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Neuburg-Schrobenhausen

23.02.2018

Polizei ermittelt Tatverdächtigen

Im Fall eines Mannes, der in Ingolstadt Schüler bedroht haben soll, hat die Kriminalpolizei einen Verdächtigen ermittelt.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Ende Januar soll ein Mann am Schulzentrum Südwest in Ingolstadt Kinder und Passanten bedroht haben. Unter Verdacht steht ein 41-Jähriger aus Neuburg-Schrobenhausen.

Er soll aus einem dunklen Audi heraus Kinder mit einer Waffe bedroht und unweit des Schulzentrums Südwest in Ingolstadt wahllos Passanten angeschrien haben. Auch wenn sich nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht alle Vorwürfe erhärtet haben, hat die Polizeiinspektion Ingolstadt in dem Fall, der Ende Januar in der Bevölkerung für erhebliche Verunsicherung gesorgt hat, einen Tatverdächtigen ermittelt.

„Es sind viele Hinweise aus der gesamten Bevölkerung, nicht nur aus dem Umfeld der Schule, eingegangen“, sagt Werner Semmler, Erster Polizeihauptkommissar und Leiter der Ermittlungsgruppe der PI Ingolstadt. Nachdem die Beamten diese ausgewertet hatten, verdichtete sich ein Bild, das auf einen möglichen Fahrer und das beschriebene Auto hindeutete. Schließlich erhärtete sich der Verdacht gegen einen 41-jährigen Mann aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.

Hat er Schüler mit einer Schusswaffe bedroht?

Wie die Polizei damals mitteilte, hatte am Freitagmorgen des 26. Januar, am Schulzentrum Süd-West ein unbekannter Mann aus einem dunklen Auto ohne Kennzeichen heraus Schüler bedroht. Der Vorfall ereignete sich gegen 9.40 Uhr. Hierbei soll der etwa 40-Jährige eine Schusswaffe dabei gehabt haben, berichtete die Polizei weiter. Etwa zur gleichen Zeit ist von Passanten ein dunkler Audi „Am Pulverl“ beobachtet worden. Das ist in der Nähe der Schule. Auch der Fahrer dieses Wagens soll ohne erkennbaren Grund aus dem Auto heraus Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer angeschrien haben. Ob es sich um den gleichen Mann handelte, stand laut Polizei damals noch nicht fest. Bei einer sofort eingeleiteten Fahndung mit mehreren Streifen konnte kein verdächtiges Fahrzeug und auch keine verdächtigen Personen in der Nähe des Schulzentrums festgestellt werden.

Wie sich den weiteren Angaben der Polizei zufolge herausstellte, hatte sich bereits einen Tag zuvor, am Donnerstagmorgen, ein ähnlicher Vorfall am Schulzentrum Süd-West abgespielt. Hierbei touchierte der Fahrer eines Wagens einen Begrenzungsstein und beschädigte dadurch vermutlich die rechte vordere Felge des Wagens. Bei diesem Fahrzeug soll es sich ebenfalls um einen dunklen Audi gehandelt haben.

Die Beamten trafen den Verdächtigen zu Hause an

Der Fahrer wurde als etwa 30 bis 40 Jahre alt beschrieben. Nach Auskunft von Zeugen soll er kurze dunkle Haare und einen dichten, kurzen Vollbart gehabt haben. Weiterhin soll er akzentfreies Deutsch gesprochen haben. Auch bei diesem Vorfall am Donnerstag wollten Zeugen im Fahrzeug eine Schusswaffe gesehen haben. Daraufhin hatte die Schulleitung die Polizei verständigt.

Inzwischen konnten die Beamten den tatverdächtigen 41-Jährigen bei sich zu Hause aufspüren und mit dem Sachverhalt konfrontieren. Außerdem durchsuchten die Polizisten seine Wohnräume nach Beweismitteln. Hinweise, dass der Tatverdächtige tatsächlich im Besitz einer Schusswaffe war, wie die Zeugenaussagen nahelegten, ergaben sich jedoch nicht. Eine konkrete Gefährdung gehe von dem 41-Jährigen nach derzeitigem Sachstand der Ermittlungen ebenfalls nicht aus, teilt Hauptkommissar Semmler mit.

Die Ermittlungen gegen den 41-Jährigen dauern an, solange befindet er sich auf freiem Fuß. Sein Motiv ist bislang unbekannt. „Je nachdem, was ihm am Ende vorgeworfen wird, werde er sich wahrscheinlich wegen Bedrohung und Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten vor Gericht verantworten müssen“, sagt Semmler. (mac)

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