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Eishockey

17.01.2020

Ein Sieg muss her für Königsbrunn

Der EHC Königsbrunn muss an seiner Chancenverwertung arbeiten, wenn man den Anschluss an die Spitze halten will (rechts Jakub Sramek). Heute geht es im einzigen Spiel des Wochenendes in eigener Halle gegen Geretsried.
Bild: Horst Plate

Für den EHC steht an diesem Wochenende nur ein Spiel an: Heute kommt der ESC Geretsried in die heimische Eisarena

Für den EHC Königsbrunn steht am Wochenende in der Qualifikationsrunde der Bayernliga nur eine Begegnung auf dem Programm. Am Freitag kommt es ab 20 Uhr in der heimischen Eisarena zum Kräftemessen mit den „River Rats“ des ESC Geretsried.

Ende November trafen beide Teams zum letzten Mal aufeinander; zur Neueröffnung des umgebauten Geretsrieder Stadions ließ der EHC drei Punkte liegen. Königsbrunn kam in der Begegnung mit 5:9 unter die Räder und lag zeitweise mit sechs Toren Unterschied im Rückstand. Die River Rats nutzten den Raum, den die Brunnenstädter boten und konterten den EHC gnadenlos aus. Vor allem die erste Geretsrieder Reihe setzte den Königsbrunnern zu und war maßgeblich am Sieg beteiligt.

In der letzten Partie der Vorrunde konnte Geretsried zwar einen 10:3-Kantersieg gegen Dorfen einfahren, allerdings verletzte sich der 28-jährige tschechische Top-Scorer Ondrej Horváth schwer und wird längere Zeit ausfallen. In 20 Partien holte er sich bis dahin 38 Scorerpunkte. Der Verein hat aber sofort reagiert und den 25-jährigen Tschechen David Hrazdíra verpflichtet. Zuletzt war der in der dritten Liga seines Landes aktiv. Ob er den Top-Scorer kurzfristig ersetzen kann wird sich zeigen. Doch auch ohne Ondrej Horváth steckt noch viel Offensivpower in den Reihen der River Rats. Florian Strobl, der zu Saisonbeginn von den Tölzer Löwen zum ESC wechselte, konnte in bisher 26 Partien 38 Scorerpunkte erzielen. Der 29-jährige Stürmer holte sich in der letzten Begegnung gegen Königsbrunn sechs Scorerpunkte. Top-Vorlagengeber der River Rats ist der 24-jährige tschechische Kontingentspieler Ondrej Stava, der in 19 Spielen 21 Treffer auflegte.

Ein Sieg muss her für Königsbrunn

In der Vorrunde belegte Geretsried den neunten Platz hinter Königsbrunn und hat in der Qualifikationsrunde erst ein Spiel absolviert. Auch ohne Ondrej Horváth setzten sich die River Rats mit 3:2 nach Verlängerung gegen die Peißenberger Eishackler durch und holten sich die ersten beiden Punkte. Geretsried ist körperlich präsent und überzeugte zuletzt mit viel Zug zum Tor. Gegen Königsbrunn sollen weitere Punkte her, doch auch der EHC ist auf die Zähler angewiesen, um den Anschluss an die Spitze zu halten.

Dazu sollte Königsbrunn aber an seiner Chancenverwertung arbeiten und nicht wieder ins offene Messer rennen. Die letzten Spiele haben EHC-Coach Waldemar Dietrich aufgezeigt, welche Schwächen der EHC momentan hat. Dementsprechend wurde unter der Woche das Training angepasst.

Am Freitag wird wohl Elias Maier wieder im Kader der Königsbrunner stehen, und auch der Langzeitverletzte Paul Siegler durfte wieder mit der Mannschaft trainieren. Gegen Geretsried wird der Trainer wohl mit dem gesamten Kader antreten können. Die Mannschaft ist momentan hoch motiviert und will die Scharte vom letzten Spiel unbedingt auswetzen.

Doch die Qualifikationsrunde ist bisher sehr ausgeglichen, jeder kann jeden schlagen. Dessen ist sich auch Königsbrunns dritter Vorsitzender Tim Bertele bewusst: „Am Wochenende haben wir nur ein Spiel. Geretsried ist ein Gegner auf Augenhöhe, weshalb das wieder ein enges Spiel wird. Wir wollen weiter Punkte gegen den Abstieg und zugleich für mögliche Play-Offs sammeln – deshalb hoffe ich auf einen Sieg.“

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