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Kriminalität im Landkreis Augsburg

27.05.2015

Wo im Landkreis am meisten eingebrochen wird

Im vergangenen Jahr kam es zu besonders vielen Einbrüchen im Augsburger Speckgürtel. Doch auch vor dem weiteren Umland machen die Kriminellen nicht halt. Die Polizei erklärt warum.

Es ist der Albtraum für viele Menschen: Nach dem abendlichen Kino findet man das Zuhause verwüstet vor. Ein Einbrecher hat zugeschlagen. Was fehlt, sind meistens nicht nur Wertsachen und Geld. Auch das Gefühl, in seinen Privaträumen sicher zu sein, ist erst einmal weg.

Genau das ist aber im vergangenen Jahr zuhauf im Landkreis passiert: Insgesamt 191 Fälle meldete die Polizei von Januar bis Dezember 2014. Das entspricht einem Plus von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nicht in dieser Statistik eingerechnet sind zahlreiche Einbrüche, die sich in diesem Frühjahr zugetragen haben. Einige Einbrüche aus dem Dezember wurden erst im Januar gemeldet und fallen deswegen ebenfalls heraus. Ebenso nicht gezählt sind Einbrüche in Firmen und Geschäfte – unter dem Strich bedeutet das, dass in Aystetten lediglich vier gemeldete Wohnungseinbrüche im Jahr 2014 stehen, während etwa Bäckereien dort öfter zum Ziel von Einbrechern wurden. Polizeisprecher Siegfried Hartmann bestätigte die relativ geringe Zahl der Aystetter Wohnungseinbrüche auf Nachfrage.

Die Polizei trennt Einbrüche in private und gewerbliche Räume, weil Einbrüche in Privaträume sensibler aufgenommen werden. Diese beunruhigen die Opfer mehr und sind maßgeblich für das Sicherheitsgefühl. Statistisch gesehen leben die meisten privaten Einbruchsopfer in Stadtbergen. Die Stadt liegt sowohl bei der absoluten Zahl der Wohnungseinbrüche mit 30 Fällen vorn als auch bei dem von der Polizei eingeführten Vergleichswert. Dabei werden die Straftaten für jede Kommune auf hunderttausend Einwohner hochgerechnet – hier weist Stadtbergen einen Wert von 206 Fällen auf. Auf Rang zwei folgt Ehingen. Dies ist aber dem Umstand geschuldet, dass dort nur knapp 1000 Menschen wohnen – und hier schon zwei Einbrüche reichen, um auf einen Vergleichswert von 204 Straftaten zu kommen.

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Hartmann bestätigt, dass es kaum ein Gefälle zwischen ländlich und städtisch geprägten Gegenden gibt: „Für Einbrecher ist vor allem die Verkehrsanbindung wichtig – und die ist auf dem Land durch die A8 oder die B17 ebenfalls gut.“ Eine Rolle kann auch spielen, dass es auf dem Land viele freistehende Häuser gibt. Diese sind für Einbrecher interessant, weil die Chance geringer ist, dass Nachbarn sie bemerken.

Die Aufklärungsquote bei Einbrüchen ist vor allem im Vergleich zu anderen Straftaten relativ gering: Im vergangenen Jahr lag sie bei 28 Prozent, im Jahr zuvor lag sie sogar bei nur 7,8 Prozent. Zum Vergleich: Der bundesweite Schnitt lag 2014 bei rund 15 Prozent.

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