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Klosterlechfeld

04.11.2019

SPD nominiert Rudolf Schneider

Der SPD-Ortsverein Lechfeld nominierte den amtierenden Bürgermeister Rudolf Schneider (Dritter von links) für eine zweite Amtszeit. (Von links) Andreas Hornung, Fabian Wamser (Unterbezirksvorsitzender), Rudolf Schneider, Michael Wassiliu, Jürgen Schmidt, Harald Güller, Linda Wassiliu, Heinz Räth.
Bild: Hieronymus Schneider

Der Klosterlechfelder Bürgermeister ist bereit für eine zweite Amtsperiode, in welcher er die begonnenen Projekte zu Ende bringen will. Außerdem nennt er seine Ziele für die kommenden Jahre.

Der SPD-Ortsverein Lechfeld hat seine Entscheidung über die Nominierung des Bürgermeisterkandidaten für die am 15. März 2020 stattfindende Kommunalwahl getroffen. Der amtierende Bürgermeister Rudolf Schneider wurde von den Mitgliedern einstimmig als Kandidat für seine zweite Amtszeit gewählt.

Ein einstimmiges Votum

Schneider bekannte sich bei der Versammlung zum Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit der Gemeinden auf dem Lechfeld. Diese sei insbesondere beim gemeinsamen Verkehrskonzept und beim Feuerwehrbedarfsplan schon Wirklichkeit. „Ich möchte die angefangenen Projekte fortführen und das Dorfleben sozial verträglich gestalten und bewerbe mich deshalb für eine zweite Amtszeit“, sagte Schneider zu seiner Nominierung als Bürgermeisterkandidat. Zuvor verwies er auf die vor allem in der zweiten Hälfte der zurückliegenden Wahlperiode angefangenen Projekte in Klosterlechfeld. Dazu zählte er die Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof, der 2023 barrierefrei ausgebaut wird und mit einer Haltestelle an die Buslinie angebunden werden soll. Der Erwerb des Bahnhofsgebäudes wurde schon von seinem Vorgänger Peter Schweiger in die Wege geleitet. In diesem Jahr wurde das Gebäude zu einem Vereinsheim für die Steinheber und die Faschingsgesellschaft „Lecharia“ ausgebaut und umfassend saniert.

Schneiders Ziele für eine zweite Amtszeit

Anstelle des geplanten Bürgerhauses wurde mit dem Bau einer geförderten Wohnanlage begonnen. Ein entscheidender Schritt zur Förderung der Familien sei der Neubau eines Kindergartens, einhergehend mit der Sanierung des bestehenden Kindergartens und der Schule, die eine offene Ganztagsbetreuung anbietet. „Diese Einrichtungen sind für die Familien existenziell wichtig, da sie überwiegend auf die Einkommen beider Eltern angewiesen sind“, stellte Schneider fest. Zur Belebung des Vereins- und Dorflebens wies er auf die Neugestaltung des Sportgeländes hin. Dort wird im kommenden Jahr eine Parkouranlage gebaut und ein Seniorenpark geplant. Die Förderung der Vereine, sowie der mobilen Jugendarbeit und der Nachbarschaftshilfe nannte er ebenso als Ziele seiner zweiten Amtszeit wie die Förderung der innerörtlichen Entwicklung. Dazu zählte Schneider den Erhalt der Kirche und des Klosters, ebenso wie die Beseitigung von Leerständen, wie sie unter anderem bei der Gaststätte Grüner Baum oder der Klosterapotheke aufgetreten sind.

SPD nominiert Rudolf Schneider

Der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Augsburg-Land, Fabian Wamser, der auch der SPD-Kandidat für die Wahl des Landrats ist, betonte auf der Versammlung seine familiären Wurzeln zu Klosterlechfeld. „Mein Opa betrieb hier die Bäckerei Wamser, bis er nach Schwabmünchen umgezogen ist, wo ich jetzt herkomme.“ Als vordringliche Ziele für den Landkreis bezeichnete der Rettungssanitäter den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und die ärztliche Versorgung: „Die Tarifreform des ÖPNV ist nach wie vor intransparent und das Preis-Leistungs-Verhältnis noch so schlecht, dass sich ein Umstieg vom Auto für die meisten Pendler nicht lohnt.“ Bei der ärztlichen Versorgung begrüßte er den Erhalt der Wertachkliniken in kommunaler Hand und die Bildung von Ärztezentren wie in Untermeitingen.

Güller wirbt für Sozialtickets

Die landespolitische Dimension stellte Harald Güller, der haushalts- und sportpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Kreistagsfraktionsführer, her. Er schlägt ein Sozialticket für Senioren und Sozialhilfeberechtigte vor. Die staatliche Förderung des Wohnungsbaus zu sozial verträglichen Mietpreisen, die Eindämmung des Flächenverbrauchs bei Gewerbegebieten und die Erfüllung der Landarztquote zur hausärztlichen Versorgung nannte er als weitere landespolitische Ziele.

Zur Frage der Sicherheit gab er die aktuellen Zahlen aus seiner Anfrage zur Personalstärke der Polizei bekannt. „Bei der Polizeiinspektion Schwabmünchen sieht es bei einer Sollstärke von 40 Beamten und der tatsächlich verfügbaren 36 Kräfte gar nicht so schlecht aus“, sagte Güller. Er fordert, dass mehr Polizeibeamte ausgebildet und dann auch den Inspektionen zugewiesen werden. Für den Großraum Augsburg hält er einen dritten Einsatzzug zur Unterstützung der Dienststellen für notwendig.

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