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Bobingen

14.05.2011

Viele Fragen nach Busunfall

Nach wie vor ist ungeklärt, wie es in Bobingen am Montag zu dem tödlichen Busunfall kam.

Noch ist unklar, wie genau am vergangenen Montag der tödliche Unfall in Bobingen ablief. War es eine Verkettung unglücklicher Umstände?

Bei dem Unglück starb ein Mitarbeiter der Stadt, als ein Linienbus in eine Stützmauer an der Bahnunterführung prallte. Der Mann hatte gerade dort gearbeitet. Gestern wurde er in seiner Heimatstadt Königsbrunn beigesetzt.

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Die übrigen Unfallbeteiligten kamen offenbar mit leichteren Verletzungen davon. Laut Polizei kam die Busfahrerin mit einem Schock und dem Verdacht auf Rippenbruch ins Krankenhaus. Bei einem Fahrgast habe der Verdacht auf Armbruch bestanden. Wie es ihnen inzwischen geht, dazu liegen den Behörden noch keine Angaben vor.

Auf das Gutachten wird noch gewartet

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Polizei und Staatsanwaltschaft warten zurzeit vor allem auf das Gutachten eines Sachverständigen. Er soll aus den Verformungen von Fahrzeugteilen die Geschwindigkeit des Busses bei den beiden Zusammenstößen berechnen. Ebenso soll er Angaben zu dem kleinen Geländewagen machen, der aus der Unterführung gekommen war. Besonders interessiert auch die Frage, warum der Bus nahezu eine 180-Grad-Kurve fuhr. Dafür kommen technische Gründe in Frage, oder aber auch Reaktionsfehler der Fahrerin.

Wie berichtet, war der Linienbus vom Bahnhof kommend nach links in die Bahnhofstraße eingebogen. Die Fahrerin hatte offenbar einen kleinen, hellen Geländewagen übersehen, der gleichzeitig von dort aus der Unterführung kam. Aufgrund seiner geringen Masse wird ausgeschlossen, dass er den Bus mit seiner Aufprallwucht gedreht haben könnte. Auch das wird der Gutachter genau klären.

Möglicherweise spielte bei der Verkettung von Unglücksumständen eine Rolle, dass der Bus zunächst ein Mäuerchen rechts der Straße streifte, ehe er links davon in die Stützwand prallte. Vielleicht hatte die Fahrerin versucht, eine größere Karambolage am rechten Straßenrand zu vermeiden und hatte stark gegengelenkt. Doch das ist noch Teil der Spekulation.

Den Sachschaden an der Stützmauer, am Linienbus und an dem Pkw beziffert die Polizei nach einer ersten Schätzung auf rund 65000 Euro. (pit)

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