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Basketball

22.01.2019

Ulmer vor Rückspiel in Krasnodar: Müde, aber nicht chancenlos

Wechselt der Basketballer Ra'Shad James von Bonn nach Ulm? Es gibt jedenfalls Gerüchte, die das behaupten.
Bild: Matthias Balk, dpa

Die Ulmer Basketballer haben im Eurocup eine elfstündige Reise nach Russland vor sich. Kommt ein Neuzugang aus Bonn?

Bei ihren vielen Auswärtsfahrten ins europäische Ausland haben die Ulmer Basketballer nicht nur mit der Höhe zu kämpfen (Andorra) oder mit streikenden Flugzeugen (Lyon), manchmal ist der Gegner auch einfach die Zeit. Heute bricht die Mannschaft von Trainer Thorsten Leibenath ins russische Krasnodar auf, wo morgen (18 Uhr) das erste Ulmer Rückspiel in der Eurocup-Top 16 stattfindet. Zwei Stunden später als in hiesigen Gefilden ist es in Krasnodar. Heute früh um 6 Uhr sind die Basketballer von der Donau aufgebrochen, gegen 20 Uhr örtlicher Zeit wollen sie in Russland sein. „Zu lang“ ist die Reise für Leibenath. Denn an ein ausgiebiges Training ist heute nicht mehr zu denken. Dafür liegen laut Leibenath zwei gute Trainingstage hinter seiner Mannschaft, die sich am Samstag nach dem Sieg gegen den MBC einen freien Tag gönnen durfte.

Die Partie am Freitag, das 150. ausverkaufte Bundesligaspiel in der Ratiopharm-Arena, begeisterte vor allem in der ersten Halbzeit mit einer starken Leistung des Heimteams. Dass es aber die zwischenzeitliche 26-Punkte-Führung auf am Ende elf Punkte schrumpfen ließ (der Endstand lautete 105:94), war einer kleinen Schwächephase im dritten Viertel geschuldet, einer „Leistungsdelle“, wie es Thorsten Leibenath nach dem Spiel genannt hatte. Gestern hatte er auf einer Pressekonferenz zwei Erklärungen dafür parat, von denen eine mit den vielen Reisen zusammenhängt: die Müdigkeit. Einerseits sei seine Mannschaft körperlich müde gewesen, andererseits auch mental, weil die Führung zur Pause zu hoch gewesen sei. Als zweiten Grund nannte er die starke Reaktion des MBC auf den großen Rückstand.

Eurocup: Ratiopharm Ulm vor Rückspiel gegen Krasnodar

Gegen Krasnodar kann sich Ulm keine Müdigkeit erlauben, dafür sind die Russen zu stark. Aus dem Hinspiel, dass seine Mannschaft nur knapp mit 81:84 verloren hat, zog Leibenath jedenfalls ein paar Erkenntnisse. Die wichtigste: „Man kann auch Krasnodar knacken.“ Entscheidend werde sein, dass seine Spieler nicht zu passiv agierten. Dass seine Mannschaft nach dem Top 16 eine Runde weiterkommt, hält er ohnehin für schwierig. Dafür sind die beiden Favoriten der Gruppe, Krasnodar und Lyon-Villeurbanne, zu stark. Schon heute (21 Uhr) spielen Frankfurt und die Franzosen gegeneinander. Gewinnt Lyon, müsste Ulm zwingend in Krasnodar gewinnen, um noch die Chance auf das Weiterkommen zu wahren. Sollten die Frankfurter Skyliners aber überraschend gewinnen, könnte sich Ulm sogar eine Niederlage gegen Krasnodar erlauben. Dass die Donaustädter mit so einer Drucksituation umgehen können, haben sie in dieser Eurocup-Saison schon zwei Mal bewiesen: mit den beiden Siegen gegen Andorra und Brescia, die obligatorisch waren, um die Top 16 zu erreichen.

Lesen Sie auch: Ulms Katin Reinhardt wird länger ausfallen.

Erschwerend kommt allerdings hinzu, dass ein Drittel der Ulmer Stammkräfte gestern nicht trainieren konnte. Teilweise wartete ihr Trainer am Montag noch auf eine Diagnose, wie beispielsweise bei Patrick Miller. Er hat eine Verletzung am Auge. Die Zeit ist also nicht das einzige Ulmer Problem. Dafür könnte ein aber ein Neuzugang anstehen. Wie mehrere Medien berichten, soll der Ex-Bonner Ra’Shad James kurz vor einer Unterschrift in Ulm stehen.

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