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Augsburger Panther

24.03.2021

Henry Haase sieht "harte Wochen" auf die Panther zukommen

Panther-Verteidiger Henry Haase feiert mit seinen Mannschaftskollegen seinen Treffer zum 1:0 gegen Krefeld.
Foto: Siegfried Kerpf

Plus Die Augsburger Panther feiern einen nie gefährdeten 5:0-Erfolg gegen Krefeld. Vor dem nächsten Match sortiert AEV-Verteidiger Henry Haase den Sieg jedoch realistisch ein.

So kennt man Henry Haase nicht. Normalerweise ackert der fast zwei Meter große Hüne auf Kufen vor dem eigenen Tor, schiebt die Gegner aus dem Sichtfeld von Torwart Markus Keller oder checkt die Gegenspieler-Stürmer in die Bande. Was ein Defensiv-Verteidiger eben zu tun hat. Für das Toreschießen sind andere zuständig, normalerweise. In der vergangenen Spielzeit steht in seiner Trefferstatistik nach 49 Einsätzen die Null. Nach dem 26. Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga hat sich Haase deutlich gesteigert und verbucht an dieser Stelle eine Eins. Gegen Krefeld zog der gebürtige Berliner gefühlt im Zwei-Minuten-Takt von der gegnerischen blauen Linie. Schon einer der ersten Versuche der Augsburger Nummer vier landete zum 1:0 im Netz von KEV-Keeper Sergei Belov. Bescheiden wie immer wollte Haase kein Lob hören. „Die Stürmer haben heute richtig gut die Verteidiger-Position angespielt. Und wenn wir die Schüsse durchkriegen, dann haben wir auch viel mehr Chancen, Tore zu schießen“, sagte Haase nach einem einseitigen Match.

Augsburger Panther dominieren gegen Krefeld von der ersten Minute an

Die Gastgeber dominierten von der ersten Minute an das Geschehen im leeren Curt-Frenzel-Stadion. Die frühe Führung durch Haase bauten die Panther durch Tore von Thomas Holzmann, Michael Clarke, Brad McClure und Thomas J. Trevelyan zum 5:0 aus. Mit einigen weiteren Versuchen scheiterten die Gastgeber, unter anderem Abwehrspieler Scott Valentine mit einem seiner gefürchteten Schlagschüsse.

Am Ende stand das erste Zu-Null-Resultat für AEV-Keeper Keller und das Team in dieser Saison auf dem Videowürfel. Der erfahrene Verteidiger sortiert den elften Saisonsieg ein: „Man darf das 5:0 nicht überbewerten. Krefeld hatte am Montag ein hartes Spiel, in dem es hin und her ging.“ Mit 3:6 hatten die Rheinländer keine 24 Stunden vor dem Auftritt in Augsburg beim ERC Ingolstadt verloren.

Nicht nur auf den AEV warten extreme Belastungen

Deshalb sei seine Mannschaft müde gewesen, führte KEV-Coach Clarke Donatelli als Erklärung für die einseitige Partie an. In Nordamerika sei man das ja gewöhnt, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen die Schlittschuhe zu schnüren. Aber in der Deutschen Eishockey-Liga sei es Neuland. Nun ja, auch die deutschen Profis kennen extreme Belastungen aus Play-off-Runden und nichts anderes ist dieser Spielplan mit 14 Partien in lediglich 29 Tagen.

Seit Wochen einer der auffälligsten Panther-Verteidiger: Scott Valentine zieht in dieser Szene auf das Tor der Krefeld Pinguine ab. Zum Überzahltreffer zum 3:0 durch Michael Clarke gab der Kanadier die Vorlage.
Foto: Siegfried Kerpf

„Klar will ich unsere Leistung nicht schmälern. Aber es war, in Anführungszeichen, nur Krefeld. Da warten noch ein paar Brocken auf uns“, sagte Haase nach dem Match. Noch meint es das Programm mit den Partien gegen alle sieben Nordklubs gnädig mit der Mannschaft von Trainer Tray Tuomie. In den nächsten Tagen geht es im gewohnten Rhythmus weiter. Am Freitag (19.30 Uhr/live in Magentasport) treten die Panther in Iserlohn an. Am Sonntag um 17 Uhr folgt das Heimspiel gegen die Kölner Haie. Haase: „Es wird anstrengend, aber es macht auch Spaß. Denn es ist ein Play-off-Gefühl. Irgendwie freue ich mich darauf.“

Augsburg hat immer noch großen Rückstand auf Schwenningen

Einen Lichtblick gibt es im sonst so schwachen Augsburger Überzahlspiel. Michael Clarke fälschte die Scheibe nach einem satten Valentine-Schlagschuss zum 3:0 ab. Angesichts der immer noch mageren Ausbeute in numerischer Überlegenheit wollte Verteidiger Henry Haase aber auch in diesem Bereich nicht in Euphorie verfallen. „Wir sind in einem Lernprozess und müssen in jedem Bereich noch eine Schippe drauflegen“, meinte der 27-jährige Abwehrspieler. In der Tabelle brachte der Sieg den auf Rang sechs notierten AEV keinen Millimeter voran. Da auch Schwenningen mit 4:1 in Wolfsburg gewann, beträgt der Rückstand auf den Vierten der Südgruppe weiterhin neun Zähler. „Wir müssen aufholen und darauf hoffen, dass Schwenningen ein paar Fehler macht“, sagt Haase. Für Rechenspiele sei es allerdings noch zu früh.

Nun folgt die Konzentration auf Iserlohn. Mit dem verletzten Adam Payerl ist weiter nicht zu rechnen, so Trainer Tray Tuomie. Die Rückkehr von Kapitän Brady Lamb und AEV-Urgestein Steffen Tölzer hat sich jedenfalls positiv auf die Stabilität der Panther-Abwehr ausgewirkt. Simon Sezemsky und Spencer Abbott fielen angeschlagen aus. Die Panther werden jeden Spieler brauchen. Haase: „Es warten noch harte Wochen auf uns.“

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