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Ingolstadt

04.12.2017

Verliert die Region an Einfluss?

Ein Bild aus vergangenen Tagen. Christine Haderthauer mit Ministerpräsident Horst Seehofer beim Wohltätigkeitsball der CSU Neuburg. Sie tritt bei den nächsten Landtagswahlen nicht mehr an und er ist dann vielleicht schon in Berlin.
Bild: Xaver Habermeier

Nicht nur Horst Seehofer hört als Ministerpräsident auf, auch Christine Haderthauer ist nur noch bis 2018 Abgeordnete.

Die Wahlen finden erst im Herbst 2018 statt, doch eins steht jetzt schon fest: Nach den kommenden Landtagswahlen werden einige Neulinge die Region in München vertreten. Denn nicht nur Ministerpräsident Horst Seehofer hört als Ministerpräsident auf und wird wohl sehr wahrscheinlich nach Berlin wechseln, auch die Ingolstädter CSU-Abgeordnete Christine Haderthauer wird nicht mehr kandidieren. Das hatte sie bereits Ende September in einem Brief angekündigt (NR berichtete). Damit verlassen zwei politische Schwergewichte aus der Region die landespolitische Bühne. Haderthauer war seit 2003 Landtagsabgeordnete und in dieser Zeit unter anderem CSU-Generalsekretärin sowie Sozialministerin und Chefin der Staatskanzlei. Bis 2013 hat sie als Abgeordnete auch den Stimmkreis Neuburg-Schrobenhausen vertreten, ihr Nachfolger in dieser Funktion wurde – Horst Seehofer. Droht nun der Region ein Machtverlust in München, wird es schwerer, Projekte durchzuboxen, wenn bekannte Gesichter fehlen? „Der Einfluss wird nicht weniger“, davon ist Hans Süßbauer, Vorsitzender der Ingolstädter CSU, überzeugt. Zum einen, sagt Süßbauer, habe die gesamte Region mit Reinhard Brandl „einen hervorragenden Bundestagsabgeordneten“. Zum anderen seien die Ingolstädter Lokalpolitiker – allen voran Christian Lösel – in München sehr gut vernetzt. Ilse Aigner, Joachim Herrmann, sie alle seien oft in Ingolstadt vor Ort, kennen die Gegebenheiten und Anliegen, ist Süßbauer überzeugt.

Kaum hatte Haderthauer, die in den Strudel um die Modellbaugeschäfte ihres Mannes Hubert geraten war, ihren Abschied bekannt gegeben, fing auch schon die Personaldiskussion um einen möglichen Nachfolger an.

Ihr Name war gerade erst genannt worden, da erteilte Patricia Klein, Ingolstädter CSU-Fraktionsvorsitzende, den Spekulationen bereits eine Absage. Sie sei gerade mit dem zweiten Kind schwanger und stehe für eine Kandidatur deshalb nicht zur Verfügung. Im Wesentlich sind also noch zwei CSU-Männer im Gespräch für eine Nachfolge Haderthauers. Da ist zum einen OB-Referent Christian Siebendritt, zum anderen der Ingolstädter Kripo-Chef Alfred Grob. Wer schließlich im kommenden Jahr ins Rennen geht, darüber wird im Februar oder März entschieden werden, so Süßbauer. (rilu)

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