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Missbrauchsskandal
07.02.2021

Kardinal Marx spricht im Fall Woelki von großem Schaden für katholische Kirche

Durch die Affäre um das zurückgehaltene Missbrauchs-Gutachtens des Kölner Kardinals Woelki, sei großer Schaden für die katholische Kirche entstanden, findet Kardinal Marx.
Foto: Bernd von Jutrczenka, dpa (Archivbild)

Durch die Affäre um das zurückgehaltene Missbrauchs-Gutachtens des Kölner Kardinals Woelki, sei großer Schaden für die katholische Kirche entstanden, findet Kardinal Marx.

Der Münchner Kardinal und langjährige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Reinhard Marx sieht einen schweren Schaden für die katholische Kirche durch die Affäre um das zurückgehaltene Missbrauchs-Gutachtens des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki. „Die Wirkung dessen, was da passiert, ist für uns alle außerordentlich negativ“, sagte Marx unserer Redaktion. „Der Schaden für die katholische Kirche ist groß“, betonte er. „Kardinal Woelki hat sich jetzt beim Synodalen Weg ja geäußert, und ich hoffe, dass sich Perspektiven zeigen, um aus dieser Situation herauszukommen“, erklärte der Erzbischof von München und Freising.

Marx: "Ich wünsche mir sehr, dass das Gutachten Klarheit schafft bei Verantwortlichkeiten"

Marx betonte, dass das in den kommenden Monaten erwartete neue Missbrauchs-Gutachten seiner Diözese Klarheit auch in der Frage der damals Verantwortlichen schaffen soll. „Unser Gutachten wird, davon gehe ich aus, im Laufe des Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt und im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Verantwortliche benennen“, betonte er. „Ich wünsche mir sehr, dass das Gutachten Klarheit schafft bei Verantwortlichkeiten. Das gilt selbstverständlich auch für meine Person und meine Verantwortungsbereiche.“

Dies sei allein Sache der Gutachter. „Ich kann und werde dort nicht eingreifen und das Gutachten beeinflussen“, betonte Marx. „Das neue Gutachten schließt jetzt an das von 2010 an – und wird veröffentlicht. Ich gehe davon aus, dass es ähnlich wie das Gutachten strukturiert sein wird, das die Kanzlei für das Bistum Aachen erstellt hat.“ (AZ)

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07.02.2021

Ineressant ein Interview im Deutschlandfunk:
https://www.deutschlandfunk.de/die-gesetze-der-katholische-kirche-der-rechtsschutz-fehlt.886.de.html?dram:article_id=381486
mit Prof. Dr. Sabine Demel, Studiendekanin der Fakultät für katholische Theologie der Universität Regensburg.
Zwei Zitate daraus:
,,Wenn Sie in das kirchliche Gesetzbuch hineinschauen, dann gibt es eigentlich keinen Straftatbestand ‚Sexuelle Gewalt gegen Minderjährige‘, sondern es ist eine Regelung, die sehr kompliziert formuliert ist."
,,Die katholische Kirche sagt: Sexueller Missbrauch wird durch das weltliche Recht geregelt. Das verlangt dann aber auch, dass die kirchlichen Amtsträger jedes Anzeichen einer solchen Tat auch der weltlichen Strafrechtsbehörde melden. Da ist eigentlich das Vergehen. Zusätzlich sagt die katholische Kirche, ist da noch eben etwas, was spezifisch unsere Rechtsgemeinschaft betrifft, eben die Zölibatsverletzung."
Die Kirche und ihre Amtsträger sind verstrickt in ihre eigene Gesetzgebung, die sie auslegen wie sie wollen. Es widerspricht dem Geist Gottes und Jesus wie die Missbrauchsopfer behandelt und niedergemacht werden. Zehn lange Jahre sind vergangen und kein Ergebnis ist in absehbarer Zukunft in Sicht. Es würde ein Erdbeben geben wenn alle Missbrauchsopfer in der Öffentlichkeit anfangen würden zu reden - aber sie können nicht - sie leiden!!!

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07.02.2021

Sehr geehrter Herr Kardinal Marx.
Sie merken es nicht mal, das Sie selber ein Schaden für die Kirche sind !!

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07.02.2021

Lieber Herr Kardinal Marx, wer ohne Sünde, der werfe den ersten Stein. Ihr Verhalten und Äußerungen gegenüber Söder bei der Kruzifix-Aktion waren nicht nur abgehoben sondern unqualifiziert.

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