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Großaitingen

15.03.2019

Darum wird der Gemeinderat größer 

Eingerahmt von Klemes Hutter, Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes (links) und Klaus Förster (rechts) präsentieren sich einige der Jubilare zum Gruppenbild
Bild: Uwe Bolten

Bei der Jahreshauptversammlung der Großaitinger CSU fordern die Mitglieder mehr parteiinterne Diskussion. Außerdem gibt es in Zukunft 20 Gemeinderäte.

Das schräg hinter dem Rednerpult angebrachte Poster von Partei-Allvater Franz-Josef Strauß ließ für die Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbandes Großaitingen kämpferisches erwarten; das Menü, welches den Mitgliedern durch die bunten Speisekarten auf den Tischen angeboten wurde, gestaltete sich jedoch mit Berichten, Entlastung, Neuwahlen und Ehrungen als bodenständiges Handwerk der Vereinsführung.

Der durch Dankesworte geprägte Jahresrückblick konnte aus Sicht des Vorsitzenden Klemens Hutter Positives wie Verbesserungswürdiges vermelden. Der Zuwachs von drei Parteimitgliedern im Vergleich zum Vorjahr entspricht dem Partei-Trend im Freistaat, die Frauenquote liegt bei 14 Prozent und damit unter der Landesquote von 20 Prozent.

Großaitinger Gemeinderat wächst auf 20 Mitglieder

Hutter beschrieb in seinem Rückblick das Ergebnis der Landtagswahl im vergangenen Jahr als herbe Enttäuschung. „Die Koalition ist kein Traum, das ist gelebte Demokratie“, kommentierte er. Gleichzeitig warb der alte und neue Vorsitzende um aktive Mitarbeit bei der anstehenden Europawahl sowie zur progressiven Beteiligung bei den Kommunalwahlen im nächsten Jahr. „Großaitingen hat die Marke der 5000 Bürger überschritten. Damit wächst der Gemeinderat von 16 auf 20 Mitglieder an. Wir müssen uns entsprechend stark positionieren“, appellierte er an die Versammlung. Den Themenbereichen Baugebiete für Einheimische, der Parkplatz an der Sportanlage, Hochwasserschutz und der soziale Wohnungsbau maß er besondere Bedeutung zu. „Alle Projekte sind im Hauhalt eingestellt, jetzt wird es Zeit zur Umsetzung“, sagte Hutter mit einem Seitenhieb auf Bürgermeister und Verwaltung, die seiner Ansicht nach einige Vorgänge nicht mit der notwendigen Vehemenz nachgingen.

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CSU-Mitglieder wollen mehr Diskussionen statt PR-Aktionen

Aus den Reihen der Mitglieder wurden Stimmen laut, die sich mehr politische Arbeit in Grundsatzfragen wünschten. „Die Veranstaltungen des letzten Jahres waren nett, aber nicht viel mehr als PR-Aktionen. Anstatt Skifahren sollten wir die parteiinterne Diskussion mehren und unseren Mandatsträgern mitteilen“, sagte ein Parteimitglied. Bei Lösungen zu Sachthemen sollte durch den Ortsverband mehr Einfluss genommen werden, fuhr er unter Zustimmung einiger Mitglieder fort.

Bezirksrat und Bobingens zweiter Bürgermeister Klaus Förster, berichtete den Parteifreunden aus seiner Arbeit im Gremium. „Ich bin ja Zahlen gewohnt, aber mit an einem Haushalt zu schnüren, der rund 800 Millionen Euro für soziale Sicherung vorsieht, ist schon was Besonderes“, sagte er. Dabei wüssten viele Bürger gar nicht so genau, was der Bezirk alles leistete, fuhr er fort und begrüßte die Initiative des Bezirkstagspräsidenten Martin Sailer, den Bezirk Schwaben in der Fläche greifbarer und damit für die Bürger verständlicher zu machen. „Immerhin sind wir gerade im sozialen Bereich mit unseren Anstrengungen bei Hilfen für Menschen mit Behinderung und in der Hilfe zur Pflege über den örtlichen Bereich hinaus federführend“, erläuterte er einige Aufgaben.

Der neu gewählte Vorstand wurde bis auf eine Position im Amt bestätigt: Klemens Hutter (Vorsitzender), Norbert Müller (Stellvertreter) und Schatzmeister Jörg Salm erhielten erneut das Mandat, Lukas Nerlinger wurde als Schriftführer gewählt, nachdem Stefan Wetzstein für das Amt nicht mehr zur Verfügung stand. Zu Beisitzern wurden Tobias Harrand, Thomas Lang, Dr. Armin Konrad und Stefan Wetzstein gewählt, Christian Kugelmann, Manuel Egger und Henry Krappig erhielten neu das Votum als Beisitzer.

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