NR-Doppelpass

03.11.2019

Spektakel im Spitzenspiel

Freude beim FC Rennertshofen, Ärger beim SV Klingsmoos: Das temporeiche und emotionale Spitzenspiel der Kreisklasse Neuburg endete 5:4.
Bild: Benjamin Sigmund

In einer temporeichen und emotional geführten Partie besiegt der FC Rennertshofen den SV Klingsmoos nach einem Halbzeitrückstand mit 5:4. Die Offensivreihen zeigen, warum sie die stärksten der Liga sind.

Während sein Kollege Josef Fischer schnurstraks und wortlos in die Kabine verschwand, war Tommy Mutzbauer die Freude über das gerade Erlebte ins Gesicht geschrieben. Nicht nur der Trainer des FC Rennertshofen hatte „ein brutales Spiel für die Zuschauer“ gesehen, dass seine Mannschaft nach emotionalen und temporeichen 90 Minuten verdient mit 5:4 für sich entschied.

Von Anfang an wurde deutlich, dass sich in diesem Spitzenspiel die offensivstärksten Teams der Kreisklasse Neuburg gegenüberstanden. Beide suchten den Weg nach vorne, versuchten ihre Topangreifer Philipp Stadler (FCR) und Alexander Müller (SVK) einzusetzen. Den Torreigen eröffnete Müller in der 18. Minute, als er nach beherztem Spurt über den halben Platz die Ruhe behielt und mit seinem 18. Saisontor traf. Doch auch Stadler, der vor der Partie elf Treffer erzielt hatte, weiß, wo das Tor steht. Einen von ihm scharf in die Mitte getretenen Freistoß fälschte Patrick Kramer zum 1:1-Ausgleich in die Maschen ab (20.).

Danach beklagte sich Rennertshofen, dass ein Tor von Fabian Rothmann zurückgepfiffen wurde (22.) und die Pfeife von Schiedsrichter Moritz Hägele bei zwei Szenen im Strafraum stumm blieb. Am Offensivdrang der Teams sollte dies indes nichts ändern. Stadler (26.) und Bernhard Wittmann (38.) vergaben bis zur Pause gute Chancen für den Gastgeber, Müller (30.) und Patrick Krammer (39.) für den SVK. Somit ging es mit einem 2:1 für Klingsmoos in die Kabine, da einzig André Fleury nach einem Zuspiel von Müller den Ball ins Netz gewuchtet hatte (33.).

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Der Wahnsinn geht in der zweiten Hälfte weiter

War in den ersten 45 Minuten schon einiges geboten, werden die Spieler und Zuschauer den „Wahnsinn“ der zweiten Halbzeit wohl so schnell nicht vergessen. Zunächst drehte der FCR binnen zwei Minuten den Rückstand in eine 3:2-Führung. Benjamin Kohler traf zum 2:2 (49.), eine noch abgefälschte Flanke von Khalid Abunemah bedeutete das 3:2 (51.). Und Klingsmoos? Antwortete prompt! Müller flankte gefühlvoll auf Semir Elezi, der freistehend zum 3:3-Ausgleich einköpfte (56.).

Mit einem Unentschieden wollte sich aber niemand zufriedengeben. Stadler wurde auf die Reise geschickt, umkurvte SVK-Torhüter Stefan Kreitmeier und schob zum 4:3 ein (62.). Während die Klingsmooser in dieser Szene lautstark Abseits reklamierten, echauffierten sich die Rennertshofener nach dem 4:4 über ein vermeintlich irreguläres Tor. Doch es zählte ebenfalls. Müller hatte mit seiner dritten Torvorlage der Partie den eingewechselten Mathias Weber bedient, der eiskalt einschob (75.). Im nächsten Angriff hätte Weber das 4:5 nachlegen können, als er nach einem Müller-Pass das Gehäuse hauchdünn verfehlte (76.).

Daniel Litzl entscheidet die Partie

Was auf der einen Seite nicht klappte, gelang auf der anderen. Daniel Litzl war nach einem Freistoß von Roland Heckel zur Stelle und schob aus kurzer Distanz zum umjubelten 5:4 ein (82.). Der abermalige Ausgleich für den SV Klingsmoos war durchaus möglich, doch einige Freistoßsituationen in Strafraumnähe führten nicht zum Erfolg. Somit brachte der FC Rennertshofen den knappen Vorsprung ins Ziel und feierte den Erfolg mit lauten „Spitzenreiter“-Gesängen.

„Man hat gesehen, dass die besten Offensivreihen der Liga aufeinandergetroffen sind“, fasste Mutzbauer zusammen und fügte ehrlich hinzu: „Auf beiden Seiten wurden auch viele Fehler begangen. Wir sind der etwas glückliche Sieger, weil wir am Ende einen weniger gemacht haben.“

FC Rennertshofen Fieger – Wenninger, Abunemah, Pahl, Litzl, Kruber, Heckel, Kohler, Stadler, Wittmann, Rothmann (Zinner, Sauer)

SV Klingsmoos Kreitmeier – Heilgemeir, Narr, M. Daferner, Bork, Müller, Krammer, Fischer, Elezi, S. Daferner, Fleury (Kramer, Weber, Lenz)

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