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ERC Ingolstadt

10.05.2018

Zeichen stehen eindeutig auf Verbleib

Wird aller Voraussicht nach auch in der kommenden Saison das Trikot des ERC Ingolstadt tragen: Der 35-jährige finnische Top-Verteidiger Ville Koistinen.
Bild: Xaver Habermeier

Top-Verteidiger Ville Koistinen wird den Panthern wohl erhalten bleiben. Im NR-Interview bezeichnet der 35-jährige Finne die Chance, nach Oberbayern zurückzukehren, als groß. Es sind nur noch Details zu klären

Bleibt er oder geht er? Nach wie vor beschäftigt die Personalie Ville Koistinen sowohl die Verantwortlichen als auch die Anhänger des ERC Ingolstadt gleichermaßen. Gerade auch in Sachen Kader-Zusammenstellung für die Spielzeit 2018/2019 braucht Sportdirektor Larry Mitchell allmählich Klarheit, ob er weiterhin mit dem überragenden 35-jährigen finnischen Verteidiger planen oder sich anderweitig umsehen muss. Wir haben Ville Koistinen in seiner finnischen Heimat erreicht und mit ihm exklusiv gesprochen.

Herr Koistinen, rund sechs Wochen sind mittlerweile vergangen, seit Sie Ihr letztes Eishockey-Spiel bestritten haben. Kribbelt es schon langsam wieder oder genießen Sie die Eishockey freie Zeit nach wie vor in vollen Zügen?

Koistinen: (lacht) Eigentlich beides! Ich habe mir nach der vergangenen Saison eine Pause von zwei Wochen gegönnt, in denen ich komplett vom Eishockey abgeschaltet habe. Das hat sowohl körperlich als auch mental sehr gutgetan. Mittlerweile bin ich aber schon wieder in mein Sommertraining eingestiegen und arbeite jeden Tag. Aktuell befinde ich mich gerade mit meinem Sohn in meinem Sommerhaus in Tampere direkt am See und genieße das herrliche Wetter – wobei wir hier ja nicht so viele und lange Sommermonate haben. Wenn man so will, dann ist das eine perfekte Mischung aus Erholung und regelmäßigem Training.

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Was Sie gerade beschrieben haben: Ist das so etwas wie eine „jährliche Routine“ in den Sommermonaten, die Sie sich im Laufe Ihrer mittlerweile langen Karriere angeeignet haben?

Koistinen: Ja, das kann man schon so sagen! In den ersten zwei oder drei Wochen nach einer Saison schalte ich zunächst einmal komplett vom Eishockey ab. Ich habe einfach gemerkt, dass meinem Körper das entsprechend guttut. Nach dieser Zeit muss und möchte ich aber auch wieder regelmäßig trainieren. Die meiste Zeit meines Trainings findet dabei zunächst abseits der Eisfläche statt, wobei ich schon auch versuche, des Öfteren in die Halle zu gehen, um dort auf dem Eis zu skaten und zu schießen. Glücklicherweise ist das in Finnland während des gesamten Jahres möglich.

Wie oft haben Sie denn in den vergangenen eineinhalb Monaten darüber nachgedacht, wo Sie in der kommenden Saison spielen möchten?

Koistinen: Nun, ich habe selbstverständlich über meinen Agenten mitbekommen, dass sich einige Vereine um mich bemühen. Dementsprechend habe ich schon das eine oder andere Gespräch in diesem Zeitraum geführt – unter anderem natürlich auch mit Panther-Sportdirektor Larry Mitchell. Mal schauen, was am Ende dabei herauskommen wird (lacht).

Sie sind jetzt 35 Jahre alt und haben dementsprechend während Ihrer Karriere schon viel Erfahrungen gesammelt. Wenn es darum geht, eine Entscheidung über den nächsten Vertrag beziehungsweise Klub zu treffen: Ist das für Sie immer noch eine harte und emotionale Entscheidung oder gehen Sie diesbezüglich mittlerweile völlig entspannt um?

Koistinen: Wenn ich das auf meine jetzige Situation beziehe, kann ich auf alle Fälle sagen, dass es keine schwere Entscheidung ist.

Konkret gefragt: Haben Sie schon eine Entscheidung getroffen, ob Sie auch künftig für den ERC Ingolstadt spielen werden?

Koistinen: Ich möchte es mal so sagen: Die Chance, dass ich weiter in Ingolstadt, ist groß! Ich muss nochmals mit Larry sprechen, um das eine oder andere Detail zu klären.

Können Sie die Wahrscheinlichkeit, einen neuen Vertrag bei den Panthern zu unterzeichnen, ungefähr in Prozente beziffern?

Koistinen: (lacht) Ich würde sagen: 60 bis 70 Prozent.

Welchen Stellenwert hat bei Ihnen die Vertragsdauer? Sprich: Bevorzugen Sie eher einen Ein- oder Mehr-Jahres-Vertrag?

Koistinen: Das spielt für mich eigentlich eher eine untergeordnete Rolle. Natürlich gibt es schon den einen oder anderen Punkt, den man gerne in seinem Vertrag hätte. Aber letztlich ist so etwas ja auch davon abhängig, was die Organisation möchte beziehungsweise anbietet.

Haben Sie sich eine Deadline besetzt, bis wann Sie diese Vertrags-Geschichte vom Tisch haben wollen?

Koistinen: Nun, mich beunruhigt das Ganze zwar nicht wirklich. Aber klar, irgendwann möchte man schon Klarheit haben, wie es letztlich weitergeht. Ich denke, dass in den nächsten zehn Tagen eine endgültige Entscheidung diesbezüglich fallen wird.

Lassen Sie uns abschließend noch zu einem aktuellen Thema kommen: Derzeit findet in Dänemark die Eishockey-Weltmeisterschaft statt, wo es am Sonntag (20.15 Uhr) unter anderem zum Duell zwischen Deutschland und Finnland kommen wird. Wie intensiv verfolgen Sie das Geschehen bei der WM?

Koistinen: Nicht wirklich intensiv! Wenn ich gerade daheim bin, das Fernsehgerät anschalte und es läuft eine WM-Partie, dann schaue auch schon mal rein. Ansonsten habe ich momentan daheim zu viel zu tun, um das Ganze regelmäßig zu verfolgen.

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