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Eishockey

19.01.2020

Bittere Niederlage gegen Geretsried

An ihm lag es nicht: EHC-Goalie Nicolas Hetzel zeigte bei der 3:4-Niederlage gegen Geretsried eine gute Leistung.
Bild: Horst Plate

Der EHC Königsbrunn musste sich mit 3:4 gegen Geretsried geschlagen geben. Was die Gründe für die ärgerliche Niederlage waren.

 Statt drei Punkten gab es nach dem Spiel nur lange Gesichter beim EHC Königsbrunn: Das Team verlor mit 3:4 gegen die „River Rats“ des ESC Geretsried. Dabei lagen die Brunnenstädter im letzten Drittel noch in Führung.

Vor der Partie gab es für EHC-Coach Waldemar Dietrich zunächst schlechte Nachrichten: Kapitän Dominic Auger fiel krankheitsbedingt aus. Dafür kehrte Elias Maier nach längerer Verletzungspause wieder in die Mannschaft zurück.

Die Gäste erwischten den besseren Start und drückten sofort in das Drittel der Brunnenstädter. Mit viel Zug zum Tor erarbeiteten sich die River Rats erste Chancen, auch ohne den verletzten Top-Scorer Ondrej Horváth. Die Geretsrieder Verantwortlichen hatten ja reagiert und ein gutes Händchen gehabt, denn der frisch verpflichtete 25-jährige Tscheche David Hrazdíra zeigte in seinem ersten Spiel eine starke Leistung. Königsbrunn produzierte von Anfang an zu viele Fehler, und in der fünften Spielminute lag der EHC dann plötzlich 0:1 zurück. Auch danach war von den Brunnenstädtern wenig zu sehen, sehr auffällig waren die vielen Fehlpässe. In einer Spielsituation landeten im eigenen Drittel gleich drei Pässe beim Gegner, doch Goalie Nicolas Hetzel war wieder in Top-Form und verhinderte Schlimmeres. Zwei Minuten vor Drittelende konnte Königsbrunn in Überzahl ausgleichen. Mit dem glücklichen 1:1 für den EHC gingen dann beide Mannschaften in die erste Pause.

Bittere Niederlage gegen Geretsried

EHC Königsbrunn macht zu viele Fehler

Auch im zweiten Spielabschnitt produzierte Königsbrunn ungewöhnlich viele Fehler, kam aber nun öfter vor das Tor von Geretsried. Den nächsten Treffer markierten allerdings die Gäste, die eine Überzahlsituation zur erneuten Führung ausnutzten. Nur fünf Minuten später verloren die River Rats in Überzahl den Puck und wurden eiskalt ausgekontert, Hayden Trupp netzte zum 2:2 ein. Eine Minute später erhöhte Julian Becher auf 3:2, Königsbrunn war jetzt scheinbar in der Partie angekommen. Bis zur Pause fielen aber keine weiteren Treffer mehr.

Doch auch im letzten Drittel produzierte der EHC ungewöhnlich viele Fehlpässe, die Gäste drängten auf den Ausgleich. Königsbrunn kam zwar zu Torchancen, Geretsried hatte aber auch einige Möglichkeiten. Neun Minuten vor Spielende hatten die Brunnenstädter in Überzahl die Gelegenheit, das Spiel zu entscheiden. Doch stattdessen folgte ein Puckverlust und der Gegentreffer zum Ausgleich. Es kam noch schlimmer, in der vorletzten Spielminute musste der Königsbrunner Keeper erneut hinter sich greifen, als die River Rats zum 3:4 einschossen. Damit war die Partie gelaufen, danach hatte der EHC keine Torchance mehr.

Am Einsatz lag es nicht

Geretsried siegte etwas glücklich, aber verdient gegen Königsbrunn, der EHC produzierte in der Partie zu viele Fehler und stand am Ende ohne Punkte da. Am Einsatz lag es nicht, die Spieler warfen sich teilweise in die Schüsse des Gegners, um Tore zu verhindern. Mit nur zwei Punkten aus drei Partien wird es aber für die Brunnenstädter sehr schwer werden, die ersten beiden Plätze zu erreichen.

EHC-Coach Waldemar Dietrich sieht mehrere Ursachen für die Niederlage: „Heute sind wir wirklich sehr schlecht gestartet. Im zweiten Drittel haben wir dann besser gespielt und glücklich mit 3:2 geführt. Wir hätten das Spiel gewinnen müssen, aber da haben wir einen fatalen Fehler an der blauen Linie gemacht. Dann steht es 3:3, und vor dem 3:4 haben wir ganz schlecht verteidigt. Unsere Scheibenverluste waren heute einfach brutal, die Mannschaft war nicht wiederzuerkennen. Geretsried hat verdient gewonnen. Ich bin heute sehr enttäuscht von unseren Leistungsträgern, da kam zu wenig, und da sind Fehler passiert, einfach nur unglaublich. Mit der gleichen Mannschaft haben wir aber auch sehr gute Spiele gemacht, da müssen wir wieder hin.“

Tore: 0:1 Reiter (L. Rizzo, Hölzl) (5.), 1:1 Zimmer (Bullnheimer, Seider) (18), 1:2 Englbrecht (S. Rizzo, Hrazdíra) (29.), 2:2 Trupp (Srámek) (34.), 3:2 Becher (35.), 3:3 May (51.), 3:4 Merl (Köhler) (59.)

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