NR-Doppelpass

13.05.2018

Kurzer Prozess

Sein Treffer zum 2:0 hatte im Gemeindederby gegen den SV Straß (links Christoph Räth) zweifelsohne vorentscheidenden Charakter: Burgheims Michael Habermeyer (rechts).
Bild: Dirk Sing

Innerhalb von 60 Sekunden sorgt der TSV Burgheim im Gemeindederby gegen den SV Straß für klare Verhältnisse. Mit dem 4:0-Sieg bleibt der Spitzenreiter weiter klar auf Aufstiegskurs

Was haben sich der TSV Burgheim und SV Straß in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten für packende und mitreißende Gemeindederbys geliefert. Es gab nicht selten Duelle, über die selbst einige Wochen später unter den Akteuren, Verantwortlichen und Zuschauern noch eifrig diskutiert und geschwelgt wurde.

In diese Kategorie dürfte das gestrige Aufeinandertreffen allerdings nicht wirklich fallen. Zu ungleich verteilt waren letztlich die Kräfteverhältnisse auf dem Rasen, um von einer echten „Schlacht“ oder einem hitzigen Derby zu sprechen. Freilich, das Bemühen konnte man den SVS-Kicker während der 90 Minuten zu keinem Zeitpunkt absprechen. Realistisch betrachtet ging es für die Schützlinge von Trainer Thomas Theiler, die sich nach wie vor im Abstiegskampf befinden, vor allem darum, das Ergebnis einigermaßen in Grenzen zu halten – auch wenn sie vor einigen Wochen mit dem 2:1-Erfolg gegen den Tabellenzweiten SV Echsheim für eine echte Sensation gesorgt hatten.

20 Minuten lang hielt der Straßer Abwehrriegel gegen die Offensiv-Wucht des Spitzenreiters. Doch innerhalb von 60 Sekunden waren die vagen Hoffnungen auf einen erneuten Husarenstreich gegen ein Top-Team verflogen. „Wir haben die Burgheimer in dieser Phase regelrecht zum Toreschießen eingeladen“, meinte SVS-Abteilungsleiter Bruno Tregnaghi nach der Partie. Beim 1:0 von Johannes Löffler sah Elmedin Zuberi schlecht aus, der einen von Keeper Patrick Behr parierten Ball vertändelte (21.), ehe beim zweiten TSV-Treffer Michael Habermeyer am linken Strafraumeck in aller Ruhe Maß nehmen und das Spielgerät im „langen Eck“ versenken konnte (22.). Doch auch im Anschluss hatte die „Straßer Geschenk-Boutique“ immer noch geöffnet. Als dankbarer Abnehmer erwies sich schließlich Torjäger Philipp Stadler, der eine weitere Unstimmigkeit in der SVS-Hintermannschaft schlitzohrig zum 3:0 in der 34. Minute nutzte. Glück für die Gäste, dass nur wenig später Lukas Biber bei einem „Vier-gegen-Zwei-Konter“ offenbar Mitleid zeigte und diese dicke Chance ungenutzt verstreichen ließ (42.).

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„Unsere Viererkette hat hinten überhaupt nichts zugelassen – und vorne haben wir unsere Möglichkeiten hervorragend ausgenutzt“, lobte Burgheims Trainer Harry Grimm, dem freilich auch wusste, „dass dieses Match nach dem ersten Durchgang quasi entschieden war“. Beide Teams nahmen nach Wiederbeginn vor den rund 200 Zuschauern entsprechend etwas Tempo aus der Partie, wobei die Hausherren das Geschehen weiter leicht und locker dominierten. Nachdem Mathias Heckel (50./Latte), Stadler (60.) und Biber (66.) weitere Möglichkeiten vergaben, setzte schließlich der kurz zuvor eingewechselte Andreas Sausel (71.) mit einem schönen Heber den 4:0-Schlusspunkt.

Burgheim: Karmann, Habermeyer, Frey, Bauer, Huber, Stadler, Biber, Jester, Heckel, Löffler, Knöferle (Th, Pototzky, M. Pototzky, Hauber, Sausel)

Straß: Behr, Pils, Friedl, König, Straubmeier, Nagl, Zuberi, Bekjiri, A. Hutter, Den. Sabanagic, Räth (Beltz, Chis, Straub, Forster)

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