Fußball-Vorschau

26.04.2013

„Showdown“ in der B-Klasse

Hausen/Schopflohes Trainer Manfred Gruber, hier am Ball gegen Hohenaltheims Kapitän Lukas Büchler, hat am Sonntag mit seinem Team das Topspiel der B-Klasse Nord gegen Spitzenreiter Grosselfingen zu bestreiten.
Bild: Dieter Mack

Die Top-Teams Hausen/Schopflohe und Grosselfingen wollen ihre Aufstiegschancen wahren

Am vergangenen Spieltag ging in den unteren Rieser Fußballklassen das Stühlerücken in der Tabelle munter weiter. So kämpfen in der Kreisliga Nord jetzt vier Teams um Meisterschaft und Aufstieg, wobei am kommenden Sonntag zwei punktgleiche Nordries-Vertreter aufeinander treffen.

FC Maihingen – FSV Marktoffingen. – Die Fieberkurve der beiden Kontrahenten ging diese Saison von Rang zehn meist nach oben. Die des FCM führte bis auf Rang zwei und nach der überraschenden Niederlage in Niederhofen wieder auf vier zurück, die des FSV momentan auf Platz drei. Zudem trifft im Nordries-Schlager die zweitbeste Heimmannschaft der Kreisliga auf das zweitbeste Auswärtsteam. Die Gäste haben den erfolgreichsten Sturm, die Heimelf eine der besten Abwehrformationen. Maihingen gewann seine beiden letzten Partien, Marktoffingen gar seine letzten fünf. Das zerfahrene Hinspiel gewann Maihingen damals nur knapp mit 2:1.

Gäste gehen entspannt ins Nordries-Derby

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„In der harten Begegnung nutzten wir die Möglichkeit zu einem Remis nicht“, erinnert sich Marktoffingens sportlicher Leiter Georg Grimm. „Dass Maihingen in dieser Saison vorne mitspielt, war mir klar, unser Ziel ist, unter die ersten Sieben zu kommen“, so Grimm. Daher könne man entspannt ins Maihinger Spiel gehen, obwohl man den meist konstant gut spielenden Gegner als Favorit sieht. Dabei sei der Einsatz der Verletzten Moritz Faußner, Klaus Altenburger und Daniel Mainka noch fraglich.

Zudem stehen in der Kreisliga zwei weitere Riesderbys an, wobei zum einen der Fünfte TSV Oettingen (33 Punkte) und der Siebte SC Nähermemmingen/Baldingen (29) aufeinander treffen. Im Spiel des Elften TSV Hainsfarth (23) gegen den Sechsten TSV Möttingen (30) braucht die Heimelf die Punkte dringender. Dazu gibt es zwei Treffen von Rieser Mannschaften gegen Teams aus dem Süden: Dabei trifft der zuletzt erfolgreiche Neunte SpVgg Deiningen (27) auf den Zweiten SpVgg Altisheim/Leitheim (39) und der Zehnte SV Niederhofen/Ehingen (24) in einem weiteren Duell gegen den Abstieg auf den TSV Bissingen (18). Die beiden restlichen Rieser Kreisligateams müssen zu abstiegsgefährdeten Vereinen nach Süden: Tabellenführer Holzkirchen (43) zum Drittletzten SC Untere Zusam (19) und der Achte Harburg (29) zum Letzten VfB Oberndorf (11).

Heute Abend gibt es in der Kreisklasse Nord I wieder ein Nachholspiel zwischen dem Tabellenletzten Ederheim (15 Punkte) und dem Sechsten SV Schwörsheim/Munningen (27). Zudem muss die Spielvereinigung auch am Sonntag im Derby gegen den Siebten TSV Nördlingen II (25) ran. Ansonsten rückten in dieser abwechslungsreichen Saison auch in der Kreisklasse zuletzt Pfäfflingen/Dürrenzimmern und Alerheim nach zwischenzeitlichen Schwächeperioden wieder um einige Plätze in der Tabelle vor. Der Zweite FCPD (34 Punkte) hat am Sonntag nun das schwere Duell beim früheren Mitkreisligisten SV Schwörsheim/Munningen, der zuletzt sogar in Amerdingen gewann, und der Fünfte SGA das Verfolgerduell gerade gegen eben jene Amerdinger.

