Schwabmünchen

26.03.2018

Wo die Reise hingeht

Interrailtickets gewannen 30 Jugendliche beim Rotary Club Schwabmünchen.
Bild: Carmen Schwab

Die Gewinner des Projekts „Freie Fahrt durch Europa“ können jetzt ihren Urlaub durch Europa planen

Der Rotary Club Schwabmünchen verloste an 30 sozial engagierte Jugendliche Interrailtickets, mit denen sie einen Monat lang mit Bahn und Fähre kostenlos durch Europa reisen können. Die Gewinner sind bunt gemischt: Studenten, Schüler, Auszubildende und Gesellen. 14 Jugendliche haben sich zu zweit beworben. Einige haben schon eine Vorstellung, wo es hingehen soll. Die Geschwister Zott haben sich alle drei beworben. Jakob und Mario engagieren sich unter anderem in der Landjugend Oberottmarshausen und in der freiwilligen Feuerwehr, sie organisieren dort zum Beispiel Feste oder Altkleidersammlungen. Jakob arbeitet auch beim FC Kleinaitingen mit. Schwester Lena war an dem Verleihungsabend verhindert, sie engagiert sich zum Beispiel in der Pfarrei Großaitingen. Mario erzählt, sie wollen wahrscheinlich in den Osten Europas reisen, nach Budapest und Bukarest.

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Acht der 45 Ehrenamtler sind unter 30 Jahren

Andreas Claus von der Caritas ist zuständig für die Schwabmünchner Tafel. Acht von den 45 Ehrenämtlern sind unter 30 Jahren. Darunter sind Tamara Morhart, die seit 2013, und Lisa Sellmeier, die seit 2015 mithilft. Sie sind Studentinnen an der Uni Augsburg und an der Hochschule Augsburg, sie schaffen sich vormittags und nachmittags Zeit, um die Tafel zu unterstützen. Claus sagt: „Das fanden wir so beeindruckend, weil es auch über so viele Jahre ging, sodass wir sie vorgeschlagen haben.“ So war das Projekt von Susanne Bock, der derzeitigen Präsidentin des Rotary Clubs, auch gedacht: eine Belohnung für soziales Engagement. Die beiden Studentinnen planen, eventuell mit der Fähre von Italien nach Griechenland zu fahren und von dort aus weiter. Die Reise machen sie in den Sommer-Semesterferien.

Einige Bewerber arbeiten für Kolping. Dort wirken sie im Sportbereich mit, organisieren aber zum Beispiel auch Familienfreizeiten, Zeltlager und vieles mehr. Eine Schülerin des Gymnasium Königsbrunn, Renée Wanderscholz, ist erst vor knapp zwei Jahren von Bochum nach Bobingen gezogen. Sie war dort schon engagiert, hier arbeitet sie bei der Nachbarschaftshilfe mit und unterstützt dabei eine alleinerziehende Mutter. Alonja Weigert, eine Studentin der Uni Augsburg, machte bei „Balu und du“ mit. Verschiedene teilnehmende Grundschulen konnten Schüler, die Abwechslung im Leben brauchen, zum Beispiel, weil die Familiensituation schwierig ist, anmelden. Alonja war für einen Grundschüler ein Jahr lang die Begleitperson, sie selbst bezeichnete sich „wie eine große Schwester“. Sie trafen sich einmal wöchentlich, und auch nach Beendigung des Projekts brach der Kontakt nicht ab.

Alle Gewinner engagieren sich in ihrer Freizeit und helfen ihren Mitmenschen. Damit haben sie sich eine Belohnung verdient.

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