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Augsburger Land

05.08.2020

Unsichere Corona-Zeiten: Wann können die Musiker wieder aufspielen?

Der Bezirk 13 im Allgäu Schwäbischen Musikbund plant sein "Wiedererwachen" nach den Corona-Verboten. Einige Veranstaltungen sind geplant - manche unter Vorbehalt.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Plus Wie der Bezirk 13 im Allgäu-Schwäbischen Musikbund aus der Corona-Krise kommen will. Mehrere Veranstaltungen sind schon geplant - einige unter Vorbehalt.

Eine Generalversammlung des Musikbezirks ohne Blasmusik hätte sich Herbert Klotz, der Vorsitzende des Bezirks 13 im Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM), bisher nicht vorstellen können. Aber die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus machten es notwendig, das Treffen im Gennacher Musikerheim ohne musikalische Begleitung auszurichten. Die Corona-Krise hat das Leben der Musikvereine einschlafen lassen. Eine Rückkehr zur Normalität scheint noch nicht abzusehen. Der Bezirk 13 hat sich dennoch einiges vorgenommen.

Seit März ist in den Musikvereinen nichts mehr so wie vor Corona: Sämtliche Frühlingskonzerte sowie die Wertungsspiele und Bläserprüfungen mussten abgesagt werden und sogar Proben waren nicht erlaubt. Erst seit wenigen Wochen wird die Probenarbeit unter Beachtung der strengen Auflagen des Hygienekonzepts wieder ermöglicht.

Die ersten Termine des Musikbunds stehen bald an

Herbert Klotz und Bezirksdirigent Andreas Rest halten beim „Wiedererwachen“ an den bewährten Säulen fest. Fester Bestandteil ist weiterhin das Bezirksjugendblasorchester – kurz BJBO13 – , welches seit Herbst 2019 von der neuen Dirigentin Barbara Schied musikalisch geleitet wird. Das erste Probewochenende mit 50 bis 70 Teilnehmern im Alter von 13 bis 27 Jahren aus allen Musikkapellen des Bezirks wird vom 23. bis 25. Oktober im Kloster Roggenburg (Kreis Neu-Ulm) stattfinden. Der krönende Abschluss ist dann das Konzert am Sonntag, 25. Oktober, um 17 Uhr in der Stadthalle Schwabmünchen.

Auch das 2019 neu hinzugekommene Bezirksprojektorchester PrO13, das „BJBO für Erwachsene“, wird nach der erfolgreichen Premiere auch bei diesem Konzert dabei sein. Unter der Leitung des Bundesdirigenten Thomas Hartmann versammeln sich etwa 50 Musiker ab einem Alter von 30 bis zu etwa 70 Jahren aus den Musikvereinen zu einem Orchester. „Es können immer noch Interessierte aus den Vereinen dazukommen“, forderte Andreas Rest auf. Mit diesen beiden Orchestern bietet der Bezirk 13 den Musikern aller Altersklassen die Möglichkeit, sich untereinander aus den verschiedensten Kapellen zu treffen, auszutauschen und gemeinsam ein Musikprojekt einzustudieren. „Das ist eine wichtige Erfahrung für die Musiker, denn sie wollen wissen, was die anderen machen und wie eine Musikprobe mit einem anderen Dirigenten abläuft“, sagt Herbert Klotz.

Musikbund: Wertungsspiele sind ein wichtiger Gradmesser

Zum kostenlosen Workshop mit dem Thema „Probenmethodik und Orchesterschulung“ mit dem qualifizierten Dozenten Manuel Epli am 20. September können sich Interessierte bis zum 23. August anmelden. Auch die Vorbereitungskurse für die Bläserprüfungen in Theorie und Praxis am 11. und 14. November in Schwabegg werden abgehalten. Am 5. Dezember findet ein Solo-/Duo-Wettbewerb in Augsburg statt. Die jährlichen Wertungsspiele werden am 22. April 2021 wieder in der Schwabmünchner Stadthalle aufgenommen. „Das ist ein wichtiger Gradmesser über den Leistungsstand, vor allem für die Jugendkapellen“, betonte Andreas Rest.

Noch unter „Corona-Vorbehalt“ steht die geplante Serenade der Stadtkapelle Bobingen am 26. September, das Herbstkonzert des Blasorchesters Königsbrunn am 24. Oktober sowie das Adventskonzert des Musikvereins Langenneufnach in der Kirche St. Martin am 6. Dezember.

Jürgen Weber (rechts) wurde von seinem Nachfolger Herbert Klotz zum Ehren-Bezirksvorsitzenden ernannt.
Bild: Hieronymus Schneider

Andreas Rest sprach auch das Problem der Dirigentensuche an. „Zwei Kapellen im Bezirk suchen derzeit einen neuen Dirigenten und es sind keine Bewerber dafür in Sicht“, sagte der Bezirksdirigent und wies auf die vorausschauende Förderung und Schulung von angehenden neuen Dirigenten hin. „Kein Verein kann sich darauf verlassen, dass der amtierende Dirigent immer weitermacht“, gab Rest zu bedenken. Herbert Klotz wies die Vereinsvorsitzenden darauf hin, die Anträge für das Corona-Hilfsprogramm Laienmusik Bayern rechtzeitig beim Bezirk einzureichen. Damit können die laufenden Kosten bei fehlenden Einnahmen wegen der Corona-Krise bis zu 1000 Euro bei zehnprozentiger Eigenbeteiligung erstattet werden.

Bezirk 13 im Musikbund: Jürgen Weber ist nun Ehrenvorsitzender

Herbert Klotz ernannte seinen Vorgänger im Amt des Bezirksvorsitzenden, Jürgen Weber, zum Ehrenbezirksvorsitzenden. Der Gennacher Musiker hat den Bezirk zwölf Jahre lang in der Nachfolge seines Vaters Michael Weber geleitet. Vor zwei Jahren übergab er dieses Amt an Herbert Klotz. „Jürgen war immer präsent und hat das Jugendblasorchester entscheidend vorangebracht“, würdigten Klotz und Andreas Rest unisono das Wirken Jürgen Webers.

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