Widerstand

07.04.2015

Zusammenhalten!

Der Widerstand gegen die Stromtrassen ist nach wie vor groß.
Bild: Xaver Habermeier

Die Stromtrassen-Gegner der Region sprechen die weiteren Schritte ab

Vor kurzem trafen sich Vertreter der Bürgerinitiativen Oberhausen, Rennertshofen und Adelschlag mit Ludwig Bayer, dem Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes für den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, um die gegenseitigen Standpunkte in Sachen Gleichstromtrasse auszutauschen.

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Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Bedarfsplanung von einer unabhängigen Stelle erstellt und offengelegt werden muss. Zusätzlich ist der fortschreitende Ausbau der erneuerbaren Energien in die Berechnungen aufzunehmen. Ludwig Bayer berichtete, dass der Bauernverband sowohl bei der Trasse Süd-Ost, als auch beim Südlink tätig sei. Ein weiterer Punkt sei für ihn, dass keine Ausgleichsflächen für die Projekte notwendig werden, da damit weitere landwirtschaftliche Fläche verloren geht.

Die geforderten Ausgleichsflächen für die geplanten Trassen in Bayern seien mit etwa 40000 Hektar in etwa so groß wie die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen. Sollte es zur Umsetzung der Gleichstromtrassen kommen, wolle sich der Bauernverband für eine angemessene Entschädigung der betroffenen Bauern einsetzen.

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Die Berufsvertretung sei derzeit nicht für eine Erdverkabelung, da die Auswirkungen durch die Bodenerwärmung auf die Bodenlebewesen und die Wasserführung nicht genügend bekannt sind. Zu dieser Problematik gibt es noch weitere Faktoren.

Es fanden in Ingolstadt bereits Gespräche mit den Bundestagsabgeordneten zu den Gleichstromtrassen statt. Die Vertreter der Bürgerinitiativen wiesen darauf hin, dass mit den Trassen die Bemühungen der Energiewende in Gefahr sind. Ebenso bestätigen Wissenschaftler wie Professor Christian von Hirschhausen, dass die Trasse nicht notwendig sei und auch die Klimaziele mit den Braunkohlekraftwerken in Gefahr seien. Für die Landwirte gehen Wirtschaftsflächen verloren.

Außerdem falle die Möglichkeit für ein „zweites Standbein“ der Bauern, wie Biogas oder Fotovoltaikanlagen weg, wurde argumentiert.

Abschließend wurde vereinbart, dass Ludwig Bayer die gemeinsam besprochenen Standpunkte bei den übergeordneten Treffen des Bayerischen Bauernverbandes ansprechen wird.

Wichtig sei auch eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit hieß es weiter. Damit bekannt werde, dass jeder Bürger – egal ob Landwirt oder nicht – die Möglichkeit hat, eine Stellungnahme zum Netzentwicklungsplan abzugeben. Dieser Plan schätzt die Trassen bekanntlich also dringend erforderlich ein. (nr)

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