innungsobermeister Peter Appel gratulierte den Junggesellen und wies auf die Wichtigkeit ihrer Tätigkeit hin, denn ohne elektrische Energie würde in der heutigen Zeit so gut wie gar nichts funktionieren. Zwar locke die Industrie mit hohen Gehältern, allerdings gebe es auch Einschränkungen wie Nachtschichten und auch Sonn- und Feiertagsarbeit seien dort die Regel. „Da bleiben wir gerne ein wenig altmodisch im Handwerk. Denn der Feierabend und das Wochenende gehören uns und unseren Familien“, sagte Appel.

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