SG Alerheim (28 Punkte) – SV Amerdingen (33). – „Die Rückrunde läuft für uns bisher gut, von sechs Spielen gewannen wir fünf“, so Alerheims Abteilungsleiter Martin Schörger. Dies hänge damit zusammen, dass man das System von Trainer Rebele verinnerlichen konnte und seit der Winterpause wieder drei wichtige Spieler zur Verfügung stehen. „In Löpsingen haben wir stark angefangen und 2:0 geführt, zudem uns nach zwei Platzverweisen für den Gegner leicht getan. Aber derzeit schaffen wir es selten, ein Spiel über die ganze Zeit zu bestimmen“, so Schörger. Das Hinspiel verlief für die Alerheimer unglücklich, denn nach einer schnellen Führung habe man kurz vor Schluss noch verloren. Jetzt wolle man den Spieß umdrehen. Derzeit seien zwar alle Mann einsetzbar, einige aber noch angeschlagen.

Den Amerdingern fehlte zuletzt die Leichtigkeit

„Nach einer nicht so tollen Vorbereitung und der Tatsache, dass unter der Woche unsere Studenten nicht trainieren können, fehlte uns bereits beim glücklichen Rückrundenauftaktsieg in Birkhausen die Leichtigkeit“, so Amerdingens Abteilungsleiter Martin Schiele. Nach der folgenden Niederlage in Pfäfflingen präsentierte sich dann seine junge Mannschaft verunsichert. „Aber wir arbeiten daran, wieder Stabilität in unser Spiel zu bekommen und damit an unsere positiven Zeiten anzuknüpfen“, so Schiele. Und: „Die Aufstiegsplätze waren und sind für uns kein Saisonziel, aber schön wäre es, wenn wir bis zum Schluss um den Aufstieg kämpfen könnten.“ Aufgrund der aktuellen Ergebnisse werde Alerheim wieder ein „heißer Tanz“. Doch alle Amerdinger, einschließlich Spielertrainer Schildenberger, der aufgrund Rückenproblemen bei den ersten Rückrundenspielen fehlte, könnten dabei sein.

Richtungsweisend im Kampf gegen den Abstieg dürfte nach den jüngsten Niederlagen das Duell zwischen dem Vorletzten FSV Utzwingen (17) und dem Zehnten TSV Mönchsdeggingen (19) werden. Auch der Drittletzte SpVgg Minderoffingen (18) braucht weiter Punkte gegen den Abstieg, die allerdings gegen den Tabellenführer Laub (38) hoch hängen werden.

Reimlingen nach zwei Remis jetzt beim Fünften Otting

In der A-Klasse Nord versäumte es zuletzt Reimlingen (53 Punkte) mit zwei Remis an einem Wochenende sich an der Tabellenspitze abzusetzen. Auch beim Fünften Otting (34) hat der FSV noch nicht gewonnen, allerdings genauso wenig wie der Zweite BC Huisheim (51) gegen den zuletzt erfolgreichen Vierten SV Wechingen (36). Im Tabellenkeller meldete sich der FC Nordries mit vier Punkten hintereinander zurück und hat jetzt nur noch zwei Punkte zum rettenden Ufer. Diesmal muss der Drittletzte (17) allerdings zum schweren Abstiegsderby beim Elften Wolferstadt (21). Im relativ sicheren Tabellenmittelfeld bewegen sich die weiteren Rieser Vereine: Von diesen spielt der Siebte Munzingen (32) gegen den immer noch punktlosen Letzten TKSV Donauwörth, der Zehnte SV Lehmingen/Dornstadt (26) gegen den Zwölften SV Genderkingen (19) mit neuem Trainer und ein Derby gibt es zwischen dem Neunten TSV Wemding II (27) und dem Dritten SV Megesheim (46).

