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Landkreis Augsburg

24.03.2020

Wie Betrüger die Corona-Krise im Augsburger Land ausnutzen

Achtung Falle: Dubiose Onlineshops versuchen, mit der Corona-Krise Kasse zu machen.
Bild: Jens Schierenbeck, dpa-tmn (Symbolbild)

Unbekannte geben sich an der Haustür als Helfer aus und drohen mit Quarantäne. Das sind die miesen Maschen der Betrüger während der Corona-Krise.

Betrüger haben keine Scheu und nutzen sogar die Verunsicherung durch die Corona-Krise aus: Die Polizei warnt vor Unbekannten, die sich an der Haustüre als Mitarbeiter der Staatlichen Gesundheitsämter, der Rettungsdienste oder der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) ausgeben. Ihnen gehe es aber nicht um die Gesundheit, sondern um Geld.

Die Gauner erkundigen sich laut Mitteilung des Landratsamts wohl unter anderem nach Corona-Testergebnissen oder anstehenden Testterminen, um sich so Zutritt zu den Wohnungen zu verschaffen. In anderen Bundesländern hatten Trickbetrüger mit Mundschutz offenbar mit Quarantäne gedroht, falls sie nicht hereingelassen würden. Dort sahen sie sich dann nach Wertsachen um. Und stecken diese ein. Im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord sei das aktuell noch nicht der Fall gewesen.

Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus - und sorgt weltweit für Stillstand. Fotograf Daniel Biskup hat die Stimmung in Augsburg und der Region eingefangen.
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Bild: Daniel Biskup

Corona: Mitarbeiter des Gesundheitsamts stehen niemals unangemeldet vor der Tür

Laut Landratsamt stehen Mitarbeiter des Staatlichen Gesundheitsamts niemals unangekündigt vor der Türe stehen. Sollten Betroffene nach vorherigem Telefonat mit einem Mitarbeiter des Gesundheitsamts ein mobiles Abstreichteam erwarten, dann sind sie ganz klar zu erkennen:

  • Das Team kommt in der Regel in einem Krankenwagen, der eindeutig gekennzeichnet ist. Der Abstrich erfolgt in diesem Krankenwagen, außer bei bettlägerigen Personen.
  • Der Fahrer des Krankenwagens trägt eine Warnweste des Landkreises mit entsprechender Beschriftung.
  • Die Person, die einen Abstrich nimmt, trägt einen Schutzanzug und eine Maske.
  • Betroffene erhalten ein Merkblatt mit wichtigen Informationen.

Die Maschen der Betrüger

Neben den mobilen Einheiten des Gesundheitsamts sind auch Abstreichteams der Kassenärztlichen Vereinigung unterwegs. Sie unterscheiden sich optisch von den Mitarbeitern des Gesundheitsamts. Keinesfalls werde im Zuge des Tests Bargeld oder sonstige Bezahlung gefordert, teilt das Landratsamt mit. Landrat Martin Sailer rät: „Sollten Sie nicht auf den ersten Blick erkennen, dass es sich um seriöse Mitarbeiter von KVB oder Gesundheitsamt handelt, fordern Sie in jedem Fall eine Identifizierung.“ Die Polizei warnt noch vor weiteren Betrüger-Maschen:

  • Pishing In so genannten Phishingmails geben sich Betrüger als Bankmitarbeiter und behaupten, dass wegen des Corona-Virus Filialen schließen. Um den weiteren reibungslosen Verlauf zu gewährleisten, sollen Kunden ihre persönlichen Daten aktualisieren – und sie per Mail preisgeben.
  • Fakeshops Geschäfte, die es gar nicht gibt, bieten im Internet Schutzmasken an. Täter gelangen laut Polizei mittels Phishingmails übrigens auch an die Zugangsdaten von Verkäufern auf Amazon und bieten dann in Shops Waren an, die dann nicht geliefert werden.
  • Enkeltrick Auch der bekannte Enkeltrick wurde an Corona angepasst. Die Kriminellen geben sich als Enkel, Freunde oder sonstige Angehörige aus. Sie behaupten, dass sie finanzielle Hilfe für eine Krankenhausbehandlung aufgrund von Corona brauchen.

Wie verändert sich die Arbeit von Journalisten in Zeiten des Coronavirus? In einer neuen Folge unseres Podcasts geben wir einen Einblick.

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