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Fußball

10.02.2018

Überraschend, aber nicht erstaunlich

Klaus Köbler ist einer der bekanntesten Schwabmünchner Fußballer aller Zeiten. Er wird jetzt Trainer in Langerringen.
Bild: Reinhold Radloff

Bei Schwabmünchens Zweiter stehen große Trainer-Veränderungen an

Überraschend, aber nicht erstaunlich ist die neueste Entwicklung bei den Fußballern des TSV Schwabmünchen. Ein Trainergespann, das sich große Verdienste in diesem Verein erworben hat, fand jetzt eine neue Aufgabe.

Fünf Jahre haben Klaus Köbler und Daniel Koller die 2. Mannschaft des TSV Schwabmünchen betreut. Zum Saisonende wird damit Schluss sein. „Ich denke, ein Wechsel ist angesagt“, betont Köbler und fügt hinzu: „Außerdem wollte ich mal was Neues sehen.“

Der 40-Jährige denkt aber nicht nur an sich: „Auch für die Jungs ist es gut, wenn sie mal wieder neue Gesichter sehen, neue Trainingsmethoden erleben, einen anderen Stil erfahren. Unsere Nachfolger werden sicherlich wieder neuen Schwung in die Mannschaft bringen.“

Nichtsdestotrotz freut er sich auf die Rückrunde: „Wir wollen noch den ein oder anderen Platz nach vorne gutmachen. Den Aufstieg haben wir noch nicht ganz abgeschrieben. Wir erlebten es ja in der vergangenen Saison selbst, wie schnell ein komfortabler Vorsprung weg sein kann. Mal sehen, was passiert.“

Die Voraussetzungen der Schwabmünchner, in der Kreisliga noch auf Platz eins vorzurücken, sind nicht die besten. „Die Spieler aus der Ersten, die uns immer wieder mal ausgeholfen haben, verließen in der Winterpause den Verein. Außerdem hat sich Manuel Britsch bei der Endrunde zur Landkreismeisterschaft wieder am Knie verletzt. Das ist ein herber Schlag für uns. Wann er wieder einsetzbar sein wird, ist unklar. Neuzugänge haben wir auch keine bekommen. Es wird also nicht einfach für uns werden.“ Trotzdem setzt der ehemalige Mittelfeldspieler darauf, in Zusammenarbeit mit der Ersten und der A-Jugend an den restlichen Spieltagen immer ein schlagkräftiges und motiviertes Team stellen zu können.“

Der A-Lizenz-Inhaber freut sich bei allen Schwierigkeiten auf die Restsaison und auf die neue Aufgabe. Er wird zusammen mit seinem Co-Trainer Daniel Koller ab der kommenden Saison die Erste in Langerringen übernehmen. „Die dortigen Verantwortlichen sprachen mich an, und nach ein paar Gesprächen waren wir uns einig. Die Mannschaft hat Potenzial, viele junge Spieler aus den eigenen Reihen, die sich gut entwickelt und bei Michael Fischer viel gelernt haben.“ Fischer muss aus beruflichen Gründen seine bisherige Trainerstelle abgeben.

Dass Köbler dann eine Spielklasse niedriger agieren wird, stört ihn nicht. „Erstens ist noch nicht klar, dass die Langerringer nicht doch noch den Aufstieg schaffen, und zweitens spielt die Liga keine Rolle. Hauptsache ist, dass im Verein und in der Mannschaft alles stimmt“, so Köbler, der allerdings zum Schluss betont: „Ich werde sicherlich nicht zum letzten Mal in Schwabmünchen Trainer gewesen sein.“

Fußball-Abteilungsleiter Germar Thiele schaut ohne Verbitterung auf den Weggang seiner beiden Trainer: „Klaus und Daniel haben sich in den vergangenen Jahren große Verdienste um unseren Verein erworben. Dass man sich nach so langer Zeit mal eine neue Aufgabe sucht, ist verständlich.“

Auch Manfred Bock hegt keinen Groll gegen das Noch-Trainer-Duo: „Die beiden waren bombe. Liebend gern hätte ich mit ihnen verlängert. Aber wenn sie nach fünf Jahren gehen wollen, ist das nachvollziehbar und schafft keinerlei böses Blut.“

Das ist sicherlich aus deshalb so, weil die Schwabmünchner hervorragende Nachfolger gefunden haben. Das neue Duo ist ein altbekanntes im Stadion: Marian Dischl und Manuel Bayerl. „Die beiden hielten in unserer ersten Mannschaft immer hinten dicht“, erinnert sich Bock gerne und freut sich darauf, dass sie ihr Wissen und ihre Erfahrung in die Zweite einbringen. Dischl und Bayerl wollen schon jetzt mit Spielergesprächen beginnen, damit sie zur kommenden Saison schon möglichst bald einen zuverlässigen Kader zusammenstellen können.

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