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Relegation

15.05.2010

FC Ingolstadt: Wohlfarth schürt die Aufstiegshoffnungen

Fußball Bundesliga Relegation Hinspiel: FC Ingolstadt 04 - FC Hansa Rostock am Freitag (14.05.2010) im Tuja-Stadion Ingolstadt (Oberbayern). Andreas Buchner (M) von Ingolstadt im Zweikampf mit Helgi Valur Danielsson (l, England) und Kevin Schlitte von Rostock. Foto: Armin Weigel dpa/lby (Achtung Sperrfrist! Die DFL erlaubt die Weiterverwertung der Bilder im IPTV, Mobilfunk und durch sonstige neue Technologien erst zwei Stunden nach Spielende. Die Publikation und Weiterverwertung im Internet ist während des Spiels auf insgesamt sechs Bilder pro Spiel begrenzt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Bild: aw htf

Der FC Ingolstadt hat sich eine passable Ausgangsposition für das zweite Relegationsspiel geschaffen. Gegen Hansa Rostock gewann die Mannschaft durch einen Treffer von Steffen Wohlfarth mit 1:0. Von Andreas Kornes

Der FC Ingolstadt hat sich gestern Abend eine passable Ausgangsposition für das zweite Relegationsspiel am Montag geschaffen. Gegen den Zweitligisten Hansa Rostock gewann die Mannschaft von Trainer Michael Wiesinger mit 1:0. "Mann des Tages" war Steffen Wohlfarth, der den einzigen Treffer in dieser Partie erzielte. Ingolstadt reicht nun schon ein Unentschieden im Rückspiel, um in die 2. Bundesliga aufzusteigen.

Einige Ordner in gelben Jacken und zwei Dutzend Polizisten standen gestern im Gäste-Fanblock des Tuja-Stadions. Ansonsten herrschte dort gähnende Leere. Nach den Ausschreitungen während des Rostocker Gastspiels in Düsseldorf hatte der DFB den Hansa-Anhängern die Anreise nach Oberbayern verboten. Zudem muss Rostock 35 000 Euro Strafe und 15 000 Euro Schadensersatz an Ingolstadt zahlen. Ein massives Polizeiaufgebot rund um das Stadion sorgte dafür, dass tatsächlich kein einziger Fan des Zweitligisten im Stadion war.

In den anderen Blöcken dagegen herrschte zumindest vor dem Anpfiff prächtige Stimmung. Vor der Saison-Rekordkulisse von 7538 Zuschauern für das erste von zwei Relegationsspielen um den letzten freien Platz in der 2. Bundesliga war alles angerichtet. Mehr als das doppelte an Fotografen, eine rappelvolle Pressetribüne und die Kameras des Bayerischen Rundfunks, der die Partie live übertrug, unterstrichen die Bedeutung des gestrigen Aufeinandertreffens.

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Dieses allerdings präsentierte sich in den ersten 45 Minuten als reichlich fade Angelegenheit. Beide Mannschaften legten den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf eine stabile Defensive. Allenfalls die auf beiden Seiten grassierende Nervosität sorgte bisweilen für eine Spur von Torgefahr. Zumeist allerdings erstickte eine Fülle von haarsträubenden Fehlpässen jeglichen Ansatz eines geordneten Aufbauspiels. Ingolstadt war zumindest das Bemühen anzumerken, einen Treffer zu erzielen. Rostock dagegen zeigte sich in der Offensive wenig ambitioniert.

Ernsthafte Chancen gab es bis zum Pausenpfiff des umsichtigen Referees Peter Gagelmann nicht zu verzeichnen. Einzig Moritz Hartmann schaffte es, den Ball auf das Rostocker Tor zu bringen (20.). Alexander Walke stellte dieser Schuss aber vor keine Probleme. So blieben die Lästereien der Rostocker Journalisten über den herben Charme des Tuja-Stadions das Unterhaltsamste der ersten Hälfte.

Nach der Pause sorgte zunächst Stefan Leitl für Aufregung, allerdings nicht durch ein spielerisches Glanzlicht. Nach einem Foul Gardar Johannssons am FCI-Kapitän revanchierte sich dieser mit einem heftigen Rempler. Gagelmann beließ es aber bei Gelb für die beiden Streithähne. Rostock ging in der Folge engagierter zu Werke, störte früher und versuchte vor allem den schnellen Fin Bartels einzusetzen. FCI-Innenverteidiger David Pisot zeigte aber einmal mehr eine souveräne Leistung und störte immer wieder entscheidend. Trotzdem: Rostock hatte den Schalter umgelegt und drängte auf die Führung. Für ein Lebenszeichen der Ingolstädter Offensive sorgte Andreas Buchner mit einem sehenswerten Solo, das jedoch wirkungslos verpuffte (61.).

Wiesinger reagierte und versuchte mit Fabian Gerber für den wirkungslosen Moise Bambara das Spiel nach vorne anzukurbeln. Rostock blieb aber dominant. Umso überraschender fiel das 1:0 für die Gastgeber. Eine schöne Flanke von Moritz Hartmann drückte Steffen Wohlfarth mit der Brust aus kurzer Distanz und durch die Beine von Walke über die Linie (72.). Es war dies aber die letzte Aktion Wohlfarths. Kurz darauf wurde er gegen Andreas "Zecke" Neuendorf ausgewechselt. Ingolstadt wollte jetzt eine Vorentscheidung erzwingen. Gerber setzte sich über die linke Seite durch, tauchte alleine vor Walke auf, scheiterte aber am Hansa-Torwart (78.). Rostock erholte sich nur langsam von dem überraschenden Gegentreffer, die Gastgeber stemmten sich vehement gegen den Ausgleich und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Die Chancen stehen damit gut, dass Ingolstadt ab kommendem Montag wieder zweitklassig ist.

Abfahrt des Fanbusses zum Relegationsspiel in Rostock ist am Montag, 17. Mai, um 8 Uhr an der Paul-Wegmann-Halle/Tuja-Stadion. Der Preis beträgt 15 Euro inklusive Relegationsschal. Noch sind einige Restplätze frei. Anmeldung per Mail an hmk@fcingolstadt.de oder telefonisch unter 0170/6513457. Andreas Kornes

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