Gipfeltreffen sowohl bei den Ersten, als auch bei den Reserven

In der B-Klasse Nord kommt es an diesem Sonntag zum „Spiel der Spiele“ zwischen dem Zweiten und dem Ersten und auch bereits im Reserve-Vorspiel könnte es zu einer Vorentscheidung um die Meisterschaft kommen, denn hier führen die Gastgeber vor den Gästen.

SV Hausen/Schopflohe (43 Punkte) – SV Grosselfingen (46). – Beide Vereine hätten den Aufstieg verdient, dümpeln sie doch schon lange in den verschiedenen untersten Klassen. Dabei stand Hausen am Saisonende meist immer ein paar Plätze vor den Grosselfingern. Man muss schon bis 1999 zurückgehen, um den SVG auf Rang sieben der A-Klasse (damals unterste Klasse) zu finden und den SVHS vier Plätze dahinter. Den letzten Aufstieg hatte Hausen/Schopflohe 1997 mit Trainer Armin Soiderer als Zweiter der damaligen C-Klasse gefeiert. In Grosselfingen ist der letzte Aufstieg sogar schon 27 Jahre her, wenngleich unter Manfred Stahl immerhin noch als Meister der damaligen B-Klasse (jetzt Kreisklasse).

Zwischen beiden Vereinen hatte es zuletzt Meinungsverschiedenheiten wegen des Spielortes gegeben, denn wegen des Hausener Pfingstpokalturnieres war Grosselfingen in der vergangenen Saison zweimal ins Nordries gefahren und hatte auch beide Spiele gewonnen. Dafür sollte diese Runde eigentlich zweimal in Grosselfingen gespielt werden, aufgrund des möglicherweise meisterschaftsvorentscheidenden Matches wollte dies Hausen jetzt aber nicht mehr. Für den dort seit dieser Runde trainierenden Manfred Gruber ist die unterste Rieser Fußballklasse Neuland, spielte er doch viele Jahre höherklassig. Seinen neuen Verein wollte er taktisch weiterbringen und einen vorderen Tabellenplatz erreichen. Nachdem man in der Vorbereitung einiges ausprobierte und sich besser auf Gegner einstellte, hat man dies bisher auch erreicht. Der Aufstieg wäre eine tolle Sache, so Gruber, und: „Die Spieler hätten es nach einer bisher guten Runde auch verdient.“ Der Spielertrainer kommt gut mit der Mannschaft zurecht und hat Spaß, mit ihr zu trainieren und zu spielen. Am Sonntag seien zwar einige Spieler angeschlagen, fehlen werde wohl aber nur Christian Raubacher.

Im Hinspiel lag Grosselfingen schon 0:2 zurück, kam aber noch zu einem 2:2. Mit einem Punkt wäre SVG-Abteilungsleiter Michael Mühlbacher auch in Hausen zufrieden, weiß jedoch auch, dass ein Sieg bereits eine Vorentscheidung um Aufstieg und Meisterschaft bringen könnte. In erster Linie möchte der SVG aber ungeschlagen bleiben. Beim Spitzenreiter ist der Einsatz der angeschlagenen Jan Wagner und Stefan Holzinger, die bisher eine gute Runde spielten, noch fraglich. Zudem habe sich Daniel Hänlein zu einem starken Keeper entwickelt, so Mühlbacher.

Nur noch geringe Aufstiegschancen haben in der untersten Rieser Fußballklasse die zwei punktgleichen Teams auf den folgenden Plätzen. Von diesen ist Wörnitzstein spielfrei und Hohenaltheim muss zur Oettinger Reserve (23).

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