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Handball

30.04.2020

VfL Günzburg steigt auf: Der schwere Weg zum Erfolg

Ein Freund klarer Ansagen: Günzburgs Trainer Gábor Czakó.
Bild: Ernst Mayer

Die Handball-Mannschaft des VfL Günzburg steigt in die 3. Liga auf. Es ist das Ergebnis von jahrelanger und konsequenter Aufbauarbeit.

Die einstige Handball-Hochburg ist wieder da, der VfL Günzburg steigt in die 3. Liga auf. Für den vormaligen Europapokal-Teilnehmer ist es die höchste Spielebene seit dem Rückzug aus der 2. Bundesliga 1993, die Weinroten stellen künftig das klassenhöchste Handball-Männerteam Schwabens.

Möglich macht es ein historisch einmaliger, den Auswirkungen der Corona-Krise geschuldeter Beschluss des Bayerischen Handball-Verbands. Der BHV wertet die inzwischen abgebrochene Spielzeit 2019/20 nach der sogenannten Quotientenregel. Diese Methode gewährleistet rechnerische Fairness in jenen Fällen, in denen Teams eine ungleiche Zahl von Partien ausgetragen haben. In der Bayernliga ist genau das der Fall und nun liegen die Günzburger, zum Zeitpunkt der Unterbrechung noch auf dem zweiten Platz gelistet, eine Winzigkeit vor HaSpo Bayreuth.

Günzburg ist wieder Handball-Hochburg

Als größten Schlüssel zum Erfolg bezeichnet Aufstiegstrainer Gábor Czakó, „dass diese Mannschaft seit Jahren hungrig auf den Erfolg hingearbeitet und dass der Verein geduldig den schweren Weg beschritten hat“.

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Tatsächlich begann der sogenannte Günzburger Weg vor mehr als einem Jahrzehnt mit der Willensbekundung einiger Ehemaliger, die einstige Top-Adresse dürfe nicht zugrunde gehen. Beginnend bei den Minis wurde fortan aufgebaut. Rückenwind erhielten die Bemühungen mit der Entscheidung des damaligen Sechstligisten, Stephan Hofmeister als hauptamtlichen Cheftrainer zu installieren.

Innerhalb von drei Spielzeiten gelang der Aufstieg von der Bezirksoberliga in die Bayernliga. An diesem Punkt, 2016, formulierte Hofmeister einen zweiten Drei-Jahres-Plan mit dem Ziel Aufstieg in die 3. Liga. Diese Vorgabe konnte er nicht erfüllen, was ihn neben anderen Gründen 2019 zum Rücktritt bewog. Sein Nachfolger Czakó, in Kommunikationsfragen sicher ein Gegenentwurf zu Hofmeister, lupfte die Leistungskurve auf eine neue Höhe.

Trainer kündigt Verstärkungen für die 3. Liga an

Für die 3. Liga sei es nun elementar, die Mannschaft an zwei, drei Stellen zu verbessern, kündigt der Trainer an. Die Aufstiegshelden jedoch bilden auch eine Etage höher das Gros des Kaders. Mit einer Ausnahme (Frieder Bandlow wechselt zum Zweitligisten TV Großwallstadt) wollen sie alle bleiben.

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