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Halbfinale im DFB-Pokal
25.04.2019

Werder-Kapitän Kruse über Elfmeter für FC Bayern: "Das ist lächerlich"

Schiedsrichter Daniel Siebert stand beim Bremer Pokal-Aus im Zentrum der Kritik.
Foto: Christian Charisius, dpa

Ein Foulelfmeter bringt im Halbfinale des DFB-Pokals den Sieg für den FC Bayern München. Die Verlierer aus Bremen fühlen sich ungerecht behandelt.

Niko Kovac und Florian Kohfeldt hatten beide einen "packenden Pokalfight" gesehen, doch beim Knackpunkt des Spiels fanden sie nicht zueinander. "Wir sind zwei befreundete Trainer, aber beim Elfmeter sind wir nicht einer Meinung", sagte Werder Bremens Coach Kohfeldt am Mittwochabend nach der 2:3 (0:1)-Niederlage im Halbfinale des DFB-Pokalwettbewerbs gegen den FC Bayern München. Der Rekord-Pokalsieger zog nach dem knappen, aber verdienten Erfolg zum 23. Mal ins Finale ein. Dort ist am 25. Mai in Berlin RB Leipzig der Gegner.

Werder bleibt dann nur die Zuschauerrolle - was Kohfeldt ungerecht findet, denn den siegbringenden Foulelfmeter, den Robert Lewandowski (83. Minute) verwandelt hatte, stufte er als "brutal" und unberechtigt ein. Werder-Verteidiger Theodor Gebre Selassie hatte den an diesem Abend kaum zu stoppenden Wirbelwind Kingsley Coman im Strafraum leicht mit dem Ellbogen berührt, der Franzose fiel daraufhin und holte so den Strafstoß heraus.

"Neun von zehn Schiedsrichtern hätten da nicht gepfiffen", betonte der Werder-Coach verstimmt. "Da gibt es keine große Diskussion. Das war im Leben kein Elfmeter", befand auch Sportchef Frank Baumann.

FC-Bayern-Trainer Kovac: Harte Entscheidung

Auch Werder-Kapitän Max Kruse kritisierte die Entscheidung hart. Im ARD-Interview sagte er: "Das ist lächerlich. Also wenn das ein Elfmeter ist. Wozu haben wir einen Videobeweis? Das ist ein ganz leichter Kontakt."

Bayern-Trainer Kovac hingegen sprach lediglich von einer harten Entscheidung. "Wenn er nicht pfeift, können wir uns nicht beklagen. Der King (Coman) fällt nicht von allein. Der Ellbogen von Gebre Selassie war schon da, den hätte er besser weglassen sollen", meinte Kovac. Und fügte süffisant hinzu: "Da hat er sich ein bisschen dumm angestellt."

Kohfeldts Ärger richtete sich weniger gegen Schiedsrichter Daniel Siebert, der nach kurzer Rücksprache mit seinen Assistenten bei der Entscheidung blieb, als vielmehr gegen den Videoassistenten Robert Kampka. Der hätte stärker intervenieren müssen, meinte der Werder-Coach. "Ich bin normal ein großer Freund des Videobeweises, aber mit diesem Elfmeterpfiff könnte ich besser leben, wenn es keinen Videoschiedsrichter gegeben hätte", sagte Kohfeldt. (dpa/AZ)

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