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Königsbrunn

24.08.2020

So laufen die Bauarbeiten für die Linie 3 in Königsbrunn

Ein Teil der Gleise für die Verlängerung der Straßenbahn liegt schon bereit, am ZOB entsteht die Wendeschleife.

Plus Die Arbeiten zur Verlängerung der Linie 3 nach Königsbrunn liegen im Zeitplan. Am ZOB soll der Bau der Endhaltestelle bis zum Ende der Sommerferien fertig sein.

Seit dem Start der Hauptarbeiten am 27. Juli herrscht entlang der Straßenbahntrasse in Königsbrunn geschäftiges Treiben. An vier Stellen sind die Bauarbeiter zeitgleich am Werk. Die größte Baustelle ist derzeit der ZOB.

Die künftige Endhaltestelle muss, wie berichtet, termingerecht bis zum Ende der Sommerferien fertiggestellt sein, damit dann die Schulbusse wieder normal anrollen können. Arbeiter bringen mit einem speziellen Kranwagen die Rammrohre in den Boden ein, die die Basis für die Masten bilden. Durchschnittlich alle 40 Meter wird entlang der 4,6 Kilometer langen Neubaustrecke nach Haunstetten ein Mast stehen. Zähne an den Rohrenden sorgen dafür, dass sich die dicken Metallröhren ins Erdreich eindrehen lassen, sagt Oberbauleiter Lars Horn: „Das ist wesentlich geräuschärmer als sie tatsächlich in den Boden zu rammen.“

Ein großer Teil der Gleise für die Verlängerung der Straßenbahn liegen schon, am ZOB entsteht die Wendeschleife.
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Bauarbeiten für die Straßenbahnlinie 3 nach Königsbrunn
Bild: Adrian Bauer

Solche Hammerschläge wollen die Stadtwerke den Anwohnern nicht zumuten. „Eine Baustelle bedeutet eine Belastung für die Menschen. Wir wollen daher die Schallemissionen und Erschütterungen so gering wie möglich gestalten“, sagt Horn.

Leitungen für die Linie 3 nach Königsbrunn werden verlegt

Andere Bauarbeiter bauen die verschiedenen Schichten ein, die die Grundlage für die Trasse bilden: Auf das Erdplanum kommt eine Frostschutzschicht aus gebrochenem Kies und darauf schließlich der Gleisoberbau. Dieser Aufbau sei immer gleich, wie tief ausgehoben wird, richtet sich nach den Anforderungen der verschiedenen Gleisbausysteme. An den Rändern der Trasse werden zahlreiche Leitungsrohre verlegt für Entwässerung oder Fahr- und Lichtsignaltechnik. Zudem müssen zahlreiche bestehende Leitungen in dem Bereich um- oder tiefergelegt werden. „Sonst lägen sie künftig in dem Gleisoberbau und das ist nicht zulässig“, sagt Lars Horn. Insgesamt 30 Arbeiter in vier Bautrupps sind im Stadtgebiet von Königsbrunn am Werk. Alle sind auf einzelne Gewerke spezialisiert. Positiv bewertet der Oberbauleiter, dass die ausführende Firma Strabag auch die Ausschreibung des Bauabschnitts in Augsburg gewonnen hat: „Dadurch kann Personal flexibel verschoben werden, wenn es anderswo an der Strecke gebraucht wird.“

Auch die ersten Schienen liegen bereit für den Einbau am künftigen Bahnsteig. Allerdings sind sie noch nicht fest eingebaut, sondern wurden nur auf der Betontragplatte abgelegt, die beim Bau des ZOB 2008 schon vorsorglich mit gelegt wurde. Die Endposition der Schienen wird letztlich ein Stück höher sein, da das Gleis noch auf Höhe und Lage eingerichtet werden muss. Letztlich sollen die Trams so fahren, dass die Gäste vom bestehenden Bahnsteig aus barrierefrei in die Wagen einsteigen können.

Bauarbeiten der Augsburger Straße in Königsbrunn dauern zwei Monate

Neben dem ZOB laufen derzeit auch Arbeiten an der Augsburger Straße. Dort wurde die nördliche Fahrspur gesperrt, die Autos werden einspurig vorbeigeleitet. Auf dem gesperrten Fahrbahnteil wird der Gleiskörper eingebaut. Nach der Fertigstellung wandert die Baustelle auf die andere Straßenseite. Insgesamt werde die Querung der Augsburger Straße etwa zwei Monate dauern, sagt Lars Horn: „Viele wundern sich, dass die paar Meter so lange dauern. Doch wir müssen auch hier bestehende Leitungen umlegen und bautechnische Vorschriften beachten.“ Beispielsweise gibt es Vorgaben, wie lange Betonschichten aushärten müssen, bevor diese überbaut werden können.

Eine weitere Straßenquerung wird nach den Sommerferien begonnen: Nach der Fertigstellung des ZOB folgt der Brückenschlag über die Königsallee. Diese Verkehrsader wird in dem Bereich sogar komplett gesperrt. Derzeit bereits blockiert ist die Einmündung der St.-Ulrich- in die Ammerseestraße. An allen Punkten, wo die Trasse eine Straße kreuzt, wird der Verkehr künftig mit Ampelanlagen geregelt, wobei die Straßenbahnen Vorrang haben. Übergänge für Fußgänger und Radfahrer, die nicht signalisiert werden, werden als Z-Überwege ausgeführt.

Der Parkplatz der Kirche Maria unter Kreuz bekommt eine neue Zufahrt

Gebaut wird mittlerweile auch die neue Zufahrt für den Parkplatz der Kirche Maria unterm Kreuz. Die bisherige Zufahrt wird durch die Trasse abgeschnitten. Als Ersatz wird eine Durchfahrt vom Parkplatz am Ende der Simpertstraße geschaffen. Bäume sind bereits gefällt, auch zwei dort positionierte Tischtennisplatten mussten weichen. Die Arbeiten sollten eigentlich schon zum Baustart Ende Juli beginnen, verzögerten sich aber leicht. Insgesamt liege man mit den Arbeiten im Zeitplan, sagt Lars Horn.

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