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AEV

11.12.2018

Trotz Tabellenplatz zwei: Die Panther bleiben auf dem Boden

Die Augsburger Panther sind das Überraschungsteam der Deutschen Eishockey Liga. Der Sieg gegen Iserlohn vom Sonntag war der siebte Heimerfolg in Serie.
Bild: Ulrich Wagner

Die Panther stehen nach der ersten Hälfte der Hauptrunde auf Platz zwei. Eine schöne Momentaufnahme, sagt der Trainer. Und einen Wermutstropfen gibt es auch.

Schön war es eher selten, was sich am Sonntagabend im Curt-Frenzel-Stadion abspielte, dafür aber umso dramatischer. 4:2 gewannen die Panther gegen Iserlohn, der siebte Heimsieg in Folge. In der Tabelle steht Augsburg mit nun 51 Punkten auf Platz zwei, hat allerdings schon ein Spiel mehr absolviert, als die beiden Nachbarn Mannheim (54 Punkte) und München (50).

Trotzdem lässt sich nach der Hälfte der Hauptrunde einwandfrei diagnostizieren: Das Hoch der Panther ist keine Eintagsfliege mehr. „Wenn wir ein Verein in der Fußball-Bundesliga wären, würden jetzt alle von Europa sprechen. Aber Gott sei Dank sind wir der AEV und wollen einfach weiter unsere Hausaufgaben machen“, sagt Panther-Stürmer Christoph Ullmann mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Augsburger Panther profitieren von ihrer starken Defensive

Bodenhaftung wahren, das ist die Devise rund um das Curt-Frenzel-Stadion. „Es ist richtig gut und schön, dass wir da oben stehen. Aber wir dürfen unseren Fokus nicht unterbrechen“, mahnt Trainer Mike Stewart.

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Er hat im Sommer die Mannschaft entscheidend umgebaut und dabei darauf geachtet, Spieler mit der wichtigsten Eishockeytugend zu holen: Einsatzwille. Nur logisch ist deshalb seine Analyse: „Ein wichtiger Grund für unseren Erfolg ist, dass die Jungs bodenständig bleiben, sie arbeiten ehrlich und hart.“

Vor allem die Defensive ist in dieser Saison das Aushängeschild der Panther. „Auf Dauer ist das entscheidend“, sagt Stewart. „Natürlich musst du auch offensive Power haben, aber die Defensive ist das A und O. Du kannst nicht in jeder Partie fünf oder sechs Tore schießen. Es ist wichtig, dass du auch 2:1 gewinnen kannst.“

Vor allem in Unterzahl haben sich die Panther im Vergleich zur Vorsaison enorm verbessert. Ein Garant dafür ist Ullmann. Der 35-jährige Routinier ackert wie ein 18-Jähriger, stellt gleichzeitig aber auch geschickt Passwege zu. Von der fünfminütigen Unterzahl gegen Iserlohn im letzten Drittel (Augsburg blieb ohne Gegentreffer) stand er gefühlte vier Minuten auf dem Eis. Auch deshalb bekam er aus der Mannschaft den goldenen Helm für den wertvollsten Spieler verliehen. Lob lächelt er aber elegant weg und sagt: „Generell haben wir in Unterzahl sehr gut und diszipliniert gespielt.“

Die fünfminütige Unterzahl war der einzige Wermutstropfen

Einziger Wermutstropfen im glückseligen Curt-Frenzel-Stadion war der Anlass für die fünfminütige Unterzahl. Adam Payerl soll Christopher Fischer mit einem Kniecheck gefoult haben. Eine höchst umstrittene Entscheidung. Die Konsequenz: fünf Minuten plus Spieldauer. Für Payerl ist es schon die fünfte große Strafe in dieser Saison. Eine Sperre hatte er nach der dritten schon absitzen müssen, nach der sechsten folgt die nächste. Zudem ermittelte der Disziplinarausschuss der DEL am Montag wegen des Kniechecks. Bis Redaktionsschluss gab es noch kein Urteil.

Ullmann hatte die Szene zwar aus nächster Nähe gesehen, wollte sich aber kein Urteil erlauben: „Die Schiedsrichter, die die Entscheidung treffen, hatten einen anderen Blickwinkel als ich. Und natürlich habe ich die AEV-Brille auf, ganz klar.“

Durch die Situation sei aber ein Ruck durch die Mannschaft gegangen. „Wir haben das phänomenal in den fünf Minuten gemacht und genau zum Ablauf der Strafe auch noch das 4:2 geschossen. Das war der entscheidende Punkt.“

Christoph Ullmann lobt Zusammenhalt bei den Panthern

Der Zusammenhalt in der Mannschaft sei ohnehin sehr gut. „Wir haben eine ganz tolle Chemie. Das zeichnet uns aus. Man sieht, dass wir richtig Spaß haben auf dem Eis“, sagt Ullmann.

Jetzt allerdings stehe eine schwierige Phase an. In der zweiten Dezemberhälfte und rund um den Jahreswechsel warten jede Menge Spiele. Allein schon das kommende Wochenende hat es mit den beiden Top-Spielen gegen Mannheim und München in sich. Ullmann: „Danach können wir uns noch mal darüber unterhalten, was in dieser Saison möglich ist.“

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Bild: Ulrich Wagner
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