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Motorsport

07.10.2007

Das Bergrennen der Superlative

Bild: Radloff Reinhold

"Fantastisch, super toll, einfach stark", so und ähnlich schwärmten die Motorsportfreunde vom 27. Bergrennen in Mickhausen (Landkreis Augsburg). Schon am Freitag drängten die Zuschauer in das sonst so beschaulicheDorf Münster, das für ein Wochenende zum Nabel des internationalenBergrennsports wurde. Von Reinhold Radloff

Von Reinhold Radloff

"Fantastisch, super toll, einfach stark", so und ähnlich schwärmten die Motorsportfreunde vom 27. Bergrennen in Mickhausen. Schon am Freitag drängten die Zuschauer in das sonst so beschauliche Dorf Münster, das für ein Wochenende zum Nabel des internationalen Bergrennsports wurde, bestaunten die Rennwagen und das Equipment der Fahrer und beobachteten interessiert die erstmals öffentliche technische Abnahme.

Der Samstag begeisterte dann vor allem durch die Qualifikationsfahrten der 225 gemeldeten Rennwagen. Vier Läufe waren eigentlich vorgesehen. Am Ende wurden es drei, denn gleich zu Beginn gab es einen schlimmen Zwischenfall: ASC-Neumitglied Robert Alt verunglückte mit seinem Rundstrecken-Alpha. Ergebnis: Beckenbruch für den Fahrer, Totalschaden beim Rennwagen, Stunden Unterbrechung.

Doch dann ging's zügig weiter bis kurz vor Schluss, als wegen eines Getriebeplatzers beim dritten Qualifikationslaufs der Renntag beendet werden musste: Öl auf der Strecke.

Das Bergrennen der Superlative

Unglaubliche Massen von Zuschauern strömten dann am Sonntag an die super Strecke nach Mickhausen. "Ich bin mir sicher, dass wir einen neuen Besucherrekord geschafft haben, strahlte der ASC-Vorsitzende Robert Andratzek. Und die Motorsportfans wurden nicht enttäuscht. Die Rennen wurden so heiß, dass mancher Pilot etwas zu lange den Gasfuß stehen ließ und in den Leitplanken landete. So hatte das Abschleppunternehmen Zienecker alle Hände voll zu tun. Aber bis auf die Rennunterbrechungen gefiel auch das den Fans.

Plasa bleibt das Maß der Dinge

Von besonderem Interesse waren natürlich die Tourenwagen. Alles, was in Europa Rang und Namen hat, startete am Mickhauser Berg. Reto Meisel raste mit seinem Mercedes Benz EVO II am Ende zwar zum Sieg, Georg Plasa schaffte aber trotzdem vor Herbert Pregartner den Gesamtsieg im FIA E1-Cup.

So hervorragend sie auch fuhren, so perfekt und PS-stark ihre Fahrzeuge auch waren, "die Autos mit Dach können die ohne einfach nicht einholen", meinte Plasa ohne Groll und verfolgte das Duell Lionel Regal gegen Fausto Bormolini.

Sie wagten sich in Geschwindigkeitsbereiche weit jenseits der 250 Stundenkilometergrenze vor und flogen nur so um die Kurven. Wie auch schon im vergangenen Jahr jagte Regal die 2,2 Kilometer lange kurvige Strecke mit seinem Reynard (über 600 PS) einmal mehr am schnellsten hoch und verbesserte im zweiten Lauf seinen eigenen Streckenrekord (49,333 Sekunden) auf unglaubliche 48,896 Sekunden. Eigentlich stand der Franzose da auch schon als Gesamtsieger fest, denn Bormolini lag zu diesem Zeitpunkt bereits insgesamt drei Sekunden zurück.

Der Reifenstapel war wohl im Weg

Doch dann passierte es: Regal wollte wohl im dritten Lauf noch eins draufsetzen, tuschierte im Tierold-Rondell ganz leicht einen Reifenstapel, handelte sich dabei einen schleichenden Plattfuß ein und verlor beinahe 13 Sekunden. Aus der Traum vom Gesamtsieg, den sich daraufhin im vierten Wertungslauf der beliebte Italiener ganz locker holte.

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