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FC Augsburg

14.02.2020

FCA-Gegner: Warum Freiburgs Streich ein ganz besonderer Trainer ist

Christian Streich, Trainer des SC Freiburg, kann an der Außenlinie gerne mal sehr emotional werden.
Bild: Patrick Seeger, dpa

Plus Christian Streich ist seit acht Jahren der Taktgeber beim SC Freiburg. Er hat Höhen und Tiefen erlebt. Und der 54-Jährige denkt weit über den Fußball hinaus.

Es ist wie so oft. Geht es um Christian Streich und den SC Freiburg, schwingt meist viel Lob und Anerkennung mit. Da macht Martin Schmidt keine Ausnahme. "Christian ist ein sehr erfolgreicher Trainer. Seit acht Jahren dem Team so vorzustehen, ist ihm hoch anzurechnen", sagt der Trainer des FC Augsburg.

Das zeige auch die Bodenständigkeit von Trainer und Klub. Und dass man sich in Freiburg nicht aus der Ruhe bringen lässt. Selbst durch einen Abstieg nicht. 2015 passierte der den Breisgauern, wurde eine Saison später aber wieder revidiert. All das mit Streich, der aus Freiburg nicht wegzudenken ist.

Fußball-Bundesliga: Christian Streich und der FC Freiburg passen einfach zusammen

Der 54-Jährige ist ein ganz besonderer Trainer. Einer, der mit dem Fahrrad zum Training fährt. Einer, der soziale Medien meidet und sich noch immer darüber wundert, dass Rücktritte oder gar Politik über Facebook und Twitter verkündet werden. Und einer, der sich seinen badischen Dialekt nicht verbieten lässt. Vor allem, wenn er sich in Rage redet, greift er gerne darauf zurück. Streich ist einer, der sich nicht nur mit Fußball beschäftigt. Ihn reizt es auch bei vielen anderen Themen, Stellung zu beziehen. Das ist im professionellen Fußball selten geworden. Streichs Wort aber hat Gewicht. Das weiß er.

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Vor allem aber ist Streich eines: ein Trainer mit viel Sachverstand. Ein Trainer, der perfekt in das beschauliche Umfeld des SC passt. Es ist mühselig darüber zu diskutieren, ob er auch an einem anderen Standort erfolgreich arbeiten würde. Wahrscheinlich nicht. Letztlich aber ist das auch egal. Freiburg und Streich haben sich vor langer Zeit gesucht und gefunden. Warum etwas trennen, was offenbar so wunderbar passt?

FCA-Gegner: An der Seitenlinie kann Freiburg-Trainer Streich auch mal ausrasten

Streich lebt den Fußball. Besonders bei den Spielen ist das perfekt zu beobachten, wenn er an der Außenlinie so sehr engagiert ist, dass er auch mal die Contenance verliert. Dann kann es schon mal passieren, dass sich sein Gesicht zu einer Fratze verformt und er sich selbst beim späteren Betrachten der Bilder nicht mehr erkennt. Aber auch das ist Streich. Kein Mann der halben Sachen. Immer mit Herz dabei.

Christian Streich: Gegen den FC Augsburg ist Kontersicherung ganz entscheidend

Bei der Pressekonferenz vor dem Spiel am Samstag (15.30 Uhr) beim FC Augsburg hat Streich fast eine halbe Stunde doziert. Über den Gegner, den er schätzt und bei dem die Freiburger in Liga eins noch nie gewonnen haben.

Über seine eigene Mannschaft, der am Samstag wahrscheinlich Robin Koch fehlen wird, und bei der er noch überlegt, ob eine Dreier- oder Viererkette die ideale Lösung ist. Und darüber, dass es gegen eine der stärksten Kontermannschaften der Liga vor allem auf Kontersicherung ankommen werde. Also darauf, "optimal für den eigenen Ball und optimal für die Sicherung beim Ballverlust zu stehen", wie es Streich erklärt.

Streich fordert ein leidenschaftliches Spiel gegen den FC Augsburg

32 Punkte haben die Freiburger in dieser Saison schon gesammelt, sechs mehr als der FCA. Trotzdem sieht der Freiburger Trainer die beiden Teams auf vergleichbarem Niveau. "Augsburg ist eine gestandene Bundesligamannschaft mit viel Qualität. Wir müssen ein leidenschaftliches Spiel zeigen", sagt der Freiburger Trainer.

Mit dem schon fast sicheren Klassenerhalt haben die Freiburger ihr wichtigstes Saisonziel fest im Blick. Das gibt Planungssicherheit, was vor allem in Bezug auf das neue Stadion entscheidend ist. Das wird gerade am Rand von Freiburg gebaut und sollte zu Beginn der neuen Saison einzugsbereit sein. Allerdings ist noch nicht sicher, ob es bis zum ersten Heimspiel auch wirklich fertig ist.

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