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Grundschule West

11.02.2015

Musikalische Suche nach dem Krokodil

2 Bilder

Drei Fagottspieler bringen Kindern spielerisch die klassische Musik nahe

Wolfgang Amadeus Mozart gab dem achtjährigen Mäxchen den entscheidenden Tipp, wo sein geliebtes Stoffkrokodil Karl-Heinz zu finden sein könnte. Bis Max den berühmten Komponisten traf, hatte er schon eine Weltreise mit vielen Begegnungen und Erlebnissen hinter sich, auf der Suche nach Karl-Heinz. Da so eine Suche ganz alleine langweilig ist, nahm Mäxchen rund 65 Schüler der Grundschule West und deren Partnerklassen von der Fritz-Felsenstein-Schule mit.

Die Jungen und Mädchen der 3a und 3c sowie der 3/4a und 3/4b ließen sich bereitwillig vom Fagott-Trio Adesa – Raphael Sirch, Johannes Stefaniak und Laurens Zimpel – aus der Aula der Westschule entführen und begaben sich mit einem Zauberteppich auf die Reise. Von England, wo man zusammen den „Five O´clock Tea“ einnahm, aber das Krokodil leider nicht fand, ging es nach Amerika.

Dort empfingen die Freiheitsstatue und der Komponist Tschaikowski die Kinder. Der hatte Karl-Heinz leider auch nicht gesehen, bot aber eine Jazz-Interpretation aus seinem berühmten Nussknacker-Ballet an, gespielt von den drei Fagotts. Die Musiker verkörperten auch den kleinen Max und die verschiedenen Komponisten auf sehr anschauliche Weise. So ahmte Johannes Stefaniak die Akzente der Komponisten nach. Raphael Sirch, als teilweise etwas verwirrtes Mäxchen, bezog die Jungen und Mädchen immer wieder durch Fragen mit ein, weil er zwischendurch nicht mehr wusste, in welchem Land er sich gerade befand und wohin er gleich weiter wollte.

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Da zeigte sich wie gebannt und konzentriert alle Schüler bei der Sache waren, die Fragen waren noch gar nicht richtig gestellt, da schnellten die Finger schon in die Höhe, die Antworten sprudelten nur so heraus.

Als die Reisegruppe auch in Spanien Karl-Heinz nicht fand, entschädigte ein flotter Tango die Kinder und die Oberkörper wippten rhythmisch im Takt mit. In Frankreich genossen alle zusammen Croissants mit Schokolade. Dann ging es noch in die Schweiz. Das kleine Krokodil blieb leider verschwunden und der Zauberteppich wollte nicht mehr fliegen.

Die Reisenden konnten sich gerade noch nach Österreich retten, wo Mozart Max den goldrichtigen Tipp gab, doch mal unter seinem Kopfkissen nachzuschauen. Vorher hatte der Komponist noch den Vogelfänger aus der Zauberflöte zum Besten gegeben.

Mit diesen wunderbaren Klängen erwachte Max aus seinem Traum und fand zur Freude aller Kinder sein geliebtes Krokodil.

Mit lautstarkem Beifall und Zugaberufen bedankten sich die Schüler und Schülerinnen für diese außergewöhnliche Unterrichtsstunde. Denn genau das war es, was der angehende Musiklehrer Michael Brüchert mit dem Förderverein Live Music Now Augsburg und dem Trio Adesa gestaltet hat.

„Ich möchte die Musik in die Grundschule West bringen“, erläuterte Brüchert gegenüber unserer Zeitung. „Die Kinder lernen auf diese Weise ganz spielerisch nicht nur Musikstücke, Komponisten und Instrumente kennen, sondern auch fachübergreifend Lehrstoff aus dem Fach Heimat- und Sachkunde.“ Von Rektor Raimund Berchtold bekommt er volle Unterstützung für sein Engangement. Berchtold nahm sich die Zeit und schaute sich das gesamte Stück an.

Als er im Anschluss eine paar Probefragen an die Kinder stellte, gingen wieder zahlreiche Hände in die Höhe.

Helga Müller unter Telefon 08238/60406, oder per E-Mail an hm@mueller-dr.de

Im Internt

www.livemusic.now.de

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