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Königsbrunn

14.04.2019

Erfolgreiche Premiere mit gefühlvollen Songs

Angie Seamróg auf der Bühne mit Gitarrist Attila Tapolczai, der auch die CD von Le Cairde produziert hat.
Bild: Kathrin Thiel

Sängerin Angie Seamróg stellt ihr erstes Album mit keltischen Volksliedern mit ihrem Projekt „Le Cairde“ vor. Was sie an der alten Sprache Irlands fasziniert.

Ganz fit in Angie Seamróg beim Telefoninterview zu ihrem Premierenkonzert immer noch nicht, doch die Erleichterung über den gelungenen Auftritt als Frontfrau der Gruppe „Le Cairde“ in der Königsbrunner Kleinkunstbühne ist dennoch groß. Denn zur irischen Musik hat das „Kind des Landkreises Augsburg“ eine tiefe Beziehung. Trotz einer dicken Angina stand die Sängerin, die in Wehringen lebt, auf der Bühne. Vor dem Konzert hat sie versucht, sich bestmöglich zu „dopen“: „Für mich war es schon etwas frustrierend, dass ich krank meinen ersten Auftritt hatte. Aber ich habe versucht, die Stimme mit Thymiantee und Klappehalten so gut wie möglich hinzubekommen.“ Das Publikum sei am Ende zufrieden gewesen, sodass der Ärger über die Krankheit zur Unzeit sich in Grenzen hält.

Für die 37-Jährige gehört irische Musik schon lange zum Leben dazu. Die Kultur und die Klänge haben sie schon lange fasziniert, bei einer Ahnenforschung zeigte sich, dass es auch irische Wurzeln in der Familie gibt. Singen und Tanzen gehören seit ihrem vierten zum Leben dazu, als Teenager hat sie erstmals eigene Songs geschrieben. Das hat im Künstlernamen der Sängerin Niederschlag gefunden – „Seamróg“ ist das gälische Wort für „Kleeblatt“. Mit „Le Cairde“ kamen all diese Züge zusammen.

Die Sängerin ist der Fixpunkt beim Projekt „Le Cairde“

Der Bandname bedeutet „Unter Freunden“ und genau das setzen die Musiker auch um: Alle kennen sich von verschiedenen Projekten und unterstützen sich gegenseitig. „Irische Musik ist in der Region nicht so weit verbreitet, sodass man sich bei den verschiedenen Events immer wieder trifft“, sagt Angie Seamróg. Sollten einzelne Musiker einmal keine Zeit haben, können andere Freunde bei Le Cairde spielen. Nur die Sängerin selbst ist der Fixpunkt. Sie selbst spielt ebenfalls Instrumente – zum Beispiel wenn sie bei Hochzeiten oder Festen auftritt: „Ich kann mich auch selbst begleiten, aber nicht so perfekt wie die Kollegen. Und der Gesang wirkt natürlich besser, wenn man sich darauf konzentrieren kann.“

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Auf ihrer ersten Platte haben Seamróg und ihre Mitstreiter vor allem Volkslieder aus Irland, aber auch schottische und englische Lieder. Dazu kommt ein Stück aus der Feder der Sängerin. Seit Oktober liefen die Arbeiten an der CD, die neben dem Bandnamen den Untertitel „Traditional Folk Ballads“ trägt.

Ein besonderes Stück ist für Angie Seamróg gleich das erste Lied: „Keening“ ist gälisch und steht für einen Trauergesang für die verstorbene Liebste. „Der Klang nimmt einen mit, auch wenn man kein Wort versteht“, sagt die Sängerin. Die alte irische Sprache hat sie schon lange fasziniert. Bei ihren Sprachstudien – sie gibt privat Englischstunden – kam sie damit in Kontakt: „Ich spreche aber nicht fließend gälisch. Es ist auch schwierig zu üben, weil es selbst in Irland nur noch in wenigen Regionen tatsächlich gesprochen wird.“ Ein Lebensziel sei das Erlernen der Sprache aber in jedem Fall. Nächstes Ziel sind aber erst einmal weitere Konzerte: Am 17. Mai gibt es ein Zusatzkonzert in der Kleinkunstbühne – die Karten für die CD-Premiere waren vergriffen, bevor Angie Seamróg dazu kam, Werbeplakate aufzuhängen. Zudem ist ein Auftritt in einem Pub in Pfaffenhofen/Roth geplant. Dazu laufen Gespräche für einen Auftritt im Vorprogramm von Angelo Kelly, einem Mitglied der berühmten Kelly Family und für ein Konzert in Utting am Ammersee, wo Angie Seamrógs Lebensgefährte herkommt.

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